Dem Drogenbericht der EU aus dem Jahr 2016 zufolge war Cannabis für 78% aller polizeilichen Maßnahmen verantwortlich. Der Kampf gegen Drogen verliert allerdings an Rückhalt aus der Politik, die immer öfter Versuche einer Legalisierung von Cannabis startet. Innerhalb der EU gaben Deutschland, Italien, die Niederlande und Tschechien medizinisches Cannabis auf Rezept für die Behandlung bestimmter Krankheiten frei. Als er ankündigte, dass Luxemburg ihnen bald folgen werde, stützte sich Premierminister Xavier Bettel auf alle diese Länder. Das ist eigentlich ein ermutigendes Zeichen für die Legalisierungsbewegung in ganz Europa und darüber hinaus. Luxemburg blickt in der Beziehung zu Cannabis auf eine komplizierte Geschichte zurück und dennoch sehen auch dort Hanffreunde das Licht am Ende des Tunnels.

CANNABIS-GESETZGEBUNG IN LUXEMBURG

Luxemburg ist einer der Gründerstaaten der Europäischen Union und liegt zwischen Frankreich, Deutschland und Belgien. Die Menschen dort sprechen eine eigene Sprache und besitzen ihre eigene charakteristische Kultur. Außerdem ist das Land die einzige konstitutionelle Monarchie der Welt, die noch immer als Großherzogtum bezeichnet wird. Lange Rede kurzer Sinn, in Luxemburg macht man die Dinge gerne so, wie man es dort für richtig hält. Nichtsdestotrotz wirft man auch immer wieder einen Blick auf die Aktionen der Nachbarländer.

Speziell die Legalisierung des Verkaufs von Cannabisprodukten in Coffeeshops in den Niederlanden brachte den Schwarzmarkt in Luxemburg zum Einsturz. Sehr viel des in Luxemburg illegal verkauften Weeds wird von Maastricht oder Amsterdam ins Land geschmuggelt. Während der Verkauf und Konsum immer noch als illegal gelten, wurde der Besitz von Cannabis entkriminalisiert und höchstens mit einem Bußgeld bestraft. Der Anbau ist legal, jedoch nur von Sorten mit weniger als 0,3% THC.

Precription Cannabis

MEDIZINISCHES CANNABIS

Vor allem jetzt, da der medizinische Nutzen der Pflanze weiter erforscht wurde, gibt es in Luxemburg genügend Patienten, die eine sichere Versorgung mit kontrolliertem Cannabis fordern. Patienten, deren Symptome mit Cannabis gelindert oder behandelt werden können, räumen mit den veralteten Vorurteilen über Cannabisnutzer auf.

Ihre Geschichten sind oft der Auslöser des ersten Schritts in Richtung einer umfassenden Legalisierung. Eine Initiative in Luxemburg, die Unterschriften für die Legalisierung von medizinischem Marihuana sammelte, erhielt am Ende tausende von Unterschriften. Letztendlich kündigte Premierminister Xavier Bettel an, dass die Gesunheitsministerin Lydia Mutsch den Zugang zu medizinischem Cannabis in Luxemburg ermöglichen und zu einer Formsache machen wird.

EINSCHRÄNKUNGEN

Ministerin Mutsch beharrt darauf, dass man für den Zugang zu medizinischem Marihuana strenge Auflagen erfüllen müsse. Jegliche autorisierte Sorten oder auf Cannabinoiden basierte Medizin muss einen sehr geringen THC-Gehalt aufweisen. Als Ausgabestellen dienen ausschließlich Apotheken in Krankenhäusern. Während andere Länder ihren Ärzten die Entscheidungsfreiheit lassen, ob Cannabis die angebrachte Behandlungsmethode ist, werden in Luxemburg nur schwere Erkrankungen eine Behandlung mit Cannabis rechtfertigen. Man nimmt an, dass Cannabis für Krebspatienten bei einer Chemotherapie zulässig sein wird. Neurologische Erkrankungen wie Alzheimer und Multiple Sklerose werden auch als Krankheiten in den Katalog mitaufgenommen. Zudem sollen schwere Muskelspasmen, Schmerzen oder Epilepsie eine Behandlung mit Cannabis rechtfertigen.

Die Regierung schränkt das Ganze weiter ein, als manche Aktivisten gehofft hatten. Nichtsdestotrotz könnte die Gesetzesänderung ein wichtiger Schritt in Richtung sozialer Veränderung in Luxemburg sein. Mit der Normalisierung von Cannabis als Medizin werden es mehr Menschen als nützliche therapeutische Medizin und nicht mehr als eine verrufene Droge ansehen. Wenn sich die Welt auch weiterhin auf eine globale Legalisierung zubewegt, könnte das den medizinischen Zugang in Zukunft erweitern. Wir wünschen allen Patienten in Luxemburg viel Glück!

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