Lateinamerika zahlte für den gescheiterten Krieg gegen Drogen einen hohen Preis. Eine Fortsetzung der desaströsen Prohibitionspolitik wurde bereits von allen möglichen Ländern in Frage gestellt. Länder in Lateinamerika nehmen bei der Reformation ihrer Drogengesetze eine Vorreiterrolle ein, vor allem in Bezug auf Cannabis. In der Karibik wären da Kolumbien und Jamaika, die den Anbau von Marihuana zu medizinischen Zwecken erlaubt haben. Im Südosten schreibt Uruguay mit dem ersten formell regulierten Cannabismarkt der modernen Welt gerade Geschichte. Jetzt macht der Südwesten einen Schritt in Richtung progressivere Drogenpolitik, vor allem Chile.

EINSTELLUNG ZU CANNABIS IN CHILE

Der Konsum von Cannabis hat in Chile eine lange und ereignisreiche Geschichte. Amerikanische Seefahrer hatten in den 1940er-Jahren in den Bordellen nachweislich Zugang zu Gras. Wie in anderen Teilen der Erde auch, wurde Cannabis in den 60er- und 70er-Jahren mit Studenten und Hippies der Gegenkultur in Verbindung gebracht. In der chilenischen Gesellschaft ist ein lebenslanger Genuss von Cannabis keine Seltenheit. Das hat unter Umständen bei der kulturellen Veränderung der letzten Jahrzehnte geholfen. Chile galt als Land, in dem Cannabis so gut wie nie auf der politischen Agenda auftauchte. Jetzt konnten Cannabisaktivisten das Gericht und die Regierung von der öffentlichen Meinung überzeugen. Der Fokus auf die medizinische Anwendung von Cannabis scheint dabei hilfreich zu sein, vor allem für die Überzeugung von älteren und konservativen Fraktionen, deren Mitglieder womöglich an einer Erkrankungen leiden, bei der Cannabis Abhilfe schaffen kann.

Chile Cannabis Gesetzgebung

ANFÄNGLICHER WIDERSTAND IN CHILE

Die Geschichte des Cannabisaktivisten und Unternehmers Angello Bragazzi ist ein Sinnbild für die Transformation in Chile. Im Jahr 2005 gründete er die erste Online-Saatgutbank, closet.cl, die in ganz Chile legal Cannabissamen verkauft. Im selben Jahr wurde in Chile der Besitz von kleinen Mengen der Droge entkriminalisiert. Es gab heftigen Widerstand gegen Cannabis, sowie einen Rechtsstreit über die Schließung der Saatgutbank von Bragazzi. 2006 zählte der konservative Senator Jaime Opis zu denjenigen Menschen, die Bragazzi im Gefängnis sehen wollten. 2008 erklärte die chilenische Justiz Bragazzi für unschuldig und befand, er handle im Rahmen des Gesetzes. In der Zwischenzeit musste Senator Orpis im Rahmen eines Korruptionsskandals ins Gefängnis.

RECHTLICHE VERÄNDERUNG IN CHILE

Der Fall Bragazzi gab Cannabisaktivisten Auftrieb, eine Reformation durchzusetzen, die legal eingeführte Gesetze anerkennt und auf diesen aufbaut. Die Menschen gingen vermehrt für eine Cannabisreform auf die Straße, als die Nachfrage nach medizinischen Cannabis anstieg. Im Jahr 2014 erlaubte die Regierung unter strengen Auflagen endlich den Anbau zu medizinischen Forschungszwecken. Gegen Ende des Jahres 2015 unterschrieb Präsident Michelle Cachelet ein Gesetz über die Legalisierung von Cannabis für die medizinischen Verwendung. Diese Maßnahme ermöglichte nicht nur den Verkauf von Cannabis an Patienten durch Apotheken, sondern stufte Cannabis zudem als weiche Droge ein. 2016 folgte ein regelrechter Boom im Geschäft mit medizinischem Cannabis, inklusive der Entstehung einer Plantage mit beinahe 7.000 Pflanzen auf der größten Farm für medizinisches Marihuana in Lateinamerika in der Nähe von Colbun.

WER KANN IN CHILE CANNABIS KONSUMIEREN?

Kommen wir nun zum Grund, warum Du diesen Artikel liest. Wenn Du Dich zufällig in Chile befindest, wer kann dort, abgesehen von chilenischen Bürgern mit einem Rezept, legal Cannabis konsumieren? Die Einstellung des Landes gegenüber der Droge ist entspannt und der diskrete Konsum auf dem eigenen Grundstück wird in der Regel toleriert. Obwohl der Besitz einer geringen Menge für den Eigenkonsum entkriminalisiert wurde, ist der Konsum von Cannabis als Freizeitdroge in der Öffentlichkeit immer noch illegal. Verkauf, Erwerb oder Transport von Cannabis gelten ebenso als illegal und die Polizei greift hart durch – gehe also keine dummen Risiken ein.

Zu Rauchen Cannabis Chile

MEHR VERÄNDERUNG FÜR CHILE?

Weitere Reformierungen in Form eines Gesetzes, dass vom chilenischen Kongress abgesegnet wurde und nun auf die Zustimmung des Senats wartet, sind womöglich nicht mehr weit entfernt. Sollte die Maßnahme akzeptiert werden, wäre der Besitz von bis zu 10g getrocknetem Marihuana straffrei. Außerdem würde es den Anbau von bis zu 6 Cannabispflanzen auf dem eigenen Grundstück ermöglichen. Verkauf, Erwerb und Transport von Cannabis könnten dann allerdings immer noch schwer bestraft werden. Es ist unwahrscheinlich, dass es in Chile in absehbarer Zeit Ausgabestellen wie in Amerika oder Coffeeshops nach niederländischem Vorbild geben wird. Das Botánica Orgánica Cannabis Internacional baut in dem kleinen nördlichen Städtchen Arica bereits medizinisches Cannabis für seine 20 Mitglieder an. Das oberste Gericht in Chile erklärte den Club im Jahr 2015 für rechtmäßig und öffnete dadurch die Tür für andere Cannabis Clubs.

ERSTKLASSIGES CANNABIS IN CHILE?

Der Anbau scheint in Chile in vollem Gange zu sein. Growshops, Headshops und Smartshops sind in den Straßen von Santiago nichts Ungewöhnliches mehr. Rund um den Handel mit hochwertigem Anbauzubehör und spezialisierte Saatgutbanken entsteht eine Cannabiskultur. Obwohl die Legalisierung von Cannabis als Freizeitdroge in weiter Ferne zu sein scheint, wird der Konsum des wunderbaren Krauts immer normaler. Von daher haben die chilenischen Konsumenten einen hohen Anspruch an die Qualität ihres Weeds. Dank mehr Achtsamkeit für den Anbau und hochwertige Genetik, gibt es eine große Auswahl an hochwertigen Indica und starken Sativa-Sorten. Der Preis für eine Unze (28g) kann zwischen $90 und $170 variieren und ist von der Qualität abhängig. Wenn Du in Chile Cannabis anbauen oder konsumieren willst, gelten die gewöhnlichen Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich Achtsamkeit, Vorsicht und Beachtung der Gesetze.

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