Reguläre vs. feminisierte vs. autoflowering Cannabissamen

Reguläre vs. feminisierte vs. autoflowering Cannabissamen

Was den Anbau von Cannabis anbelangt, fängt alles bei den Samen an. Heutzutage haben Grower die Qual der Wahl, was die Art von Cannabissamen betrifft, die sie anpflanzen können. Reguläre Samen, feminisierte Samen und autoflowering Samen haben jeweils unterschiedliche Vor- und Nachteile. Wofür Du Dich letztendlich entscheidest, wird wahrscheinlich von Faktoren wie Deinem Budget, Deinen räumlichen Verhältnissen, Deiner Erfahrung, Deiner Zeit und Deiner Geduld abhängen.

WAS SIND REGULÄRE SAMEN?

Reguläre Samen sind typischerweise weithin verfügbar und am einfachsten zu finden. Außerdem sind sie fast immer günstiger als feminisierte oder autoflowering Samen.

WAS SPRICHT DAFÜR, SICH FÜR REGULÄRE SAMEN ZU ENTSCHEIDEN?

Falls Du Cannabissorten züchten und neue Samen produzieren willst, dann wirst Du reguläre Samen benötigen. Der Zugang zu sowohl männlichen als auch weiblichen Pflanzen ist für Kreuzungen und die Erschaffung neuer Sorten unumgänglich.

Der Anbau mit regulären Samen wird Dir ein Gefühl für den natürlichen Wachstumszyklus der Cannabispflanze gvermitteln. Falls Du ein erfahrener Grower werden willst, ist das Auslassen von Erfahrungsstufen nicht der richtige Weg. Indem Du den gesamten Zyklus durchläufst, wirst Du ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse einer Pflanze bekommen, um sie dann erfolgreich anzubauen.

Der Hauptnachteil der Verwendung regulärer Samen liegt in der Möglichkeit, dass aus ihnen männliche Pflanzen hervorgehen können. Bei regulären Samen beträgt die Chance, dass weibliche Pflanzen entstehen, nur 55–60%. Dies ist allerdings nur ein durchschnittlicher Wert, weshalb überhaupt nicht ausgeschlossen ist, dass am Ende 75% oder mehr Deiner Samen männlich sind. Da nur weibliche Pflanzen rauchbare Cannabisblüten produzieren, kosten Dich männliche Samen letztendlich nur Zeit und Geld. Männliche Pflanzen müssen sofort ausrangiert werden, um zu verhindern, dass sie die weiblichen Pflanzen in ihrer Nähe befruchten, was zur Folge hat, dass sie keine Buds ausbilden. Aus diesem Grund sind reguläre Samen für Anfänger normalerweise nicht zu empfehlen.

WAS SIND FEMINISIERTE SAMEN?

Feminisierte Samen sind Cannabissamen, aus denen garantiert weibliche Cannabispflanzen wachsen. Die Pflanzung feminisierter Samen wird das Sprießen männlicher Pflanzen verhindern. Obwohl feminisierte Samen viel kostspieliger als reguläre Samen sein können, ersparen sie Dir auf lange Sicht viel Zeiteinsatz und Frustration, da männliche Pflanzen gänzlich vermieden werden.

WAS SPRICHT DAFÜR, SICH FÜR FEMINISIERTE SAMEN ZU ENTSCHEIDEN?

Mit der Aussaat feminisierter Samen ist die Keimung kein Rätselraten mehr. So gibst Du nicht nur kein Geld für nutzlose Samen aus, sondern verschwendest auch keine Zeit, weil keine männlichen Pflanzen entstehen, die dann wieder beseitigt werden müssen.

Anders als autoflowering Samen benötigen feminisierte Samen eine Veränderung im Lichtzyklus, um die Blüte einzuleiten. Weiterhin gibt es keinen Unterschied zwischen den weiblichen Pflanzen aus feminisierten Samen und jenen aus regulären Samen. Feminisierte Samen können sich genauso leicht wie reguläre Samen zu geeigneten Klon- oder Zuchtpflanzen entwickeln.

WAS SPRICHT DAFÜR, SICH FÜR FEMINISIERTE SAMEN ZU ENTSCHEIDEN?

Der Hauptnachteil feminisierter Samen ist ihr Preis. Du kannst damit rechnen, dass sie immer teurer als reguläre Samen sind. Aber angesichts der Tatsache, dass Du kein Geld für männliche Samen verschwendest, sind sie diese Mehrkosten am Ende sehr wohl wert.

Feminisierte Samen sind ideal für Anbauer, die nach einer konsistenten Anbauerfahrung suchen. Weibchen zu pflanzen, wird Dir die frustrierende Erfahrung ersparen, Zeit in die Keimung, Identifikation und Beseitigung männlicher Pflanzen zu investieren. Falls Du wenig Zeit – oder wenig Erfahrung – hast, können feminisierte Samen eine gute Wahl für Deinen Anbau sein.

Feminisierte Samen zu verwenden, ist außerdem ideal, falls Dir nur begrenzter Raum zur Verfügung steht. 10 reguläre Samen auszukeimen, um vielleicht 5 weibliche Pflanzen zu bekommen, ist Platzverschwendung. Falls Du feminisierte Samen verwendest, wird sich jeder von Dir ausgekeimte Samen zu einem gesunden Sinsemilla-Exemplar entwickeln.

WAS SIND AUTOFLOWERING SAMEN?

Autoflowering Samen bringen Cannabispflanzen hervor, die ohne eine Veränderung des Lichtplans in die Blütephase übergehen. Im Gegensatz dazu benötigen reguläre und feminisierte Samen spezifische Lichtzyklen, um die Blütephase einleiten zu können. Anders als diese Samen vollziehen Autoflowers diesen Übergang jedoch mühelos – und blitzschnell. Die meisten autoflowering Pflanzen brauchen vom Samen bis zur Ernte nur zirka 10 Wochen.

WAS SPRICHT DAFÜR, SICH FÜR AUTOFLOWERING SAMEN ZU ENTSCHEIDEN?

Autoflowering Samen bieten Erzeugern maximale Bequemlichkeit. Da sie von selbst blühen, entlasten diese Samen den Grower. Selbstblühende Pflanzen gehen nicht nur von selbst in die nächste Phase über, sondern reagieren auch weniger empfindlich auf eine mögliche Vernachlässigung oder Nachlässigkeit. Das heißt, dass autoflowering Pflanzen in puncto Einfachheit des Anbaus und Bequemlichkeit der richtige Weg sind.

Ebenso vorteilhaft kann die Tatsache sein, dass selbstblühende Samen kleine Pflanzen hervorbringen. Automatische Sorten werden typischerweise zwischen 30 und 60cm hoch, weshalb sie großartig für kleine und kompakte Räume sind. Dieser Größenvorteil bedeutet jedoch, dass diese Arten von Pflanzen in der Regel niedrigere Erträge als reguläre oder feminisierte Exemplare produzieren.

Autoflowering Samen gelten als resistenter gegen Schimmel, Schädlinge, Krankheiten, Frost und Temperatur- bzw. Luftfeuchtigkeitsschwankungen. Daher sind diese Pflanzen viel geeigneter für unerfahrene Grower oder Anbauer, die so wenig Zeit und Aufwand wie möglich in ihren Anbau stecken wollen (was zum Beispiel für Guerilla-Grower gilt).

Es wird viel darüber diskutiert, ob sich autoflowering Pflanzen gut für das Kappen und andere Trainingstechniken eignen. Das Hauptproblem mit stressreichen Trainingsmethoden wie dem Kappen ist darin zu sehen, dass die Pflanzen ausreichend Zeit benötigen, um sich nach der Behandlung wieder zu erholen. Was photoperiodische Sorten angeht, musst Du diese einfach nur eine oder zwei Wochen länger wachsen lassen. Diese zusätzliche Zeit steht Dir dagegen bei Autoflowers nicht zur Verfügung.

WAS SPRICHT DAFÜR, SICH FÜR AUTOFLOWERING SAMEN ZU ENTSCHEIDEN?

Der Hauptnachteil von autoflowering Sorten ist ihr im Vergleich zu regulären oder feminisierten Samen eher niedriger THC-Gehalt. Anbauer, die auf himmelhohe THC-Werte aus sind, müssen sich woanders umschauen. Allerdings enthalten mittlerweile sehr viele hochwertige automatische Exemplare 20%+ THC, was nicht zu verachten ist. Darüber hinaus sind autoflowering Sorten dafür bekannt, einen höheren CBD-Gehalt als andere Sorten zu entwickeln.

Wie bereits erwähnt, produzieren Selbstblüher aufgrund ihrer kleineren Statur einen niedrigeren Endertrag. Trotz dieses Nachteils eilen diese Pflanzen schneller – in manchen Fällen viel schneller – zur Ernte als ihre phoitoperiodischen Gegenstücke. Wenn man es zeitlich richtig anpackt, ermöglicht dies mehrere Ernten pro Jahr.

Wie feminisierte Samen sind autoflowering Samen teurer und manchmal schwerer zu finden als reguläre Samen. Für Anbauer, die von den zahlreichen Vorteilen der autoflowering Pflanzen profitieren wollen, sind die zusätzlichen Kosten jedoch gewiss zu verschmerzen. Du solltest autoflowering Samen in Betracht ziehen, wenn Du Dir während des Anbauprozesses Zeit und Ärger ersparen willst. Und falls Du denkst, dass Zeiteinschränkungen Dich von einer angemessenen Pflege Deiner Pflanzen abhalten könnten, sind autoflowering Samen ebenfalls genau richtig für Dich.

Wegen ihrer Bequemlichkeit sind automatische Sorten eine tolle Wahl für erstmalige Erzeuger. Selbstblühende Samen können zudem für Outdoor-Anbauten außerhalb der Saison nützlich sein, da Du den Anbau Deinem Terminkalender anpassen kannst.

FÜR WELCHE SAMEN SOLLTEST DU DICH ALSO ENTSCHEIDEN?

Welche Art von Samen Du letztendlich anbaust, hängt, wie gesehen, von einer Vielzahl von Faktoren ab. Deinem verfügbaren Anbau-Budget und dem Geldbetrag, den Du für Samen ausgeben willst, sollten Deine ersten Überlegungen gelten. Danach solltest Du Deine Erfahrungsstufe berücksichtigen und den Zeitaufwand bestimmen, den Du Deinem Anbau widmen kannst und willst. Zuletzt sollten Grower bei der Sortenauswahl auch die Größe ihres Anbauraums und die Bedingungen ihrer Anbauumgebung bedenken. Nach Abwägung dieser Kriterien solltest Du eigentlich in der Lage sein, eine gut informierte Entscheidung hinsichtlich der Art von Cannabissamen zu treffen, die Du pflanzen und anzubauen willst.

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