BIOLOGISCHES MARIHUANA. BEREITE DEINEN BODEN FÜR DIE ANBAUSAISON IM FREIEN VOR

Die Tage werden allmählich länger. Im Norden hat sich der Winter mittlerweile verabschiedet und im Süden treffen langsam die ersten Hitzewellen ein. Der Wandel steht vor der Tür. Der Frühling lässt grüßen und mit ihm die alljährliche Cannabisanbausaison im Freien.

Ein gesunder Nährboden ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Vorbereitung für die bevorstehende Cannabisanbausaison. Gut vorbereiteter und organischer Nährboden fördert ein gesundes Wurzelwachstum, begünstigt ein üppiges vegetatives Wachstum der Pflanzen und sorgt dafür, dass sie widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten werden. Die in Bio-Gärten gewonnen Ernten sind für gewöhnlich immer von überdurchschnittlicher Qualität. Das aus diesen Gärten gewonnene Endprodukt hat oft einen stärkeren Geruch, schmeckt besser und weist zudem eine üppigere Harzproduktion auf.

Wenn Du in gesundem und natürlichem Nährboden anbaust, wirst Du für gewöhnlich gesündere und widerstandsfähigere Pflanzen ziehen können, deren Blüten größer und besser als der Durchschnitt sind. Gärten mit "No-till"-Boden benötigen weniger Dünger, sind nicht so anfällig für Unkraut und lassen eine bessere Wasserzufuhr zu. Das Geheimnis hinter größeren Ernten mit außergewöhnliche Geschmack, ist der Anbau in nach der Vorbereitung unberührtem und organischem Nährboden. Ein geringerer Pflegeaufwand und ein besseres Endprodukt sprechen für sich.

DER GUTE ALTE MULCH

Der Mulch ist der Verfall, der neues Leben schafft. Zerkleinerte Blätter, Holzspäne (unbehandelt und möglichst aus Hartholz), Heu und Stroh, grüner Dünger und guter Kompost sind allesamt wunderbarer Mulch. Mulch macht den Anbau auch optisch ansprechender als reine Erde. Ja, auch das optische Erscheinungsbild ist zu beachten!

Kompost oder Mulch? Eigentlich egal. Trockener Mulch, wie beispielsweise Heu oder Stroh, können etwas schwierig in der Handhabung sein. Wenn das Heu oder Stroh aber bereits leicht kompostiert ist, einen Humusgeruch angenommen hat und eine leicht dunkle Verfärbung aufweist, ist es ideal als Mulch geeignet. Dann hat er direkt verfügbare Nährstoffe und wird auch keine Schnecken anziehen, da er nicht als Nahrung für sie infrage kommt. Kompost und sich zersetzende Stoffe werden an der Oberfläche zwar austrocknen, bleiben aber locker und luftig und sorgen somit dafür, dass der unten liegende Nährboden frisch und bröckelig bleibt.

In einem Bio-Garten hat sich die Mulchschicht des Herbstes im Winter zersetzt und der Boden ist nun reich an Nährstoffen und Mikroorganismen. Die dadurch entstehenden mikroskopischen Helfer, die den Nährboden zu einem lebenden Organismus umwandeln, sorgen dafür, dass die Pflanzen aus dem Boden die benötigten Nährstoffe und den benötigen Schutz ziehen können.

Mulch

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass der Mulch in einem unberührten Garten zahlreiche Funktionen eines gesunden Ökosystems annimmt:

  • Man spart Geld: Weniger Aufwand, Zeitersparnis durch den geringeren Aufwand, bessere Überlebenschancen für die Pflanzen, größere Ernteerträge - all das bedeutet weniger Ausgaben.
  • Verbesserte Wasseraufnahme des Nährbodens
  • Reduzierte Bodenerosion und -verdichtung
  • Besserer Bewahrung einer optimalen Bodentemperatur
  • Reduzierter Pestizidbedarf
  • Verringertes Unkraut- und Krankheitsaufkommen
  • Erhöhter Nährstoffgehalt des Bodens
  • Reduzierter Salzaufbau
  • Verbesserte Überlebenschancen und optimierte Wurzelbildung
  • Verbesserte Pflanzenvitalität und ein besseres anfängliches Wachstum
  • Reduziertes Schädlingsaufkommen
  • Geringere Wasserverschmutzung
EINIGE FRÜHLINGSSZENARIEN
  • A Du bist mit dem Anbau in Bio-No-till-Nährboden bewandert und verfügst bereits über einen gesunden Nährboden. Im letzten Jahr sind Deine Cannabispflanzen gut gedeiht, die Ernten waren hervorragend und Du hast keinerlei Dünger benötigt. Dein Übergangsanbau anderer Pflanzen ist bald erntefertig und kann dann als Dünger verwendet werden. Bald ist es an der Zeit, Deinen Nährboden mit einer 150mm dicken Mulchschicht zu überziehen. Im Herbst planst Du wieder genauso vorzugehen. Dann, wenn die Tage mindestens 12 Stunden lang sind und Wärme im Nährboden ist, kannst Du die jungen Cannabispflanzen umpflanzen.

    Einfach ein Loch in den Mulch graben, die Setzlinge dort drin platzieren und wieder mit Erde bedecken. Dabei sollte man vorsichtig sein, da der direkte Kontakt des Mulchs mit dem Stamm dazu führen kann, dass dieser anfängt zu faulen und die Pflanze killt. Also, ordentlich gießen und sicherstellen, dass die Mulchschicht im umliegenden Bereich der Stämme nur sehr dünn ist, in den anderen Regionen darf sie ruhig dicker sein. Ein Stück eines 40mm dicken Schlauchs oder die Öffnung einer Plastikflasche eignen sich gut, um die Stämme zu schützen. Mit diesem Hilfsmittel kann man die Mulchschicht bis in die Nähe der Stämme ausbreiten und braucht sich dabei keine Sorgen über direkten Kontakt und die damit einhergehende Fäule machen. Außerdem werden so Mäuse, Wühlmäuse und andere Nager davon abgehalten, an den Stämmen zu nagen.

  • B Du hast bereits Beete, aber der Boden ist nicht sonderlich gesund und muss noch etwas fester werden, bevor die vegetative Phase beginnen kann. Das lässt darauf schließen, dass Du im vergangenen Jahr mit Schädlingen oder Krankheiten der Pflanzen zu kämpfen hattest und auf Dünger zurückgreifen musstest. Dein Boden braucht also einen mikrobiologischen Booster. In diesem Fall sollte man daher den kompletten Garten mit 25mm Wurmkompost oder angenehm riechendem, altem Kompost bedecken. Alternativ kann man den Nährboden auch mit einem Luft-aktiven Kompost-Tee einweichen und anschließend mit einer 150mm dicken Schicht aus braunem Mulch oder Holzspänen abdecken. Wenn man dann eine Woche verstreichen lässt, ist der Nährboden bereit, bepflanzt zu werden. Das gleiche Vorgehen wiederholt man dann im Herbst und noch einmal im Frühling - und schon hat man einen gesunden und organischen Nährboden, der keinerlei Zusätze mehr benötigt.

  • C Du verfügst noch nicht über vorbereitete Beete, möchtest aber die Vorzüge des Bio-Cannabisanbaus genießen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, um ein gesundes Gartenbeet für die vorstehende Saison vorzubereiten. Lasagna-Beete, aufgebaute Beete, eingesunkene Beete für warme Klimaverhältnisse, Hügelbeete oder selbstgemachte Cannabisbeete aus Super-Nährboden – Es gibt viele Möglichkeiten. Aber unabhängig davon, für welche der Möglichkeiten Du Dich schlussendlich entscheidest, eine 150mm Mulchschicht solltest Du immer mit ins Programm aufnehmen, wenn Du vor hast, einen Nährboden zu erschaffen, der keine Zusätze benötigt.

INNENANBAU

Der Frühjahrsputz bringt grundsätzlich viele Vorteile mit sich. Die für Dein Cannabis schädlichen Dinge können sehr unscheinbar sein. Sporen, Samen, Eier und mikroskopische Kreaturen können sich in den kleinsten Ecken verstecken. Also besser jetzt etwas Zeit investieren, als später im Jahr mit einer üblen Überraschung kämpfen zu müssen. Schnapp' Dir die Putzhandschuhe und leg Hand an, auf geht's!

Spüle den Boden aus, reinige die Töpfe, nimm die Wassertanks und Pumpen auseinander, säubere die Ventilatoren und so weiter. Sei sehr gründlich dabei, denn Sauberkeit gewinnt. Auch Tropf- und Nebeldüsen sollten gereinigt oder ersetzt werden. Vielleicht ist es auch mal an der Zeit, Schläuche zu ersetzen. Hol den Staub von den Lampen und Vorschaltgeräten. Magnetfelder ziehen Staub an. Man kann bei der Säuberung des Anbauraums wirklich nicht gründlich genug sein. Das kann jeder bestätigen, der schon mal mit Schimmel, Blattläusen oder einer Algen-Infektion zu kämpfen hatte.