Der Anbau von Cannabis in Innenräumen bietet viele Vorteile. Du erhältst die vollständige Kontrolle über die Umgebung der Pflanze. Er ist diskret und auch Cannabisliebhaber ohne einen Garten im Freien haben die Chance, eine Verbindung zu dieser wunderbaren Pflanze aufzubauen.

Unglücklicherweise gibt es einen großen Nachteil am Indoor-Anbau: nämlich die Kosten. Allerdings ist es nicht unbedingt ein Problem, wenn Du gut informiert und auf die besagten Kosten vorbereitet bist. Lies weiter, um eine detaillierte Zusammenfassung dessen zu erhalten, was Du für den Anbau in Innenräumen ausgeben musst. Wir zeigen Dir ebenfalls, wie Du die Kosten minimieren kannst und das meiste für Dein Geld bekommst.

Die durchschnittlichen Kosten eines Growrooms

Um eine ordentliche Indoor-Anbaufläche aufzubauen, brauchst Du eine Beleuchtung, eine Belüftung und ein Growzelt. Genau hier fallen die größten Kosten an. Allerdings werden die besten dieser Produkte mit der Zeit für eine deutliche Geldersparnis sorgen.

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Die Lampen Für Den Anbau

Die richtigen Lampen sind das Herzstück Deines Anbauraumes. Sie werden den größten Einfluss auf das Wachstum Deiner Pflanzen sowie auf die Größe und die Qualität Deiner Ernte haben. Die 3 üblichsten Lampen unter Cannabisanbauern sind:

Leuchtstofflampen:

  • Billig und nahezu überall erhältlich
  • Großartige Wahl für Hobbygärtner, die nur wenig Platz haben
  • Produzieren geringere Erträge als HIDs oder LEDs

Gasentladungslampen (HID):

  • Höherer Ertrag als bei Leuchtstofflampen
  • Nur 25–30% der Energie wird als Licht abgegeben. Der Rest wird in Form von Hitze freigesetzt (zusätzliches Belüftungssystem und Ventilatoren sind notwendig)

Leuchtdioden (LED):

  • Die energieeffizientesten Lampen auf dem Markt
  • Hohe Lebensdauer
  • Produzieren nicht annähernd so viel Hitze wie HID-Lampen
  • Teuerste Option

Um die bestmögliche Ernte zu produzieren, empfehlen wir Dir, Deine Pflanzen mit mindestens 400–600 Watt an Licht pro m² zu versorgen. Wenn Du also ein 2m² Zelt einrichten willst, benötigst Du mindestens 800W Lampen. In Abhängigkeit von der Qualität und dem Model, kostet Dich das ganze 80–170€. Einige Optionen sind die klassische 1000W HPS Lampe und die HELESIN 1000W LED Anbaubeleuchtung.

Die durchschnittlichen Kosten eines Growrooms

Die Belüftung (Entlüftung, Filter und Ventilatoren)

Eine ordentliche Luftzirkulation ist essenziell für den Cannabisanbau. Ohne Lüfter und/oder Entlüfter, um die Luft rein, raus und in Deinem Zelt zu bewegen, stagniert die Luft um die Pflanzen. Dadurch steigt die Temperatur und die Feuchtigkeit, während gleichzeitig ein Nährboden für Schädlinge entsteht. Unabhängig von der Größe der Anbaueinrichtung empfehlen wir eine Form von Belüftung, damit die Luft im Indoor-Garten nicht stagniert.

Lüfter sind relativ günstig. Dieser montierbare 40cm-Lüfter eignet sich perfekt für ein kleines Growzelt und kostet z. B. weniger als 40€. Lüfter und Entlüfter zum Einbauen sind wiederum ein wenig teurer. Einige andere Optionen für kleine Anbauvorhaben und Growzelte sind der Calimaero 100mm Einbaulüfter und der Hon&Guan 125mm Einbaulüfter.

Das Growzelt

Growzelte sind ein erschwinglicher Weg, um das perfekte Mikroklima für Deine Pflanzen zu kreieren, ohne einen gesamten Raum umbauen zu müssen. Glücklicherweise sind sie in zahlreichen Größen und Preiskategorien zu finden.

Die Wahl der Zeltgröße liegt natürlich bei Dir. Allerdings entscheiden sich die meisten Grower für Zelte mit einer Größe von 1–3m². Das ist offensichtlich davon abhängig, wie viel Platz ihnen zur Verfügung steht und wie viele Pflanzen sie anbauen wollen. Einige gute Optionen wären das Costway Growzelt, die Secret Jardin 120x120cm Growbox, das RoyalRoom 150x150x200cm Growzelt und das Secret Jardin 240x120cm.

Wenn Du wirklich auf den Preis achten willst, solltest Du in Betracht ziehen, Dein eigenes Growzelt zu bauen. Schau Dir diesen Artikel an, um einen Leitfaden für den Bau Deines eigenen DIY-Growzelts in 3 Schritten zu erhalten.

Die Raumeinrichtung

Wenn Du den Platz und das Budget hast, möchtest Du Deinen Pflanzen vielleicht einen gesamten Raum widmen und diesen dementsprechend einrichten. So musst Du Dich nicht nur auf ein Zelt beschränken. Wenn das der Fall ist, gestaltet sich die Kalkulation der Kosten etwas komplizierter. Die Kosten sind nämlich abhängig von der Menge der benötigten Materialien und vom regionalen Preis der Materialien.

Zunächst einmal solltest Du ein reflektierendes Material an die Wände des Raumes hängen, damit die Beleuchtung der Pflanzen effizienter abläuft. Weiße Farbe erfüllt diesen Job zwar schon ganz gut, aber spezielle Anbaufolien und Mylar reflektieren deutlich stärker.

In Bezug auf die Luftzirkulation werden für die Belüftung eines großen Raumes große Be- und Entlüftersysteme sowie Ventilatoren notwendig sein. Die Einrichtung dieser Systeme beinhaltet längere Rohre und die Hilfe von Profis. Dafür motiviert Dich ein größerer Raum dazu, mehr Pflanzen gleichzeitig anzubauen. Das bedeutet, dass Du es mit einem größeren Blätterdach zu tun bekommst, das mehr Licht benötigt.

Weitere Kosten

Neben den Lampen, Be- und Entlüftern und Zelten wirst Du auch noch in einige kleinere, günstigere Aurüstungsgegenstände investieren müssen, um Dein eigenes Weed zuhause anzubauen. Das beinhaltet beispielsweise Töpfe, Materialien zur Herstellung Deiner eigenen Erde und natürlich die Cannabissamen. Du wirst außerdem bedenken müssen, welche Nährstoffe Du kaufst. Außerdem solltest Du eventuell in eine Thermometer/Hygrometer-Kombination investieren. Einige Schneideutensilien und eine RQS Trimmschere können auch nicht schaden.

Weitere Kosten

Die durchschnittlichen Kosten eines Indoor-Grow-Rooms/-Zeltes

Im Folgenden stehen die Kosten für den Bau eines kleinen Growzeltes, das für nahezu jeden Hobby-Anbauer reicht, der die oben genannte Ausrüstung verwendet. Das Einzige, was wir ausgelassen haben, sind die Kosten für die Erde/Nährstoffe und die Raumeinrichtung (falls Du doch lieber in einem Raum statt in einem Zelt anbauen willst), welche stark variieren können.

GESAMTE AUSRÜSTUNGSKOSTEN: 456€

Behalte im Hinterkopf, dass es möglich ist, einen Growraum für viel weniger Geld (insbesondere, wenn Du Dich für den Bau eines eigenen DIY-Zelts entscheidest) oder viel mehr Geld einzurichten, als wir oben angegeben haben. Diese Angaben sind nur ein Mittelwert für ein mittelgroßes Zelt, das für Anfänger, Fortgeschrittene und Erfahrene geeignet ist.

Wie man die laufenden Kosten des Anbauraumes kalkuliert

Neben den offensichtlichen Ausgaben für die Anschaffung der Ausrüstung musst Du ebenfalls die laufenden Kosten für den Betrieb Deines Grow-Rooms vom Samen bis zur Ernte miteinbeziehen. Die unten genannten Formeln können Dir einen soliden Überblick verschaffen, damit Du eine grobe Vorstellung von den Kosten des Betriebs Deines Growzeltes bekommst.

Um die Stromkosten Deiner Growanlage zu kalkulieren, benötigst Du folgendes Wissen:

  • Die Wattzahlen Deiner Ausrüstung
  • Die Betriebszeit jedes Teils pro Tag
  • Die Stromkosten in Deiner Region

Die Formeln, die wir im Folgenden verwenden, beziehen sich auf ein Zelt mit einer Größe von 1–2m² mit einer 1000W Lampe, einem 60W Entlüfter und einem kleinen 30W Wandlüfter. Obwohl der oben genannte Lüfter nur 33W stark ist, sind 60W Lüfter deutlich üblicher, insbesondere, wenn Du alles möglichst diskret halten willst. Tatsächlich wird in den meisten Groweinrichtungen ein Kohlenstofffilter eingesetzt, um den Geruch Deiner Pflanzen noch weiter zu reduzieren. Der Wachstumszyklus, von dem wir hier ausgehen, besteht aus 4 Wochen Vegetationsphase und 8 Wochen Blütephase. Der angenommene Strompreis beträgt 0,2€/kWh (der durchschnittliche Preis in Europa laut des Strom Report 2019).

Wie man die laufenden Kosten des Anbauraumes kalkuliert

Die Berechnung der laufenden Kosten für den Betrieb Deiner Lampen

Die laufenden Kosten für den Betrieb Deiner Lampen sind natürlich von der Wattzahl der verwendeten Lampen abhängig. Typischerweise liefern Anbauer ihren Pflanzen 50–80W Licht pro ft² Blätterdach (oder 500–800W/m²). Allerdings gibt es auch Leute, die diesen Wert ein wenig anheben, um einen größeren Ertrag zu erhalten.

Im Mittel bestrahlt der Grower seine Pflanzen in einer 4-wöchigen vegetativen Phase mit einem 18/6-Lichtzyklus und 12/12 in einer 7–9-wöchigen Blütephase. Denk dran, dass der Blütezeitpunkt von Sorte zu Sorte dramatisch variieren kann.

Um die Kosten für den Betrieb Deiner Lampen zu berechnen, fängst Du mit der Nummer an Kilowattstunden an, die Du benötigst. Diese berechnest Du mit folgender Formel:

Anzahl an Stunden, in denen die Lampe angeschaltet ist ×
(Watt/1000) = Kilowattstunden (kWh)

Danach multiplizierst Du diese Zahl mit dem Strompreis in Deiner Region.

Wenn wir 1000W an Licht 18 Stunden pro Tag über 4 Wochen für die Wachstumsphase verwenden (ca. 540 Stunden) und dann 12 Stunden pro Tag über 8 Wochen während der Blütephase (ungefähr 720 Stunden), würde unsere Formel wie folgt aussehen:

1260 Stunden insgesamt (Wachstums- + Blütephase) × (1000W / 1000) = 1260kWh.

Bei 20ct pro Kilowattstunde liegt der gesamte Preis für den Betrieb einer 1000W Lampe über eine 4-wöchige Vegetationsphase und eine 8-wöchige Blütephase bei 252€ (1260 x 0,20).

Die Berechnung der Kosten für den Lüftergebrauch

Lüfter sind der beste Weg, um die Temperatur und Feuchtigkeit in einem kleinen Raum unter Kontrolle zu haben. Wenn Du es mit einem größeren Raum zu tun hast, musst Du vielleicht in mehrere Lüfter, eine Klimaanlage und Feuchtigkeitsspender investieren.

Sowohl die Einbaulüfter als auch die Lüfter im Raum werden 24 Stunden pro Tag laufen und das vom Beginn des Anbauprojekts an bis zur Ernte (in diesem Fall 12 Wochen). Um die laufenden Kosten zu ermitteln, verwenden wir dieselbe Formel wie schon zuvor, als wir die laufenden Kosten für die Lampen errechnet haben.

Für unseren 60W Einbaulüfter sieht die Formel folgendermaßen aus:

2160 Stunden angeschaltet (24 Stunden am Tag über 90 Tage) x (60/1000) = 279,94kWh

Für unseren 30W Wandlüfter lautet die Formel:

2160 x (30/1000) = 64,8kWh

Die gesamten laufenden Kosten für das Lüftersystem in unserem Beispiel (0,20€ pro kWh für 24 Stunden über einen 12-wöchigen Anbau) belaufen sich auf 68,95€ (344,74 x 0,2).

Die Berechnung der Kosten für den Lüftergebrauch

Die durchschnittlichen Kosten für den Betrieb eines Growzelts in Spanien

Die laufenden Kosten für ein wie oben beschriebenes Zelt in Spanien (mit einem durchschnittlichen Strompreis von 0,2403€ pro kWh) liegen bei:

  • 1000W LED Lampen: 302,40€ (1260kWh x 0,2403€)
  • 60W Lüfter: 32€ (129,6kWh x 0,2403€)
  • 30W Ventilator: 15€ (64,8kWh x 0,2403€)

GESAMTE LAUFENDE KOSTEN: 349,40€

Die durchschnittlichen Kosten für den Betrieb eines Growzelts in Deutschland

Die laufenden Kosten für ein wie oben beschriebenes Zelt in Deutschland, wo der Strompreis bei 0,3088€ liegt (der teuerste in ganz Europa), ergeben sich wie folgt:

  • 1000W LED Lampen: 389,09€ (1260kWh x 0,3088€)
  • 60W Lüfter: 40€ (129,6kWh x 0,3088€)
  • 30W Ventilator: 20€ (64,8kWh x 0,3088€)

GESAMTE LAUFENDE KOSTEN: 449,09€

Hinweis: Diese Kosten wurden anhand der durchschnittlichen Strompreise in Spanien laut dem 2019 Strom Report und einer durchschnittlich 4-wöchigen Vegetationsphase und einer 8-wöchigen Blütephase errechnet. Der wirkliche Preis für den Betrieb eines Growraumes in Deiner Region kann stark vom jeweiligen Strompreis in Deinem Wohnort und der Länge der Wachstums- und Blütephase abhängen.

Wie man den Energieverbrauch senkt

Wie wir bereits gesehen haben, verbraucht der Anbau von Cannabis in Innenräumen eine ordentliche Menge an Energie. Zum Glück kannst Du den ökologischen Fußabdruck des eigenen Growprojekts verbessern und die laufenden Kosten reduzieren, indem Du den Energieverbrauch so gut es geht minimierst.

Hier sind nur einige Möglichkeiten, die Dir zur Verfügung stehen, um beim Weedanbau Energie zu sparen:

  • Umrüstung auf Solarenergie: Obwohl die Einrichtung von Solarpanels teuer sein kann, sind sie eine großartige Investition für ernsthafte Grower, die pro Jahr mehrere Ernten produzieren und es mit dem Energie sparen ernst meinen.
  • Verwende eine Kombination aus natürlichem und künstlichem Licht: Die Lampen, die Du für den Anbau verwendest, sind der größte Energiefresser in Deinem Growprojekt. Wenn Du die Möglichkeit hast, in Deiner Region direktes Sonnenlicht (durch ein großes Fenster, einen Garten im Freien, einen Balkon oder eine Terrasse) zu nutzen, solltest Du in Erwägung ziehen, Deine Pflanzen mit Hilfe des Sonnenlichts großzuziehen und die Lampen als Backup oder Ergänzung zu nutzen.
  • Verwende passive Lüfter: Wenn Du ein kleines Growzelt betreibst, brauchst Du eventuell keinen Einbaulüfter, der die Luft ins Zelt bläst. Das einfache Freilassen einer Lüfteröffnung und die Verwendung des Ventilators am Boden oder an der Wand kann ausreichen, um Dein Zelt ausreichend zu belüften.
Wie man den Energieverbrauch senkt

Wie man die Kosten für den Anbau von Gras zu Hause verringert

Hier stehen einige Optionen zur Reduzierung der Kosten Deines Weedprojekts:

  • Reduziere Deinen Energieverbrauch: Verwende die oben genannten Methoden zur Reduzierung des Energieverbrauchs. Dies ist eine der besten Möglichkeiten, um die Kosten gering zu halten.
  • Nutze immer einen natürlichen Luftzug und natürliches Licht, wenn es möglich ist: Du solltest Dich schließlich nicht nur auf die Maschinen verlassen! Ziehe einen Vorteil aus jedem natürlichen Luftzug und jeder natürlichen Lichtquelle, die Dir zur Verfügung stehen.
  • Recycle Deine Erde: Hochqualitative Erde kann sehr teuer sein. Deshalb solltest Du Deine alte Cannabiserde lieber recyclen, statt immer wieder neue Erde zu kaufen!
  • Verringere Deinen Wasserverbrauch: Cannabis ist eine sehr durstige Pflanze. Anstatt Leitungswasser könntest Du auch Regenwasser oder Kondenswasser aus Klimaanlagen sammeln und verwenden, um Deinen Wasserverbrauch zu senken. Du kannst Deine Erde außerdem mit Perlit und Vermiculit anreichern. Dadurch kann die Kapazität zur Wasserspeicherung erhöht werden. Das bedeutet, dass Du Deine Pflanzen weniger häufig gießen musst. Letztlich kannst Du auch das Wasser aus Deinem hydroponischen Projekt recyclen, um die Wasserrechnung zu reduzieren.
  • Stelle Deine eigene organische Erde sowie eigenen Pestizide/Herbizide und Dünger her: Die Verwendung von Komposttees, Wurmdünger und natürlichen Pestiziden (wie Salz oder Eukalyptusspray) ist ein nachhaltiger Weg für den Cannabisanbau, der nicht nur bei der Minimierung Deines ökologischen Fußabdrucks sondern auch bei der Reduzierung der Kosten hilft.

Fazit

Der Aufbau und Betrieb eines Growraumes bringt logischerweise einige Kosten mit sich. Behalte im Hinterkopf, dass der Anbau von eigenem Weed im Eigenheim eine Investition ist, die sich jedesmal auszahlt, sobald Du Deine Buds erntest. Anstatt immer wieder den Weg zum Coffeeshop oder zum Dealer des Vertrauens zu gehen, hast Du riesige Mengen an Blüten direkt vor der eigenen Nase.

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