Ganz unabhängig davon, ob Du Deine Cannabispflanzen im Innenbereich oder im Freien anbaust; ein Befall von Schädlingen ist leider immer möglich.

Einer dieser Schädlinge ist die Cochenilleschildlaus. Cochenillen sind besonders schädlich und haben großen Appetit auf den Saft, der im Inneren der Cannabispflanzen ist. Diesen brauchen Deine Pflanzen aber zum Überleben und um gesunde/hohe Erträge zu erzeugen.

WAS IST EINE COCHENILLESCHILDLAUS?

Cochenilleschildläuse sind Insekten, die sich bei hohen Temperaturen und einer geringen Luftfeuchtigkeit wohlfühlen. Weibliche Cochenillen sind weich und unförmig, mit einem weißen Überzug und wachsen ungefähr zu der Größe eines Streichholzkopfes heran.

Wenn sich ein Weibchen einmal an einer Pflanze festgesaugt hat, fallen ihre Beine ab. Das hindert sie dann folglich daran, die Pflanze wieder zu verlassen. Die Männchen sind mit Flügeln ausgestattet und dadurch mobiler.

Cochenillen können sich extremst schnell vermehren, also keine guten Neuigkeiten für diejenigen, die welche in ihrem Cannabisgarten entdeckt haben. Bei optimalen Bedingungen können Weibchen bis zu 2.000 Nachkömmlinge hervorbringen. Diese Schädlinge gedeihen in trockenen und warmen Bedingungen, ihre Populationen können sich dann unter Umständen alle fünf Tage verdoppeln.

Cochineal pest

WIE VERMEHREN SICH COCHENILLENSCHILDLÄUSE?

Cochenillen können sich über relativ flaches Gelände fortbewegen und auf Pflanzen umsiedeln, die bis zu 10 Meter entfernt sind. Bei unebenem Gelände können sie sich allerdings nur schwer fortbewegen, Kies und anderer unebener Boden kann eine Herausforderung für sie darstellen.

Der Wind ist auch ein Faktor, der die Fortbewegung der Cochenillen beeinflusst. Sie können vom Wind über lange Strecken hinweg fortgetragen werden, ihre Härchen sind dabei wie kleine Segel, die den Wind auffangen und ihnen Aufschwung verleihen.

WIE MAN COCHENILLEN VORBEUGEN KANN

Eine Methode, um Deine gedeihenden Graspflanzen vor einem potentiellen Cochenillenbefall zu schützen, ist es einen Schutzwall zu ziehen. Diese Vorgehensweise ist besonders bei Pflanzungen im Freien ein sinnvolles Vorgehen. Dort können beispielsweise Rosenbüsche als vegetativer Schutzwall dienen. Die dadurch um die Cannabispflanzen entstehenden Schutzzonen können die Schädlinge einkesseln, bevor diese imstande sind sich voll auszubreiten.

Begleitpflanzen sind nicht nur eine Bereicherung für den Garten, sie können auch regelmäßig auf einen Schädlingsbefall untersucht werden und bieten dem Anbauer somit die Möglichkeit zu agieren, bevor die eigentlichen Graspflanzen betroffen sind.

Wie bereits erwähnt, lieben Cochenillen trockene und warme Wetterverhältnisse. Wenn Du also Vorkehrungen triffst, die diese Umstände vermeiden, kannst Du so einem Befall auch strategisch entgegenwirken. Zu beachten gilt dabei aber auch, dass zu feuchte Verhältnisse und eine zu hohe Luftfeuchtigkeit wiederum Schimmel und Fäule begünstigen. Eine Lösung könnte eine abwechselnde Routine darstellen, die zwar leicht in die Extreme schlägt, aber dennoch eine Balance erschafft.

Eine andere Präventivmaßnahme ist die Ansiedlung von Marienkäfern. Diese majestätischen Geschöpfe sind wie kleine Leibwächter für deine Cannabispflanzen, sie jagen von Natur aus Cochenillen und bekämpfen auch andere Schädlinge, wie beispielsweise Spinnenmilben.

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WIE MAN EINEN BEFALL BEKÄMPFT

Wenn sich Cochenillen einmal in Deinem Anbau breit gemacht haben, werden sie den Saft aus den Pflanzen saugen und der Gesundheit und dem Gedeihen der Pflanzen somit Schaden zufügen. Sobald Du einen Befall festgestellt hast, solltest Du als erstes die befallenen Pflanzen von den anderen Pflanzen trennen, um somit einer Verbreitung entgegenzuwirken. Wenn Du das gemacht hast, solltest Du die anderen Pflanzen noch einmal genaustens untersuchen, um sicherzustellen, dass diese auch wirklich nicht auch schon befallen sind.

Manche Anbauer greifen ab diesem Punkt zu Insektiziden, um die Schädlinge zu beseitigen. Diese haben aber eine Hülle, die sie unter Umständen gegen dieses Vorgehen schützen kann. Dazu kommt auch noch die Tatsache, dass viele Anbauer es bevorzugen, ihren Anbau auf natürliche Weise zu gestalten und wegen der mit Insektiziden verbundenen Gefahren nicht auf solche Mittel zurückgreifen möchten.

Man kann auch ein Gebräu aus Seife und Alkohol verwenden, um sie zu bekämpfen. Um die Seife aufzulösen, kannst Du sie in warmes Wasser geben. Das Beifmengen von Methanol stellt auch noch eine Möglichkeit dar. Wenn das Gebräu fertig ist, musst Du es lediglich auf die Pflanzen sprühen.

Eine andere Möglichkeit ist es, sich Unterstützung von natürlichen Jägern zu holen. Wie zuvor erwähnt, sind Marienkäfer bei diesem Vorgehen eine gute Wahl. Ebenso effektiv sind Wespen, sofern Du diese denn in Deinem Garten haben möchtest.

Eine Anderes Gebräu, das man für die Bekämpfung von Cochenillen anwenden kann, besteht aus Tabak und Seife. Der Befall kann durch mit Tabak angereichertes Seifenwasser effektiv bekämpft werden.

Ein Gebräu aus Wasser, Oregano und Farn kann auch für die Bekämpfung von Cochenillen eingesetzt werden.

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