Im Laufe der Jahre wurde viel über Cannabis berichtet. Wenn wir ganz ehrlich sind, sind viele dieser Dinge wahr, zum Beispiel können manche Sorten Dich lethargisch und unproduktiv machen. Doch für jede wahre Aussage, die über Cannabis gemacht wurde, gibt es auch wilde Anschuldigungen. Seit vielen Jahren wird behauptet, dass Cannabis schlecht für die Empfängnis ist. Im Laufe der Jahre kamen zahlreiche Studien zu diesem Thema zu der Vorstellung, dass dies sowohl für Männer als auch für Frauen gelten soll.

Auf einen Schlag wurde diese Theorie auf den Kopf gestellt, da die neueste Studie zu diesem Thema herausgefunden hat, dass der Marihuana-Konsum von beiden Geschlechtern die Chancen eines Paares schwanger zu werden, nicht senkt. Wenn man solch unterschiedliche Enthüllungen beobachtet, beginnt man sich Gedanken über die Integrität früherer Forschungsprojekte zu machen und wundert sich, was man sonst noch über Cannabis herausfinden könnte.

WARUM SOLLTE MAN EMPFÄNGNISRATEN JETZT UNTERSUCHEN?

Der von “The Journal of Epidemiology and Community Health” (JECH) veröffentlichte Forschungsauftrag bestand in einer Überprüfung der Zusammenhänge zwischen der Verwendung von Marihuana und der Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis. Der Grund, weshalb der Zeitpunkt für dieses Thema so tiefgreifend ist, liegt in der weltweit zunehmenden Legalisierung von Cannabis. Viele Staaten in Amerika betrachten die Droge nun als legal für den persönlichen Gebrauch. Sogar in Kanada wird die Droge später in diesem Jahr im ganzen Land legalisiert. Wenn frühere Studien zu diesem Thema wirklich schlüssig gewesen wären, dann würde das eine Katastrophe für die Empfängnisraten bedeuten.

Gras gilt als die am häufigste verwendete Freizeitdroge unter Paaren im fortpflanzungsfähigen Alter, deshalb dachte Lauren Wise, Professorin für Epidemiologie “es wäre eine günstige Zeit, um den Zusammenhang zwischen Marihuana und Fruchtbarkeit zu untersuchen.” Da Probleme mit Unfruchtbarkeit das US-Gesundheitssystem mehr als 5 Milliarden Dollar pro Jahr kosten, kannst Du erkennen, warum es notwendig war, sich auf dieses Thema zu konzentrieren.

Paar Fruchtbarkeit Cannabis

DAS ERGEBNIS DER FORSCHUNG

Die Studie dauerte 4 Jahre und hatte eine Stichprobengröße von 4.194 Frauen aus Amerika und Kanada im Alter von 21 bis 45 Jahren. Alle Kandidatinnen waren in festen Beziehungen und wurden gebeten, während des gesamten Zeitraums eine Reihe von Befragungen an sich selbst durchzuführen. Die viertausend Frauen wurden auch gebeten, ihre männlichen Partner zu bitten an der Studie teilzunehmen, wovon 1.125 sich bereit erklärten. Diese Fragebögen wurden für ein Jahr alle 8 Wochen selbst ausgefüllt, bis die Kandidaten entweder ausstiegen, schwanger wurden oder zusätzliche Fruchtbarkeitsbehandlungen in Anspruch aufnahmen.

Man folgerte, dass, während 12% der weiblichen Kandidaten und 14% der männlichen Kandidaten angaben Marihuana in den zwei Monaten vor der ursprünglichen Umfrage konsumiert zu haben, die Wahrscheinlichkeit der Empfängnis zwischen Paaren, die Cannabis konsumierten und denen, die es nicht konsumierten, während den 12 Nachuntersuchungen sehr ähnlich waren.

Diese Schlussfolgerung ist jedoch nicht frei von Warnungen. Sie hat zwar dazu beigetragen, frühere Studien zu widerlegen, aber man konnte nicht eindeutig belegen, dass es keinen erkennbaren Einfluss auf die Fruchtbarkeit infolge des Rauchens von Cannabis gab. Die Forscher räumten schnell ein, dass die Art und Weise einer internetbasierten Studie einige Variablen mit sich bringt. Es kann schwierig sein, die Validität der Daten zu quantifizieren, wenn die Kandidaten die Informationen selbst ausfüllen. Man konnte außerdem nicht feststellen, ob Nutzer, die “Ja” zum Cannabiskonsum sagten, regelmäßig oder sporadisch rauchten.

MAN BENÖTIGT EIN BESSERES VERSTÄNDNIS

Der abschließende Kommentar war, dass “zukünftige Studien mit tagesspezifischen Daten über die Verwendung von Marihuana in der Lage sein könnten, akute von chronischen Wirkungen des Marihuana-Konsums zu unterscheiden”. Angesichts der Tatsache, dass es noch viel zu lernen gibt, wenn es um Cannabis und seine Auswirkung auf unsere Fruchtbarkeit geht, raten viele medizinische Fachgesellschaften von der Verwendung der Droge immer noch ab, egal ob man bereits schwanger ist oder versucht dies zu werden. Es scheint, als würde kein Tag vergehen, an dem kein Gegenargument zu einigen der verdammenden Forschungen über die Auswirkung von Cannabis auftaucht. Es bleibt jedoch bei der Tatsache, dass trotz dieser Enthüllung viel mehr Einsicht in dieses Thema benötigt wird, sei es zum Besseren oder Schlechteren.

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