DIE FUNKTIONEN DES CANNABISBLATTS

Cannabisblätter sind wichtige Bestandteile des Systems, das die Cannabispflanze am Leben hält. Das grüne Pigment Chlorophyll sorgt dafür, dass die Blätter als Sonnenkollektoren für sie fungieren können. Blätter sind unerlässlich für die Photosynthese. Darüber hinaus sind die Unterseiten der Blätter mit winzigen Stomata übersät. Diese mikroskopisch kleinen Löcher öffnen und schließen sich wie Türen. Kohlendioxid tritt ein und Sauerstoff und Wasser treten aus. Zudem können die Blätter auch Nährstoffe aufnehmen, um die Cannabispflanze zu ernähren, was als Blattfütterung bekannt ist.

Stomata Cannabis

DIE VERSCHIEDENEN ARTEN VON CANNABISBLÄTTERN

Man ist sich im Allgemeinen darüber einig, dass es drei Arten von Cannabispflanzen gibt. Obwohl alle drei oft unter der offiziellen Klassifizierung Cannabis sativa L. aufgeführt werden, ist es aus praktischen Gründen sinnvoll, zwischen Sativa, Indica und Ruderalis zu unterscheiden. Gleichwohl stammt das meiste Cannabis heutzutage von Hybridsorten. Was Du also für gewöhnlich beim Anbau zu sehen bekommen wirst, sind Blätter, die gemischte genetische Merkmale aufweisen.

Sativa Cannabis Leaf
SATIVA

Sativa-Blätter sind lang und schmalfingrig. Einige Blätter dieser Art entwickeln bis zu 13 Blattfinger. Für gewöhnlich haben Sativa-Pflanzen einen helleren, limettengrünen Farbton. Es wird angenommen, dass es teilweise der geringe Chlorophyllgehalt ist, der für die längere Blütezeit von Sativa-Sorten verantwortlich ist.

Indica Cannabis Leaf
INDICA

Indica-Blätter sind kurz und breit, typischerweise mit 7-9 fetten Fingern. Die heftigsten Indicas afghanischen Ursprungs können überdimensionierte und besonders breite Fächerblätter entwickeln. Indica-Blätter haben einen dunklen, tiefgrünen Farbton. Und es wird angenommen, dass der höhere Chlorophyllgehalt die Blütezeit der Indica-Sorten verkürzt.

Ruderalis Cannabis Leaf
RUDERALIS

Ruderalis-Blätter sind relativ schmal und entwickeln nur 3-5 schlanke Blattfinger. Die meisten Anbauer beschreiben diese Blätter als vergleichbar mit den Blättern junger Sativa-Pflanzen. Du kannst sie Dir also als Miniaturversion von Sativa-Blättern mit weniger Fingern vorstellen. Diese Blätter sind etwas ganz Besonderes, da sie sich entwickelt haben, um autoflowering Cannabis die Fähigkeit zu verleihen, unabhängig von der Photoperiode in die Blüte überzugehen.

BLATTMUTATIONEN

Bei Cannabis können Blattmutationen vorkommen. Einige dieser Mutationen werden sogar von den Anbauern selbst eingeleitet, um die Pflanzen besser zu tarnen und sie weniger nach Marihuana aussehen zu lassen. Andere Male sind die Mutationen ein unbedeutender Defekt von bestimmten Sorten. Sieht man von den üblichen krumm gewachsenen Blättern der Jungpflanzen ab, sind andere Blattmutationen, wie beispielsweise eine gerade Blattfingeranzahl oder hässliche Missbildungen, eher selten. Überdurchschnittlich viele Mutationen lassen auf schlechte Genetik oder schlechte Zuchtpraktiken schließen.

DIE ZEICHEN DEUTEN

Du musst kein Schamane oder Ökofreak sein, um mit Deinen Cannabispflanzen zu kommunizieren. Du musst Dich nur ein wenig auskennen. Die Blätter Deiner Cannabispflanzen können Dir einen Hilferuf senden, doch Du musst auch über das nötige Wissen verfügen, um diesen zu entschlüsseln und geeignete Maßnahmen einzuleiten, um das Problem zu lösen.

Cannabispfllanzen Indica und Sativa

WIE MAN UNGEZIEFER ERKENNT

Die Begutachtung mit dem bloßen Auge könnte möglicherweise nicht ausreichen, um einen Schädlingsbefall erkennen zu können. Und auch die Verfärbung der Blätter ist nicht Beweis genug, um voreilige Schlüsse zu ziehen. Beim genauen Hinschauen kann man aber dennoch einige Schädlinge enttarnen. Miniermotten hinterlassen beispielsweise verräterische Tunnel in den Blättern, während sie sich durch sie hindurchfressen. Wenn Du also weiße Adern auf den Blättern entdeckst, ist es an der Zeit etwas Neemöl zu besorgen.

Nimmt man dann ein Taschenmikroskop zuhilfe, wird man auch die anderen mikrobiellen Schädlinge entdecken können. Halte dabei besonders nach Eiern, Larven, Pilzsporen und Schimmel Ausschau. Blattseptoria wird durch den Pilz Septoria lycopersici verursacht. Dieser besondere Eindringling wird oft mit einem der vielen möglichen Nährstoffmängel verwechselt. Gelbe Flecken, die sich in der frühen Blütephase plötzlich auf den Blättern ausbreiten und vom Vergilben und Bräunen der Blätter begleitet werden, können schnell das Ende für die geplante Ernte bedeuten. Man sollte also keine Zeit auf Fehldiagnosen verschwenden.

GELBE BLÄTTER

Gelbe Blätter sind ein Warnzeichen und ein Hilferuf der Cannabispflanze. Leider können verschiedene Nährstoffdefizite, Überdüngung oder Hitzestress dazu führen, dass die Blätter vergilben und verwelken. Es ist also unheimlich wichtig, die Cannabispflanze genau im Auge zu behalten, ganz unabhängig davon, ob es sich nun um einen Anbau im Innenbereich oder im Freien handelt. Wenn man gut aufpasst, kann man zeitnah Maßnahmen ergreifen und mit größerer Sicherheit eine Diagnose stellen.

Für die gelben Blätter sind in der Regel Schwankungen des pH-Wertes verantwortlich. Wenn der pH-Wert des Wassers außerhalb des optimalen Bereiches für das Nährmedium liegt, können die Wurzeln nicht auf alle benötigten Nährstoffe zugreifen. Und somit ist die unzureichende Verfügbarkeit von Nährstoffen die vielleicht häufigste Ursache für gelbe Blätter an einer Cannabispflanze.

WIE MAN CANNABISBLÄTTER VERWENDEN KANN

Fächerblätter haben einen sehr geringen Cannabinoid-Gehalt und werden am besten dem Komposthaufen hinzugefügt, um sich so in der nächsten Saison eines super Nährbodens sicher sein zu können. Zuckerblätter oder harziger Trim, die man als Anbauer während der Ernte zur Genüge sammelt, können wunderbar als Ausgangsmaterial für hausgemachte Cannabiskonzentrate verwendet werden.

Trockne diesen harzigen Verschnitt in einer braunen Papiertüte, wie Du es mit Popcorn-Buds machen würdest. Nach ein paar Wochen füllst Du sie dann in eine Tupperware-Box um und lagerst sie im Kühlschrank, bis Du entschieden hast, was für einen Extrakt Du aus ihnen herstellen möchtest. Auch Shaker können mit Zuckerblättern gefüllt werden, um Pollen zu extrahieren. Du könntest aber auch Isolator-Bags verwenden, um Bubble-Hash herzustellen; die Entscheidung liegt ganz bei Dir. Mit ein wenig Kiffer-Einfallsreichtum kann aus den Trimmresten leicht erstklassiges Hasch werden.

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