Obwohl es für viele wirklich lästig ist, müssen die meisten Cannabiskonsumenten hin und wieder mal eine kleine Abstinenzphase einlegen. Die Gründe für so eine mehrwöchige Pause können vielseitig sein; ein Job, eine Schwangerschaft, rechtliche Angelegenheiten oder die gute alte Pause zur Toleranzbildung. Wenn Du jemals eine solche Pause eingelegt hast, wird Dir vermutlich nach ein bis zwei Tagen des Cannabisverzichts eine besondere Nebenwirkung aufgefallen sein - verrückte Träume!

Viele Cannabiskonsumenten berichten, dass ihre Träume luzider sind und häufiger auftreten, wenn sie kein Gras konsumieren. Eine Studie aus dem Jahr 2008 kam zu dem Schluss, dass regelmäßiger Cannabiskonsum zu einer Minderung der REM Schlafphasen führt - dies sind die Schlafphasen, in denen man träumt. In der Studie wurde erläutert, dass bei den Probanden, denen 15mg THC und eine THC/CBD Mixtur verabreicht wurde, eine Verringerung der Dauer der REM Phasen zu verzeichnen war. In der Studie wurden allerdings nicht die Auswirkungen eines Cannabisverzichts untersucht. Es wird vermutet, dass ein solcher Verzicht zu einem sogenannten „REM Rebound“ führt.

DIE VERSCHIEDENEN SCHLAFPHASEN

Wenn wir schlafen, durchlaufen unsere Gehirne 5 verschiedene Schlafphasen. Die längsten Phasen sind die Tiefschlafphase und der REM Schlaf. Die erste Phase ist der leichte Schlaf. In dieser Phase gleiten wir hin und her zwischen dem Schlafen und dem wach sein, in dieser Phase kann uns jede Kleinigkeit aufwecken. Während dieser ersten Phase kann man plötzliche Muskelzuckungen oder das Gefühl zu fallen verspüren.

Wenn wir in die zweite Phase übergegangen sind, verringern sich die elektrischen Impulse in unseren Gehirnen. Während der dritten Phase tauchen die sogenannten „Delta Hirnwellen“ mit größerer Häufigkeit auf. Delta Hirnwellen sind Hirnwellen mit einer hohen Frequenz, sie entstehen im Thalamus oder Kortex und stehen mit dem Tiefschlaf in Verbindung. In der vierten Schlafphase erzeugt das Gehirn ausschließlich Delta Hirnwellen, in dieser Phase gibt es auch keine Muskelaktivität oder Augenbewegungen mehr.

Schlaf REM Phase Träume Cannabis

Sobald wir in die REM Schlafphase übergehen, beginnen wir zu träumen. Unsere Atmung wird unregelmäßig, der Herzschlag erhöht sich, unsere Augen bewegen sich hastig in alle Richtungen und die Muskeln werden temporär gelähmt. Man kann die REM Phase mehrmals pro Nacht durchlaufen, das ist abhängig von der insgesamten Dauer des Schlafes.

Ein vollkommener Schlafzyklus dauert in der Regel 100 Minuten, die erste REM Phase tritt dabei in der Regel 70-90 Minuten nach dem anfänglichen Einschlafen auf. Zum Anfang unserer nächtlichen Schlafzyklen dauert die REM Phase ungefähr 10-20 Minuten an, die Phasen werden aber länger, wenn man länger schläft.

IST ES GESUND NICHT ZU TRÄUMEN?

Abgesehen von der Tatsache, dass der REM Schlaf restaurativ wirkt und mit der Erinnerungsbildung in Verbindung gebracht wurde, gibt es auch einige Vorteile, die man beim auslassen dieser Schlafphase erfahren kann. Der wohl größte dieser Vorteile, ist das geringere Aufkommen von Albträumen - besonders für Patienten mit posttraumatischen Belastungsstörungen ist das wünschenswert. Albträume, oder nächtliche Angstzustände, sind oftmals der Grund dafür, dass viele Menschen keinen erholsamen Schlaf erfahren können. Dies kann sich schlussendlich auch auf die Verhaltensweisen im Alltag auswirken; Stimmungsschwankungen, eine schlechte Konzentrationsfähigkeit, geringes sexuelles Verlangen, Gewichtszunahme und Störungen des Immunsystems sind einige der möglichen Auswirkungen.

Die traummindernden Wirkungen von Gras sind besonders für diejenigen, die unter Albträumen oder Schlaflosigkeit leiden, ein Segen. Studien haben zudem gezeigt, dass weniger REM Schlafphasen, abgesehen von einer gesteigerten Problematik Informationen im Gedächtnis zu behalten, so gut wie keine Auswirkungen auf unsere Verhaltensweisen im Wachzustand haben, und auch die allgemeine Gesundheit scheint nicht darunter zu leiden.

Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, dass Cannabis überhaupt keine komischen Auswirkungen auf unsere Träume hat. Studien weisen zwar auf eine Korrelation hin, es wurde aber noch nicht genug geforscht, um zu wirklich klaren Schlüssen kommen zu können. Durch meine persönliche Erfahrung bestätigt sich, dass man nach dem Grasverzicht wieder intensiver träumt, ich habe aber auch bei regelmäßigem Graskonsum schon verrückte Träume gehabt. Wie dem aber auch sei - was außer Frage seht, ist, dass wir auf jeden Fall weiter erforschen sollten, wie genau Gras sich auf die unterbewussten Bereiche unseres Verstandes auswirkt.

 

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