Entdecke die Vorteile von roh gegessenem Cannabis.

Macht Platz, Grünkohl und Spinat – Marihuana ist das neue Superfood! Wenn wir dem Ganzen auf den Grund gehen, ist Cannabis technisch gesehen ein Gemüse, auch wenn es meist nicht als solches gesehen wird. Die meisten Cannabiskonsumenten sind vertraut mit der Wirkung des Rauchens, Verdampfens und des Verzehrs von zubereiteten Esswaren, doch hast Du Dich je gefragt, ob es auch okay ist, die rohen Grasblätter zu essen? Aus ernährungstechnischer Perspektive stecken in Cannabis eine Fülle gesunder Moleküle, einschließlich:

  • Proteine
  • Ballaststoffe
  • Antioxidantien
  • Vitamine
  • Mineralien

Die Vorstellung, Dich durch eine Ladung frischer Blüten und Blätter zu beißen, mag etwas abturnend klingen. Sie können jedoch in nahrhaften Salaten und Säften verwendet werden, die am Gaumen überraschend angenehm sind.

Vorteile des Verzehrs von rohem Cannabis

Rauchen, Dampfen und Kochen von Gras beeinflusst jeweils in gewissem Maße die chemische Zusammensetzung. Einige dieser Veränderungen führen zu vorteilhaften chemischen Reaktionen, während andere weniger gut sind. Viele der wesentlichen Moleküle in Cannabis – nämlich die Terpene und Cannabinoid-Säuren – sind flüchtig und empfindlich gegenüber hohen Temperaturen. Durch den Konsum von rohem Cannabis bleiben diese Verbindungen in ihrem natürlichen Zustand, so dass Anwender auf die sekundären Pflanzenstoffe zugreifen können, die sonst beim Rauchen verschwinden oder sich abändern würden.

Durch den Konsum von rohem Cannabis können Nutzer ihr Endocannabinoid-System – ein regulatorisches Netzwerk, das den Körper im Gleichgewicht hält – stimulieren, ohne dabei high zu werden oder etwas inhalieren zu müssen. Es ist sehr gut möglich, dass rohes Cannabis zum Functional Food der Zukunft wird.

Cannabinoid-Säuren

Rohes Cannabis enthält sehr unterschiedliche Moleküle im Vergleich zu denen, die nach dem Rauchen oder Vaporisieren inhaliert werden. THC, CBD und andere Cannabinoide kommen nicht tatsächlich in rohem Cannabis vor. Es enthält stattdessen ihre chemischen Vorläufer, die Cannabinoid-Säuren. Cannabinoid-Säuren besitzen eine Carboxy-Gruppe, die nach dem Kontakt mit Hitze verloren geht. Dieser Vorgang wird als Decarboxylierung bezeichnet. Zum Beispiel verwandelt sich das nicht-psychoaktive THCA in das psychoaktive THC und CBDA wird zu CBD.

Cannabis-Wissenschaftler haben entdeckt, dass diese Chemikalien im Vergleich zu ihren Gegenstücken vor der Decarboxylierung eigene einzigartige Vorzüge besitzen. In der folgenden Liste erfährst Du, welche Eigenschaften die wichtigsten Cannabinoid-Säuren zu bieten haben.

Vorteile des Verzehrs von rohem Cannabis

THCA[1]:

  • Nicht psychoaktiv
  • Bindet an CB1- und CB2-Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems
  • Könnte eine Magenverstimmung entspannen
  • Stimuliert die Produktion von Endocannabinoiden
  • Hat lindernde Eigenschaften
  • Unterstützt die Funktionen des Nervensystems

CBDA[2]:

  • Nicht psychoaktiv
  • Steigert die Endocannabinoid-Produktion
  • Kann mehr noch als CBD die Stimmung verbessern

Terpene

Diese aromatischen Moleküle liegen dem charakteristischen Geruch von Cannabis zugrunde. Sie sind nicht nur für den köstlichen Geschmack bestimmter Sorten verantwortlich, sondern modulieren auch das Cannabis-High durch den Entourage-Effekt[3]. Verschiedene Terpene interagieren mit verschiedenen Cannabinoiden, um so ihre Wirkungen zu verstärken.

Terpene erzeugen auch von ganz alleine eine Wirkung. Zum Beispiel rufen Limonen[4] und Myrcen[5] eine entspannende Reaktion hervor, die das Gefühl des Wohlseins verstärken kann.

Da Terpene flüchtig sind und bei hohen Temperaturen zerfallen, kannst Du beim Rauchen bei weitem nicht so viel davon genießen. Doch rohe Cannabisblüten sind randvoll mit diesen faszinierenden Molekülen. Beim Konsum von rohem Cannabis verbleiben die Terpene in ihrem natürlichen Zustand. Forscher sind allerdings immer noch dabei, herauszufinden, wie genau die Terpene die Verdauung überstehen, doch wir wissen, dass es zumindest einige dieser Moleküle bis ins Blut schaffen.

Flavonoide

Bei Diskussionen rund ums Thema Gras fliegen die Flavonoide für gewöhnlich unter dem Radar. Cannabis-Genießer sind häufig mehr mit Cannabinoiden und Terpen-Profilen beschäftigt. Doch die Flavonoide stellen einen entscheidenden Faktor dar. Diese vielfältigen sekundären Pflanzenstoffe sind in einer Reihe von Superfoods enthalten, von Grünkohl und Brokkoli bis zu Beeren und Tee.

Die Flavonoide spielen eine wichtige Rolle in Cannabispflanzen. Diese Pigmente färben das Pflanzengewebe, um damit bestäubende Arten anzuziehen, und auch, um die Pflanzen vor UV-Strahlen und Krankheitserregern zu schützen. Zu den speziell in Cannabis vorkommenden Flavonoiden gehören:

  • Cannflavin A
  • Cannflavin B
  • Kaempferol
  • Quercetin
  • Anthocyane

Diese häufig übersehenen sekundären Pflanzenstoffe bieten eine beeindruckende Bandbreite an potentiell gesundheitsfördernden Eigenschaften, wie zum Beispiel:

  • Antioxidative Wirkung
  • Unterstützen das Herz
  • Können helfen, Arterien zu reinigen

Dieses beeindruckende chemische Profil weist Cannabis als genauso gesund als andere Gemüsesorten aus, weshalb es die perfekte Ergänzung für Salate, Smoothies oder Säfte ist.

Flavonoides

Was zählt als rohes Cannabis?

Wie auch bei anderem rohem Gemüse, sind mit rohem Cannabis frische und unbearbeitete Blüten und Blätter gemeint. Bevor sie Hitze ausgesetzt sind, bewahren diese Teile der Pflanze ihre natürliche Biochemie und bieten im Vergleich zu gerauchtem oder gekochtem Gras ein anderes Erlebnis. Selbst wenn Cannabis beim Trocknen zu lange liegen gelassen wird, bauen sich Cannabinoide und Terpene ab. In der Folge kann das womöglich den Nutzen durch den Verzehr frisch gepflückter Blüten und Blätter vermindern.

Um als rohes Cannabis zu zählen, solltest Du diese Teile nicht:

  • Kochen
  • Dünsten
  • Rauchen oder verdampfen
  • Trocknen

Kann man high werden, wenn man rohes Gras isst?

Wirst Du also high davon, wenn Du diese rohen Blättern mampfst? Kurz gesagt: nein.

Wie Du gelernt hast, enthält rohes Cannabis kein THC, sondern steckt stattdessen voller THCA. Die Cannabinoid-Säure verwandelt sich nur durch eine durch Hitze ausgelöste Decarboxylierung in psychoaktives THC. Auch durch den Einfluss von UV-Strahlen und Alterung, kann THCA in THC zerfallen – daher sind diese Blüten nicht wirklich "roh".

Mögliche Nachteile von rohem Cannabis

Natürlich geht der Verzehr von nahezu jedem rohen Nahrungsmittel mit gewissen Risiken einher. Wenn es um Cannabis geht, kann der Verzehr von rohen Blättern die Konsumenten potenziell schädlichen Bakterien aussetzen – in Cannabisproben wurden sowohl Salmonellen als auch E. coli gefunden. Einige Grower verwenden in ihrem Beet auch chemische Pestizide, um Schädlinge in Schach zu halten. Wenngleich sie wirksam sind, können diese Substanzen Spuren auf Blüten und Blättern hinterlassen, die schrecklich schmecken und Deinem Körper schaden.

Um sicherzustellen, dass Du beim Konsum von rohem Cannabis auf der sicheren Seite bist, solltest Du nur Cannabis verzehren, bei dem Du weißt, dass es nicht mit Chemikalien behandelt wurde. Du solltest dafür sicherstellen, dass es nicht mit Hilfe potenziell schädlicher Produkte wie Gülle angebaut wurde.

Konsumformen

Die schiere Vielfalt des Konsums ermöglicht Cannbisrauchern und -Verdampfern ein riesiges Sortiment an Pfeifen, Bongs, Extrakten, Konzentraten, Vaporizern und Bubblern zu genießen. Dieselbe Vielfältigkeit macht auch den Verzehr von rohem Cannabis zum angenehmen Vergnügen. Fernab vom Rumkauen auf rohen Blättern – was allerdings eine einfache und überraschend leckere Option ist – kann der Verzehr von rohem Cannabis viele Formen annehmen. Unten kannst Du einige der beliebtesten Methoden entdecken.

Smoothies

Smoothies bieten eine leckere und einfache Möglichkeit, Dich mit Phytonährstoffen aufzuladen. Gib rohe Cannabisblüten und Blätter in Deinen Smoothie, um eine Dosis Cannabinoid-Säuren und Terpene zu bekommen. Für einen unvergleichlichen Geschmack und Frische kannst Du noch tropische Früchte, Beeren und Eis dazu werfen. Entdecke den Royal Queen Seeds Cannabis-Smoothie als Rezept, dass Deine Geschmacksknospen und Dein Endocannabinoid-System gleichermaßen zum Strahlen bringt.

Cannabis Smoothie

Entsaften

Wir bei Royal Queen Seeds finden, dass Entsaften der beste Weg zum Verzehr von rohem Cannabis ist. Diese Methode konzentriert sich auf all die guten Dinge – Cannabinoide, Terpene und Flavonoide – während die unnötigen (und teilweise schwer verdaulichen) Fasern zurückbleiben. Verwende frisch geerntetes Cannabis, um einen kräftigen Phytochemikalien-Shot zuzubereiten oder gib den Saft in Smoothies.

Juicing Cannabis

Salate

Wer hat gesagt, dass Salate langweilig sein müssen? Hacke ein paar frische Cannabisblätter fein und streue sie in eine Schüssel mit Spinat, Zwiebeln, Radieschen, Oliven und Paprika. Für zusätzliche Proteine und mehr Crunch, kannst Du noch ein wenig Hühnchen oder Sonnenblumensamen dazugeben und losschlemmen!

Cannabis Salads

Hanfsamen

Vergiss nicht die Samen! Hanfsamen stecken voller Nährstoffe und verleihen jedem Gericht einen nussigeren Geschmack. Streue sie auf Pasta, Salate, Pudding oder sogar Müsli. Diese kleinen Teilchen der Tugend enthalten viele Omega-Fettsäuren, essentielle Aminosäuren, Kalzium, Eisen und Ballaststoffe!

Hemp Seeds

Kaltgepresstes Hanfsamenöl

Zu guter Letzt verdichtet kaltgepresstes Hanfsamenöl all die Vorzüge von Hanfsamen in einem leckeren Öl. Verwende dieses köstliche Öl zum Kochen oder gib einen Schuss davon über Salate für einen herrlich nussigen Geschmack.

Hemp Seed Oil

External Resources:
  1. Tetrahydrocannabinolic acid is a potent PPARγ agonist with neuroprotective activity https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  2. Cannabis Pharmacology: The Usual Suspects and a Few Promising Leads - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  3. Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  4. (PDF) Physiological and psychological effects of olfactory stimulation with D-Limonene https://www.researchgate.net
  5. Myrcene - an overview | ScienceDirect Topics https://www.sciencedirect.com
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