Anbauer suchen immer nach Wegen, den Nutzen jedes einzelnen Teils der Cannabispflanze zu maximieren. Dies schließt die Verwendung von Verschnitt für verschiedene Zwecke mit ein, was letztendlich beinhaltet, Cannabinoide für den Konsum zu extrahieren. Es gibt aber Teile der Cannabispflanze, die in eine Grauzone fallen. Sollten sie als Verschnitt oder als rauchbar angesehen werden? Dies sind die Zuckerblätter.

Du weißt vielleicht vom Namen her nicht, was sie sind, Du hast sie aber bestimmt an Deinen Cannabispflanzen gesehen! Manche Anbauer schneiden sie vollständig von den Knospen ab, andere aber werden sie einfach aus Gründen dran lassen, die Du bald verstehen wirst. Lass uns ein besseres Verständnis davon bekommen, was Zuckerblätter sind und wofür sie verwendet werden können.

WAS SIE SIND

Zuckerblätter sind kleine Blätter, die aus Deinen Buds wachsen. Sie sind nicht die großen Fächerblätter, die Du von den Zweigen der Pflanze ragen siehst. Diese können leicht unterschieden werden. Für Anfänger: Du wirst höchstwahrscheinlich in der Lage sein, die Stiele Deiner Fächerblätter ausfindig zu machen. Zuckerblätter hingegen sind versteckter, nur ihre Spitzen zeigen sich. Der Name "Zuckerblätter" kommt von der weißen Schicht von köstlichen Trichomen, die sie am Ende der Blütephase haben werden. Obwohl Fächerblätter auch Trichome haben, sind sie viel weniger konzentriert und demnach weniger potent. Wenn man Esswaren macht, können Fächerblätter jedoch trotzdem genutzt werden.

Unterschiedliche Sorten werden unterschiedliche Mengen von Zuckerblättern mit unterschiedlichen Mengen von Trichomen haben. Und diese Merkmale bedingen sich nicht gegenseitig. Weder bedeutet mehr Zuckerblätter zu haben mehr Trichome, noch werden harzige Blüten automatisch mehr Zuckerblätter zeigen. Ihre Größe wird ebenfalls sehr variieren. Manchmal werden sie die Knospe bedecken, während sie sonst kaum aus der Blüte herausragen. Dies wird auch davon beeinflusst, wie sich ihre Größe zu der der Knospe verhält.

Andererseits scheint es da eine Beziehung zwischen der Anzahl der Blätter und der Größe der Buds zu geben. Wenn die Buds größer sind, neigen sie dazu, weniger Zuckerblätter zu enthalten. Wenn die Buds jedoch kleiner sind, werden sie mehr Zuckerblätter aufweisen. Warum dies passiert, ist noch immer ein Rätsel, aber Anbauer haben von einem erkennbaren Trend berichtet.

Zuckerblatt gegen Fan Leaf

SIND SIE RAUCHBAR?

Leider gibt es auf diese Frage keine definitive Antwort. Es liegt an Dir als Erzeuger, eine Entscheidung zu treffen. Manche Grower werden sich entscheiden, sie für das zusätzliche Gewicht dran zu lassen. Bei gewissen Sorten werden die Zuckerblätter die Buds aufgrund der Fülle von Trichomen auf ihnen visuell ansprechender machen. Sie werden zudem dabei helfen, den Trocknungsprozess natürlicher vonstattengehen zu lassen.

Andererseits werden Zuckerblätter durchaus einen herberen Rauch ergeben. Wenn Du nur sie rauchst, wird der Joint oder Kopf, den Du befüllst, weder gut schmecken, noch wird er mild für Deinen Hals sein. Obwohl sie THC enthalten, ist es auf Zuckerblättern weniger konzentriert als in den Blüten und sie enthalten einen Überschuss von Chlorophyll und anderen Spurenelementen, die zu einem pflanzenartigen Geschmack beitragen. Außerdem wirst Du ein größeres Gewicht als normalerweise zermahlen müssen, um mit Zuckerblättern dasselbe High zu spüren. Falls Du Dich entscheidest, sie zu rauchen, lässt Du die Blätter am besten an den Knospen und zermahlst sie zusammen mit den Blüten. Auf diese Weise wird es Deine Rauchmenge erhöhen, ohne zu viel von einem unangenehmen Effekt auf die Erfahrung zu haben.

WAS KANN MAN MIT ZUCKERBLÄTTERN MACHEN?

Die Entscheidung, die Zuckerblätter zu rauchen, ist wahrscheinlich auch von der vorhandenen Menge abhängig. Falls sie nach dem Aushärten nur begrenzt vorhanden sind, lässt Du sie vielleicht auch einfach dran. Dann sind sie die Arbeit der weiteren Beschneidung auch nicht wert. Aber für den Fall, dass mehr Punkte gegen als für das Rauchen der Zuckerblätter sprechen, steht im Folgenden, was Du tun kannst.

Zuckerblättern und Blüten

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Obwohl die Zuckerblätter selbst nicht allzu stark sind, ermöglichen sie ein potentes High, falls ihre Trichome extrahiert und verdichtet werden.

Dieser fundamentale Extrakt zum Kochen kann nahezu jedem Rezept hinzugefügt werden, das man sich vorstellen kann, von Kuchen und Keksen bis zu Salatdressings und Pastagerichten. Hier steht, wie man die Butter zubereitet:

ZUTATEN

· 28g getrimmte Zuckerblätter
· 250g gesalzene Butter
· 300ml Leitungswasser (füge jede Stunde, die die Mischung siedet, 50ml hinzu)

AUSRÜSTUNG

· Küchenmesser (oder ein Mixer)
· Seihtuch
· Aufbewahrungsbehälter
· Messbecher

ANLEITUNG

SCHRITT 1

Bevor wir mit dem Schmelzen und Mixen anfangen, müssen wir die Zuckerblätter aktivieren. Sie weisen bereits einen hohen Gehalt der Cannabinoidsäure THCA auf. Aber wir müssen dafür sorgen, dass diese zu THC umgewandelt wird, um eine psychoaktive Wirkung zu gewährleisten. Dies kann durch Hitzeanwendung herbeigeführt werden – ein Prozess, der sich Decarboxylierung nennt.

Fange an, indem Du die getrockneten Zuckerblätter auf ein Schneidebrett legst. Schneide sie so klein wie möglich oder werfe sie einfach alle für eine gewisse Zeit in den Mixer.

Sind sie erstmal verarbeitet, breitest Du sie auf einem Backblech aus und heizt den Backofen auf 100°C vor; schiebe sie für 40 Minuten in den Ofen.

SCHRITT 2

Schmelze Butter in einem Topf, füge Wasser hinzu und mische alles ordentlich. Füge das Pflanzenmaterial hinzu und stelle auf geringe Hitze um. Lass die Mischung insgesamt acht Stunden sieden. Vergiss nicht, jede Stunde 50ml hinzuzufügen.

Überprüfe die Mixtur regelmäßig, um sicherzugehen, dass die Mixtur nicht zu stark köchelt, und rühre sie ab und zu um.

SCHRITT 3

Als Nächstes musst Du die Mischung abfiltern. Fixiere das Tuch zum Abseihen mit einer Schnur oder einem Gummibändchen am Messbecher und seihe die Mixtur ab. Nun solltest Du eine grüne Flüssigkeit erhalten.

Fülle sie in verschiedene Behälter – Einmachgläser funktionieren wunderbar – und platziere sie im Kühlschrank. Die Cannabutter wird fest werden und eine wunderschöne hellgrüne Farbe annehmen. Nun kannst Du alle möglichen psychoaktiven Gerichte kochen.

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NUTZE DEINE ZUCKERBLÄTTER ZUR HERSTELLUNG VON KIEF

Kief ist ein Nebenprodukt beim Sieben von Cannabisblüten und Trimmresten. In diesem Fall verwendet man Siebe, um die Trichome von den Zuckerblättern zu trennen. Diese pilzförmigen Drüsen produzieren Cannabinoide wie THC und CBD. Je besser Du sie trennen kannst, desto stärker wird das High.

Du kannst Grinder mit 3 Kammern nutzen, um Kief herzustellen. Dies ist die einfachste Methode, obwohl sie ein wenig arbeitsintensiv ist. Befülle Deinen Grinder mit getrockneten Zuckerblättern und fange an, sie zu zerkleinern. Zuerst werden die Trichome zusammen mit den zerkleinerten Blättern durch die Löcher fallen, bevor sie durch ein Sieb vom restlichen Pflanzenmaterial getrennt werden und in die unterste Kammer gelangen.

Ein einfacherer Weg, um mehr Zuckerblätter auf einmal zu verarbeiten, ist eine Pollenbox. Dieses einfache Gerät ist eine Holzbox mit einem großmaschigen Sieb und einem Auffangbehälter. Platziere die getrockneten Zuckerblätter darin und fange an, zu schütteln. Du musst mindestens 10 Minuten schütteln, um vernünftige Ergebnisse zu erzielen.

Wenn Du erstmal genug Kief hast, ist Deine Kreativität gefragt. Du kannst damit die Außenseite Deiner Joints beschichten – und Öl oder Wachs als Klebstoff verwenden – oder es für eine höhere Potenz in Blunts und Köpfe streuen.

Wenn Du Dein Kief für später aufsparen willst, kannst Du eine Pollenpresse verwenden, um daraus eine Haschmünze zu machen.

MACH DIR FRISCHEN ZUCKERBLÄTTERTEE

Wer liebt nicht eine die Seele nährende Tasse Tee? Du kannst Deine Zuckerblätter verwenden, um Deinem Gebräu eine psychoaktive Note zu verleihen.

Verwende ca. ein Gramm der decarboxylierten Zuckerblätter mit Hilfe eines Teefilters mit Metallsieb und füge ihn Deinem Tee hinzu. Gib einen Teelöffel Butter dazu (das Fett bindet die Cannabinoide). Gieße kochendes Wasser über die Blätter und die Butter, verrühre alles und lass den Tee ziehen. Sobald er kühl genug zum Trinken ist, kannst Du Dein wohliges Getränk genießen. Wenn Du gut vorbereitet bist, kannst Du alternativ auch gleich ein Stückchen Cannabutter verwenden, um denselben Effekt unmittelbar zu erreichen.

THERAPEUTISCHE ANWENDUNGEN

Falls Du planst die Zuckerblätter für gesündere Zwecke zu nutzen, kannst Du sie auch zu einer Art Superfood machen. Wir empfehlen, dies zu tun, indem Du eine Zuckerblättertinktur herstellst und sie dann in einen Smoothie mit gesunden Früchten und Gemüse gibst. Experimentiere mit verschiedenen Dosierungen, um Deine Aufnahme von Cannabinoiden zu optimieren.

Eine Tinktur herzustellen ist sehr einfach. Der erste Schritt ist Dein Cannabis zu decarboxylieren, dann lässt Du Deine Blätter für wenigstens einen Monat 90%igen Alkohol aufsaugen. Danach öffnest Du das Glas für eine Woche oder so. Dies wird ermöglichen, dass der Alkohol verdampft und die Tinktur sich weiter konzentriert. Und das ist so ziemlich alles. Wenn Du mehr über den Prozess erfahren willst, haben wir auch hierzu einen tollen Artikel, um Dir zu helfen. Er wird Dich mit einer ausführlicheren Erklärung versorgen, wie Du die Herstellung Deiner eigenen Tinktur angehst.

Und da hast Du es. Wir hoffen, dass Du jetzt genügend Informationen hast, um zu entscheiden, was Du nach Deiner nächsten Ernte mit den Zuckerblättern anstellst. Viel Glück dabei!

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