Der Anbau von Cannabis im Freien ist ein äußerst lohnender Prozess, der es den Growern ermöglicht, mehr Zeit in der Natur zu verbringen und eine tiefere Verbindung zu ihr aufzubauen. Wegen des vergrößerten Raumangebots, das die freie Natur bietet, sind sie zudem in der Lage, sich viel größeren Pflanzen zuzuwenden und viel höhere Erträge zu erzielen. Allerdings ist der Anbau im Freien auch mit einer Reihe von Herausforderungen verbunden. In der Natur lebt eine Vielzahl von Tieren, die eine Vorliebe für Pflanzen haben und sich Deine Cannabispflanzen gerne als Mahlzeit schmecken lassen.

SCHÜTZE DEINE CANNABISPFLANZEN VOR HUNGRIGEN TIEREN

Zu den häufigsten Arten von Wildtieren, die Cannabis lieben, gehören Rotwild, Mäuse und Ratten sowie Insekten. Ebenso ist bekannt, dass auch Haustiere wie Hunde und Katzen sich für Cannabispflanzen interessieren: Sie graben in ihrer Nähe, verteilen ihre Ausscheidungen um sie herum und manche fressen sie sogar. Wie man seine Pflanzen vor all diesen Tieren schützt, ist gut dokumentiert. Wir werden uns in diesem Artikel deshalb mit anderen Tieren beschäftigen, an die man in der Regel weniger denkt, wenn es um den Schutz von Cannabispflanzen geht, die im Freien angebaut werden. Auch Tiere wie Eichhörnchen, Füchse, Waschbären, Maulwürfe und weitere stellen eine Bedrohung dar. Lies weiter, um herauszufinden, welche Anzeichen darauf hinweisen, dass sich diese Tiere bereits für Deinen Garten interessieren, und wie Du verhindern kannst, dass sie ernsthaften Schaden anrichten.

MAULWÜRFE

Maulwürfe sind die Gräber unter den Säugetieren. Diese unterirdischen Lebewesen haben mächtigen Vorderbeine und große Pfoten entwickelt, die es ihnen ermöglichen, im Untergrund ganze Tunnelsysteme anzulegen. Eigentlich haben Maulwürfe gar kein Interesse an Cannabispflanzen und sehen sie schon gar nicht als Nahrungsquelle, da sie sich bevorzugt von Würmern und anderen kleinen Wirbellosen ernähren. Tatsächlich kann die Anwesenheit von Maulwürfen sogar in mancherlei Hinsicht nützlich sein, wozu unter anderem gehört, dass sie zur Bodenbelüftung beitragen. Andererseits können Maulwürfen den Pflanzen auch definitiv Schaden zufügen, wenn sie ihre Tunnel zu nahe an den Wurzelsystemen anlegen. Werden die Wurzeln Deiner Pflanzen auf diese Weise zu sehr geschädigt, bekommen sie Probleme, Nährstoffe und Wasser aus der Rhizosphäre aufzunehmen.

MAULWÜRFE

HINWEISE AUF MAULWÜRFE

Obwohl man Maulwürfe nur selten zu Gesicht bekommt, gibt es untrügliche Hinweise auf ihre Anwesenheit, was die Sache ziemlich erleichtert, da es praktisch unmöglich ist, die Wurzeln selbst auf Schäden zu untersuchen. Das offensichtlichste Anzeichen dafür, dass Maulwürfe unter Deinem Garten hausen, sind natürlich die Maulwurfshügel aus lockerer Erde, die die Maulwürfe an die Oberfläche schieben, während sie ihre Tunnel graben.

DIE ABWEHR VON MAULWÜRFEN

Eine wirksame Möglichkeit, um zu verhindern, dass Maulwürfe Deine Cannabiswurzeln zerstören, besteht darin, unter der Erde Maulwurfnetze zu installieren. Dafür gräbst Du im Umkreis einiger Meter um die Stelle herum, an der Du anbauen möchtest, einen zylindrischen oder quaderförmigen Käfig aus Metallgitter in den Boden ein und lässt dabei sowohl die Ober- als auch die Unterseite offen. Diese Vorrichtung schützt Deine Wurzeln vor den Tunneln der Maulwürfe, lässt den Pflanzen aber genügend Raum, um ihre Wurzelsysteme zu entwickeln.

Maulwurffallen stellen eine weitere praktikable Präventionsmethode dar. Diese Lebendfallen kannst Du einfach in den Tunneln platzieren, sobald Du diese lokalisiert hast. Überprüfe die Fallen unbedingt einmal täglich und lass die Tiere, die Du gefangen hast, weit entfernt von Deinem Garten wieder frei. Bedenke stets: Der Maulwurf steht unter Naturschutz!

Beipflanzungen sind eine weitere Option, wenn es um den Schutz vor Maulwürfen geht. Die Kreuzblättrige Wolfsmilch (Euphorbia lathyris) ist eine zweijährige Pflanze, die Substanzen aus ihren Wurzeln ausscheidet, denen man die Fähigkeit nachsagt, Maulwürfe zu vertreiben. Schließlich haben sich auch solarbetriebene Maulwurfschrecke bei der Abwehr von Maulwürfen als wirksam erwiesen. Diese stangenartigen Geräte werden in den Boden getrieben und produzieren eine niederfrequente Vibration, die Raubtiere oder konkurrierende Maulwürfe nachahmt.

TASCHENRATTEN

Ähnlich wie Maulwürfe haben sich auch Taschenratten an eine grabende Lebensweise angepasst. Diese Tunnelsysteme anlegenden Nagetiere gehören zur Familie der Geomyidae, die aus rund 35 Arten besteht. Sie bauen unterirdische Tunnelnetze auf, um Nahrung zu sammeln und zu horten. Hauptsächlich ernähren sie sich von Wurzeln, Sträuchern und Gemüse und sind nicht abgeneigt, Cannabiswurzeln und -blätter zu fressen. Diese Tiere sind außerhalb der Paarungszeit in der Regel Einzelgänger. Aufgrund ihrer territorialen Natur leben sie deshalb meist in getrennten Tunnelsystemen.

TASCHENRATTEN

HINWEISE AUF TASCHENRATTEN

Es gibt verschiedene Anzeichen, auf die Du achten solltest, um die Anwesenheit von Taschenratten erkennen und die Tiere zu vertreiben zu können. Im Gegensatz zu Maulwürfen tauchen diese Nager gerne aus dem Untergrund auf, um direkt an den Pflanzen zu knabbern. Falls Du feststellst, dass Teile Deiner Pflanzen abgeknabbert wurden, könnte also auch eine Taschenratte der Schuldige sein. Wenn Deine Pflanzen noch klein sind, bemerkst Du vielleicht sogar, dass eine oder zwei vollständig verschwunden sind. Auch Taschenratten errichten Hügel auf der Erde, wenn sie anfangen, ihre Tunnel zu graben. Eine Möglichkeit, diese Hügel von Maulwurfshügeln zu unterscheiden, ist der "Stopfen", der in Form einer kleinen Vertiefung entweder in der Mitte oder an den Seiten des Hügels erscheint.

WIE MAN TASCHENRATTEN ABWEHRT

Da Taschenratten leidenschaftlich gern graben, kannst Du sie in der Nähe Deiner Pflanzen teilweise von ihrer Tätigkeit abhalten, indem Du dieselbe unterirdische Metallkäfig-Technik nutzt, die zur Abwehr von Maulwürfen verwendet wird. Da Taschenratten aber auch oberirdisch aktiv sein können und Blätter abfressen, ist es eine ebenso gute Idee, einen ähnlichen Käfig auch um die Pflanzen selbst aufzustellen.

Taschenratten vertragen den Geruch von Rizinusöl und Knoblauch nicht. Mit diesen botanischen Verbündeten kannst Du die Nager aus ihren Tunneln verdrängen und dazu bringen, sich ein neues Zuhause zu suchen. Gieße dafür einfach einen Aufguss aus Knoblauch oder Rizinusöl in die Tunnel, um deren Bewohnern deutlich verstehen zu geben, dass sie in Deinem Cannabisgarten nicht willkommen sind.

FÜCHSE

Bauern und Füchse liegen schon seit Jahrhunderten im Clinch. Diese kleinen bis mittelgroßen Allesfresser gehören zur Familie der Canidae, leben oft in kleinen Familiengruppen zusammen und residieren in unterirdischen Bauen. Bei ihnen handelt es sich sowohl um Aasfresser als auch um Raubtiere, die sich an Kleinvieh ebenso wie an der Vegetation bedienen, um sich zu ernähren. Füchse sind anpassungsfähige Lebewesen, denen es in ländlichen Gebieten ebenso gut wie am Stadtrand gefällt, weshalb sie in beiden Umgebungen eine Bedrohung für Cannabisanbauer darstellen.

FÜCHSE

HINWEISE AUF FÜCHSE

Füchse können in Gärten erhebliche Schäden verursachen: Entweder zertrampeln sie Pflanzen oder zerkauen Bewässerungs- und Schlauchleitungen. Außerdem markieren sie ihr Territorium häufig mit Urin und Kot. Ebenso ist bekannt, dass Füchse neue Pflanzen ausgraben. Besonders beliebt sind dabei Pflanzen, die mit Mist, getrocknetem Blut und Knochenmehl gedüngt werden.

WIE MAN FÜCHSE ABWEHRT

Füchse lassen sich nur besonders schwer aus Gärten fernhalten und vertreiben. Höchstwahrscheinlich wirst Du mit Zäunen und Netzen wenig Erfolg haben, da Füchse beweglich genug sind, um diese Hindernisse zu überwinden. Was den Umgang mit Füchsen angeht, bleibt Dir meist nur die Möglichkeit, Dich mit ihrer Anwesenheit zu arrangieren und Dich so gut es geht anzupassen. Falls Du in Deinem Garten Fuchslöcher entdeckst, solltest Du sie sofort auffüllen, bevor sie noch tiefer werden und als Fuchsbau fungieren. Alternative Düngemittel auf pflanzlicher Basis zu verwenden, anstatt auf Blut- und Knochenmehl zu setzen, verringert die Wahrscheinlichkeit, dass Füchse Deine Pflanzen ausgraben. Und schließlich können auch Geräte, die Ultraschall aussenden, dazu beitragen, Füchse zu vertreiben – zumindest eine zeitlang, denn die sprichwörtliche Intelligenz dieser Wesen lässt sie schnell erkennen, dass ihnen vom Ultraschall keine Gefahr droht.

WASCHBÄREN

Waschbären sind hochintelligente Säugetiere, die ursprünglich aus Nordamerika stammen, sich aber auch in Teilen Europas und Asiens ansiedeln konnten. Sie ernähren sich hauptsächlich von Kleintieren, verschmähen aber auch Pflanzen nicht, die etwa 30% ihrer Nahrung ausmachen. Diese mittelgroßen Tiere sind dafür bekannt, sich in Gärten zu schleichen und dort nach ihrer Leibspeise zu jagen: Regenwürmer.

WASCHBÄREN

HINWEISE AUF WASCHBÄREN

Um an diese Leckerbissen zu gelangen, reißen Waschbären mit den Vorderpfoten den Boden auf und hinterlassen dort große und tiefe Löcher. Falls Dein Waschbärenbesuch vermutet, dass die besten Regenwürmer gerade unter Deinen Cannabispflanzen zu finden sind, wird dies nicht nur für die Würmer tödlich enden, sondern leider auch für Deine Pflanzen.

WIE MAN WASCHBÄREN ABWEHRT

Glücklicherweise kann dieser ultimative Schaden verhindert werden, indem man die Waschbären davon abhält, an bestimmten Stellen zu graben. Ein kurzer Sprühstoß Rizinusöl reicht aus, um den eingesprühten Bereich zu schützen. Sorge einfach dafür, dass Du regelmäßig sprühst, wenn Du Anzeichen für Waschbäreninteresse an Deinem Garten entdeckst, da das Abwehrmittel nicht ewig wirksam ist.

KANINCHEN

Obwohl sie so unglaublich süß sind, können Kaninchen einer Cannabispflanze ernsthaften Schaden zufügen, wenn man sie gewähren lässt. Diese kleinen Säugetiere aus der Familie der Leporidae sind auf allen Kontinenten (mit Ausnahme der Antarktis) anzutreffen, weshalb jeder Cannabisanbauer auf Anzeichen für ihre Anwesenheit achten sollte.

KANINCHEN

HINWEISE AUF KANINCHEN

Kaninchen sind eine weitere Tunnel grabende Art, die Wurzeln von Cannabispflanzen ebenso gern frisst wie deren Blätter. Eine einfache Möglichkeit, um zu erkennen, ob sie Deinen Garten bereits entdeckt haben, sind die Häufchen aus pillenförmigem Kot, die man am Boden findet. Ebenso wirst Du wahrscheinlich bemerken, dass die Fächerblätter große Bissspuren aufweisen bzw. dass einige Blätter ganz fehlen. Falls in Deinem Garten auch Bäume stehen, werden diese an ihrer Stammbasis wahrscheinlich verräterische Stellen zeigen, an denen ein Großteil der Rinde abgenagt wurde.

WIE MAN KANINCHEN ABWEHRT

Zäune und Netze sind eine einfache und effektive Lösung für die meisten Kaninchenprobleme. Es gibt spezielle kaninchensichere Zäune, die Du Dir anschaffen kannst, um die Langohren in Schach zu halten. Falls sie es allerdings weiterhin in Deinen Garten schaffen, könnte Dein nächster Schritt so aussehen, dass Du einen Elektrozaun aufstellst. Ebenso kannst Du als zweite Verteidigungslinie auch Käfigfallen in Deinem Garten platzieren, um die Kaninchen lebendig zu fangen und an einem entfernten Ort wieder auszusetzen.

EICHHÖRNCHEN

Eichhörnchen sind agile und akrobatische Nagetiere, die in Amerika, Eurasien und Afrika heimisch sind. Es gibt verschiedene Eichhörnchenarten, von denen einige in den Baumkronen leben, während andere tatsächlich ebenfalls eine grabende Lebensweise angenommen haben und Tunnel bauen.

EICHHÖRNCHEN

HINWEISE AUF EICHHÖRNCHEN

Baum-Eichhörnchen ernähren sich hauptsächlich von Nüssen und Samen und werden wohl nur im Ausnahmefall auch mal an Deinen Weed-Pflanzen knabbern. Sie haben dennoch eine unangenehme Angewohnheit, denn sie graben Gärten auf, um Nahrungsvorräte für den späteren Verzehr in der Erde zu vergraben. Dieses Vorgehen kann letztendlich die Cannabiswurzeln und den unteren Stiel der Pflanze beschädigen. Am Boden lebende Eichhörnchen können noch problematischer sein, denn sie graben Tunnel und halten sich an Wurzelsystemen schadlos.

WIE MAN EICHHÖRNCHEN ABWEHRT

Das Aufstellen von Netzen um die Pflanzen herum kann ausreichen, um Eichhörnchen davon abzuhalten, zu nahe an ihren Wurzeln zu graben. Falls Du in Deinem Garten Vogelfutterhäuschen aufhängen willst, solltest Du nur solche Modelle wählen, die eichhörnchensicher sind. Außerdem können auch Eichhörnchen lebend in Käfigfallen gefangen und weiter entfernt wieder ausgesetzt werden. Und um zu verhindern, dass die Nager den Wurzelsystemen gefährlich werden, kannst Du auch hier einen Draht- oder Metallkäfig in der Erde um die Pflanzen herum einrichten, der sich bis etwa 60cm unter die Oberfläche erstreckt.

VÖGEL

Vögel in einem Cannabisgarten sind ein zweischneidiges Schwert. Oft werden sie als biologische Schädlingsbekämpfer in die Gärten geradezu eingeladen, wo sie letztendlich viele der Insekten fressen, die Pflanzenschäden verursachen können. Andererseits haben sie auch Appetit auf Hanfsamen. Während dies für die meisten Grower, die Blüten anstelle von Samen anbauen möchten, kein Problem darstellt, müssen Anbauer, die Samen für Zuchtzwecke produzieren möchten, nach geeigneten Methoden suchen, um Vögel fernzuhalten.

VÖGEL

HINWEISE AUF VÖGEL

Ein todsicheres Anzeichen für die Anwesenheit von Vögeln liegt vor, wenn auf befruchteten weiblichen Cannabispflanzen die Samen fehlen. Darüber hinaus weiß man auch von Vögeln, dass sie von Frühjahr bis Herbst in der Erde kleine Löcher graben, um Futtervorräte zu lagern.

WIE MAN VÖGEL ABWEHRT

Eine Möglichkeit, Vögel am Zugriff auf Deine Ernte zu hindern, besteht darin, sie abzulenken. Hänge im nahen Umkreis einfach Vogelfutterhäuschen in die Bäume, um ihnen ein offensichtlicheres Ziel zu bieten. Dies kann jedoch auch nach hinten losgehen, weil Du damit eventuell nur noch mehr Vögel in Deinen Garten lockst. Die Kombination dieser Taktik mit einem über die Pflanzen gespannten Netz sollte jedoch ausreichen, um die Sicherheit Deiner Saatpflanzen zu gewährleisten.

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