Paraguays Kongress hat dem Beginn eines staatlich geförderten Programms für den Anbau von Cannabis zugestimmt. Der Plan beinhaltet den Import von Samen und inländischen Anbau. Der Gesetzesvorschlag ist dabei, ohne Widerspruch aus irgendeinem Lager in der Rechtsordnung verabschiedet zu werden.

Das ist dieses Jahr in Paraguay nicht der einzige Sieg für medizinisches Cannabis. Im Mai erhielt das Gesundheitsministerium die Erlaubnis für den Import von Cannabisöl.

Der nur von Land umgebene Staat schließt sich nun Argentinien, Chile, Kolumbien und Peru in der Anerkennung von Cannabis als Medizin an. Was den Willen zu Reformen angeht, ist momentan Uruguay unter den Ländern des Subkontinents führend. Der Staat hat sowohl medizinischen Konsum als auch Freizeitkonsum legalisiert.

DAS ENDE DES DROGENKRIEGS?

Der südamerikanische Drogenkrieg war in der Region über 40 Jahre kennzeichnend für die amerikanische Außenpolitik. Da Cannabis nun jedoch nördlich des Rio Grande legalisiert wurde, ändern sich die Positionen. Viele in der Regierung sehen die Legalisierung als ein Gegenmittel gegen die Kartelle an.

Überraschenderweise war drogenbezogene Gewalt bis vor kurzem in Paraguay kein Thema. Das ist aus gutem Grund überraschend: Paraguay produziert weltweit etwa 9% der gesamten illegalen Cannabisernte. In anderen Worten ist es der lateinamerikanische Türkei Express. Weniger als 1% der Bevölkerung konsumiert tatsächlich die Droge. Der absolute Großteil wird für den Schwarzmarkt produziert. 80% der Ernte des Landes endet in Brasilien.

Paraguay Südamerika Cannabis-Gesetzgebung

Das veränderte sich im vergangen Jahr. Der mächtigste Drogenkönig des Landes wurde ermordet. Schwere, Kartell-bezogene Gewalttaten brachen durch die nachfolgenden Revierkämpfe aus. Das brachte im Gegenzug internationale Kräfte ins Spiel. Die lokalen Behörden können allein dem Gemetzel nicht Herr werden.

Die Legalisierung, auch wenn nur rein medizinisch, wird als Weg gesehen, die Gewalt zu bewältigen. Eine halbe Welt entfernt tat die türkische Regierung kürzlich dasselbe. Auch das ist ein Grund zur Hoffnung, in einer Welt, in der die Cannabislegalisierung zuletzt ins Stocken zu geraten schien.

EIN GLOBALER EXPORTMARKT WIRD GEBOREN

Eine Sache wird äußerst klar, jetzt wo sich das Jahr 2017 dem Ende zuneigt. Auf die ein oder andere Weise akzeptieren Staaten die Unvermeidbarkeit von medizinischem Cannabis. Auch wenn es nur aus einem spezifischen Grund unter vielen ist. Einer ist ganz klar die faktische Anerkennung der medizinischen Wirksamkeit von Cannabinoiden. Der andere entspringt dem Wunsch, der Gewalt des Schwarzmarkts Einhalt gebieten zu können.

Was auch immer der Grund ist, so verleiht dies doch der weltweiten Neueinordnung von Cannabinoiden neue Schubkraft. Doch es kann und wird noch vielen Grund für Schluckauf geben. Nichtsdestotrotz ist die Anerkennung der medizinischen Wirksamkeit von Cannabis gekommen, um zu bleiben.

Wer Zugang erhält und wann, sind die nächsten großen Fragen. Wo und wie das Cannabis produziert werden soll, ist ein weiterer Teil der Diskussionen. Einheimische Anbaubetriebe bedeuten, dass sicher weitere Reformen folgen werden.

Das Jahr 2017 erlebte einen mächtigen internationalen Wandel an der Cannabisfront. Weitere Länder sind sowohl dabei zu legalisieren als auch den inländischen Anbau voranzutreiben. Und das ist ein triftiger Grund für Festtagsfreude.

INLÄNDISCHER ANBAU AUF DEM VORMARSCH

2018 beginnt mit bedeutenden Reformen. Zum allerersten Mal wird es eine Gemeinschaft globaler, legaler Anbauer geben. Das bedeutet im Gegenzug schnelle Vorteile für die Industrie. Zum Beispiel was technisches Anbauequipment betrifft oder Experimente mit neuen Sorten.

Auch die Forschung wird einen Aufwärtstrend erleben, da nationale Labore endlich die Erforschung der Cannabinoide zum Wohle chronischer und akuter menschlicher Erkrankungen priorisieren können.

GUTE VORZEICHEN FÜR DIE BEVORSTEHENDE ZUKUNFT

Die Entscheidung des paraguayischen Kongresses ist an sich schon positiv. Doch sie ist auch ein Anzeichen für etwas anderes und viel aufregenderes: Es bedeutet, dass nun die Mehrheit der Länder der westlichen Hemisphäre die medizinische Verwendung annehmen. Auch passiert dies zu einer Zeit, in der Europa den Wandel bereits vollzogen hat. Während die Dynamik weiter zunimmt, wird das neue Jahr enthüllen, welche Länder bereit sind, den Kurs zu halten.

Warenkorb

Einschließlich KOSTENFREIER Artikel

Keine Produkte

Versand € 0.00
Gesamt € 0.00

Bestellen