Der Anbau von Cannabis ist eine äußerst lohnende, angenehme und befriedigende Erfahrung. Es gibt nichts Besseres, als sich zurückzulehnen und sich mit seinem hart erarbeiteten Endprodukt zu entspannen, um dann über die Stunden und das Fachkönnen nachzudenken, die Du in die Entwicklung dieses Produktes gesteckt hast und den Rausch zu genießen, den es Dir bietet. Doch wie es bei fast allem im Leben so ist, kriegst Du auch das nicht umsonst.

Die Belohnung wird in der Regel durch die Irrungen und Wirrungen der Herausforderung erhalten. Die Endprodukte von reifen und klebrigen Cannabisblüten sind nichts weniger als großartig, doch Cannabis anzubauen kann eine steile Lernkurve sein und bringt Schwierigkeiten mit sich, an die man sich anpassen muss.

Eine der wahrscheinlich größten Bedrohungen für den Anbau von gesunden und ertragreichen Pflanzen im Freien sind Schädlinge. Schädlinge können in allen Formen und Größen auftreten und viele von ihnen greifen verschiedene Teile der Pflanzenanatomie an oder beeinflussen sie auf verschiedene Arten. Beim Anbau im Freien ist das Risiko eines Schädlingsbefalls wesentlich höher als beim Anbau im Grow Room, vor allem weil die Pflanzen in Gärten, Feldern und Wäldern den Elementen und Lebewesen viel stärker ausgesetzt sind.

Natürlich kannst Du immer den konventionellen Weg wählen und eine Vielzahl von Chemikalien verwenden, um eine solche Invasion abzuwehren. Viele Pestizide haben sich jedoch als nicht sicher für die Umwelt und den menschlichen Konsum erwiesen. Außerdem riskierst Du Deinen hart verdienten Cannabisvorrat mit Chemikalien zu kontaminieren.

Im Folgenden findest Du eine Reihe von Methoden, die Grower im Freien einsetzen können, um einen Schädlingsbefall zu verhindern und Schäden zu minimieren, falls sie doch eingedrungen sind.

MISCHKULTUR

Der Anbau von Begleitpflanzen hat sich als eine hervorragende, ganzheitliche und natürliche Methode erwiesen, um unerwünschte Insekten aus Deinem Cannabisgarten fernzuhalten. Außerdem ist diese Strategie eine perfekte Ausrede, um andere Pflanzen in Deinen Garten zu bringen und somit die Vielfalt zu erhöhen und die Ästhetik zu verbessern. Zusätzlich können einige Begleitpflanzen sogar zum Abendessen serviert werden.

Das Konzept der Mischkultur wird bereits im Namen erklärt. Die Idee besteht darin, Deine Cannabispflanzen inmitten von verbündeten Pflanzen anzubauen, um viele positive Wirkungen zu erzielen, wie zum Beispiel ein verringertes Risiko für Krankheiten und einen Befall durch Schädlinge.

Monokulturen oder viele Reihen der gleichen Pflanzenart verstoßen völlig gegen die lebenden Ökosysteme, die wir in der unberührten Natur beobachten können. Wenn wir durch den Wald gehen, dann sehen wir eine sogenannte Mischkultur, die aus vielen verschiedenen Pflanzenarten besteht, die synergistisch zusammen wachsen. So wie die Natur es vorgesehen hat.

Die Vielfalt, die in Mischkulturen auftritt, erhöht die lokale Artenvielfalt und bildet im Wesentlichen einen Lebensraum, der für viele der beteiligten Arten von gegenseitigem Nutzen ist und die allgemeine Gesundheit und Vitalität des Systems erhöht. Wenn Du Deine Cannabispflanzen in eine Mischkultur integrierst, schaffst Du effektiv eine natürliche Umgebung und schützt sie vor Schädlingen und Krankheitserregern, anders, als wenn sie auf einem isolierten Stück Land angebaut werden.

Eine Mischkultur minimiert viele Risiken und kann nützliche Raubinsekten in das System locken. Begleitpflanzen können aufgrund der Chemikalien, die einige von ihnen in die lokale Umgebung abgeben, auch als natürliche Pestizide wirken. Ausgezeichnete Beispiele für Begleitpflanzen sind Melisse, Lavendel, Koriander, Basilikum und Pfefferminze.

Minze, Knoblauch Schnittlauch und Kapuzinerkresse Companion Cannabis Pflanzen

Das starke und mächtige Aroma der Pfefferminze kann Schädlinge verwirren und kann daher die Cannabispflanzen schützen. Es ist jedoch bekannt, dass Pfefferminze sich mit einer hohen Geschwindigkeit ausbreitet, also ist es besser, sie in Töpfen anzupflanzen. Knoblauch-Schnittlauch bietet auch einen starken Duft, der die Eindringlinge verwirren kann. Außerdem eignet sich die Pflanze hervorragend als Garnierung für viele kulinarische Gerichte.

Kapuzinerkresse als Begleitpflanze wird häufig als Lockpflanze verwendet, um Insekten von den wichtigen Pflanzen wegzulocken, so dass sie stattdessen diese Pflanzen befallen. Die Blumen dieser schönen Pflanze locken auch nützliche Raubinsekten an.

STERILISIERE DEINEN BODEN

Wenn Du Deinen Boden sterilisierst, können Risiken sofort eliminiert werden. Viele verschiedene Schädlinge und Krankheitserreger können sich bereits in Deinem Boden befinden. Wenn Du Deinen Boden sterilisierst und ihn hohen Temperaturen aussetzt, entweder durch Solarisation oder Sterilisation durch Dampf, kannst Du die meisten potenziellen Bedrohungen beseitigen.

Sterilisation Durch Dampf Und Solarisation

NÜTZLICHE INSEKTEN

Nützliche Insekten können in Cannabisgärten eingeführt werden, um als Schädlingsbekämpfung zu dienen. Diese Raubinsekten ernähren sich von vielen Schädlingen, die Appetit auf Cannabis haben und Deiner Ernte vielleicht Schaden zufügen könnten.

Die Einführung von Schlupfwespen in Deinen Garten kann dazu beitragen, die Anzahl der Raupen zu verringern, da diese langen Viecher einen großen Schaden anrichten können, sowohl im Inneren als auch dem Äußeren Deiner Pflanzen.

Die weiblichen Wespen legen ihre Eier in die lebenden Raupen ab. Die Eier schlüpfen und werden zu Larven, die die Raupe dann von innen heraus auffressen. Das ist keine schöne Vorstellung, ist aber sehr vorteilhaft für die Gesundheit, Vitalität und Produktivität Deiner Cannabispflanzen.

Auch die Gottesanbeterin kann als nützliches Raubinsekt in Deinen Garten eingeführt werden, da sie anscheinend einen Geschmack für Raupen entwickelt hat.

KIESELGUR

Kieselgur ist im Grunde eine Mischung aus mikroskopisch kleinen Scherben aus Fossilien, die Insekten Schaden zufügen, die mit ihnen in Kontakt kommen. Damit kann eine schützende Barriere gegen Bodenbewohner wie Ameisen geschaffen werden.

NIEMÖL

Viele Schädlinge, wie beispielsweise Blattläuse, sind absolut keine Fans von Niemöl. Eine Mischung aus Niemöl und Wasser in einer Sprühflasche kann Dir dabei helfen, zahlreiche Eindringlinge zu erledigen.

KLEBRIGE INSEKTENFALLEN UND FLIEGENFÄNGER

Klebefallen und Fliegenfänger können um Deine Cannabispflanzen gelegt und gehangen werden, um Schädlinge aus der Luft zu fangen. Wenn Schädlinge aus der Luft, wie Mücken, auf diesen klebrigen Fallen landen, bleiben sie dort hängen. Diese Fallen werden Deinem Schädlingsproblem kein Ende setzen, aber sie werden Dir sicherlich dabei helfen, ihre Anzahl zu reduzieren.

NETZE

Bisher haben wir uns auf kleine Schädlinge konzentriert. Es gibt jedoch auch größere Kreaturen, die Teile Deiner Cannabispflanzen als nahrhaften Snack ansehen. Vögel stehen definitiv auf dieser Liste und da sie offensichtlich viel größer als Insekten sind, können sie auch viel mehr Schaden anrichten. Während des größten Teils des Wachstumszyklus musst Du Dir keine Sorgen um Vögel machen. Wenn Du allerdings beabsichtigst, einige Pflanzen zur Samenproduktion zu nutzen, dann ist es an der Zeit, nach diesen geflügelten Samenfressern Ausschau zu halten.

Eine einfache und effektive Methode, Vögel davon abzuhalten, an Deiner zukünftigen Saatgutbank zu knabbern, ist das Aufstellen von Netzen rund um die Eingrenzung Deiner Cannabisernte. Netze halten die Vögel davon ab, an Deine Pflanzen zu kommen, lassen aber dennoch normale Mengen an Licht durch.

Es sollte noch erwähnt werden, dass die Anwesenheit von Vögeln manchmal auch vorteilhaft sein kann. Sie fressen auch einige Schädlinge, wie zum Beispiel Raupen.

ZÄUNE

Es gibt keinen Zweifel daran, dass wir alle unsere Haustiere lieben und sie einen speziellen Platz in unseren Herzen haben. Aber eine bedingungslose Liebe verhindert nicht gelegentliches Fehlverhalten oder Rumtoben. Katzen und Hunde lieben es, Zeit im Freien zu verbringen und ihren Garten zu erkunden. Einige ihrer Lieblingsbeschäftigungen umfassen das Graben von Löchern, schnelles Hin- und Herlaufen, Pinkeln und Koten.

Wenn Du Deine Haustiere trainierst, können sie Deinen Garten genießen, ohne dass sie Deinen Pflanzen Schaden zufügen. Wenn Du doch eine sicherere Methode benötigst, dann kann ein Zaun oder Netz verwendet werden.

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