Parkinson ist eine schwächende Krankheit und eine, für die schnell eine Lösung gefunden werden muss. Wissenschaftler untersuchen nun, ob Cannabis ein Potenzial für die Behandlung haben könnte.

Parkinson ist der heutige Name für eine degenerative Erkrankung des Gehirns, die von den Menschen seit Anbeginn der geschriebenen Geschichte aufgezeichnet wurde. Im alten Indien nannten die Praktizierenden des medizinischen Systems Ayurveda es Kampavada. Im Jahre 175 wurde es von Galen von Pergamon, dem prominenten griechischen Chirurgen und Philosophen, als "Schüttellähmung" bezeichnet. Im Jahre 1817 schrieb der Londoner Arzt Dr. James Parkinson "eine Abhandlung über die Schüttellähmung", in der er detailliert eine Erkrankung beschreibt, die er bei mehreren seiner Patienten und lokalen Bekannten beobachtet hatte. Gegen Ende des Jahrhunderts, nach der umfangreichen wissenschaftlichen Untersuchung, erkannte der Neurologe Jean-Martin Charcot die Bedeutung der Arbeit von Parkinson und benannte die Erkrankung nach ihm. Lange haben wir gegen diese Krankheit gekämpft, doch die modernen Therapien sind weniger als ideal. Einige Wissenschaftler glauben jetzt, dass Cannabis könnte helfen und untersuchen aktiv sein Potenzial.

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Krankheit selbst.

WAS IST PARKINSON?

Parkinson ist eine chronische und progressive Bewegungsstörung, von der im Allgemeinen ältere Personen betroffen sind. Dabei kommt es zur Störung und dem Tod von lebenswichtigen Nervenzellen in einem Teil des Gehirns, der als Substantia nigra bezeichnet wird. Einige dieser sterbenden Nervenzellen produzieren normalerweise Dopamin, ein Hormon, das Gehirn nutzt, um mit anderen Teilen des Gehirns zu kommunizieren, um Bewegung und Koordination steuern. Der Schaden wirkt sich auf die motorischen Fähigkeiten aus, was es schwer macht zu funktionieren. Im Laufe der Zeit sterben immer mehr Nervenzellen ab, was bedeutet, dass noch weniger Dopamin erzeugt wird und der Zustand sich zusehends verschlechtert.

Die spezifischen Symptome variieren von Person zu Person, aber die primären Indikatoren sind:

• Tremor der Hände, Arme, Beine, Kiefer und Gesicht

• Bradykinesie oder Langsamkeit und Unsicherheit der Bewegung

• Festigkeit und Steifigkeit in den Gliedmaßen

• Instabile Haltung oder schlechtes Gleichgewicht und Koordination

Es gibt auch Symptome, die nicht die Motorik betreffen, die durch den Aufbau von Klumpen des Proteins Alpha-Synuclein in den Riechkolben und Hirnstamm verursacht werden, was die Schlafregulation und den Geruchssinn beeinflusst.

Es gibt für Parkinson keine bekannte Ursache und keine Heilung. Nach Jahren intensiver Forschung wurden pharmazeutische Medikamente wie Levodopa entwickelt. Diese Medikamente können zwar helfen, mit der Krankheit umzugehen, doch die Schwere einiger Symptome umkehren können sie nicht. Leider kann die langfristige Verwendung von Levodopa und ähnlichen Arten von Arzneimitteln zu Nebenwirkungen wie Dyskinesie, Appetitlosigkeit und Schlaflosigkeit führen.

cannabis parkinson

 

CANNABIS UND PARKINSON

Es ist erwähnenswert, dass genauere klinische Studien, die die therapeutischen Wirkungen von Cannabis bei Parkinson-Patienten beurteilen könnten, noch ausstehen. Allerdings gibt es eine große Anzahl von vorklinischen Angaben, die freiwillige Parkinson-Patienten gemacht haben, die Cannabis konsumieren. Als sie beispielsweise im Jahr 2004 am Prager Zentrum für Bewegungserkrankungen einen Fragebogen beantworteten, berichteten 45,9% der Patienten, die Cannabis konsumieren, dass dies irgendeine Form von positiver Wirkung auf sie habe.

Unter diesen positiven Wirkungen finden sich eine Reduzierung von Ruhetremor, Linderung von Bradykinesie und durch Levodopa induzierte Dyskinesien, Anregung des Appetits und auch erholsamer Schlaf.

Andere Studien untersuchten die beobachtbaren klinischen Wirkungen von Cannabis bei Patienten, die bereits medizinisches Cannabis verwendeten. 17 Parkinson-Patienten wurden von einem Team von Forschern beobachtet, um zu beurteilen, wie sich der Konsum von Cannabis auf ihre Symptome auswirkte. Es wurde festgestellt, dass sich 30 Minuten nach dem Konsum von Cannabis die Motorik deutlich verbesserte, sowie die Schmerzwahrnehmung reduzierte. Diese Studie war von viel zu geringem Umfang, um als endgültig angesehen zu werden; allerdings legt sie einen Grundstein für viel eingehendere Untersuchungen.

Es gibt noch viel über die Komplexität des Gehirns und medizinischen Wirkungen von Cannabis zu lernen. Es gibt bestehende wissenschaftliche Belege, die darauf hinweisen, dass Cannabinoide eine wichtige Rolle bei der neuronalen Gesundheit spielen, sowohl in der Prävention, als auch der Behandlung von degenerativen Erkrankungen des Gehirns, wie eben auch Parkinson.

Es ist nicht zu weit hergeholt zu denken, dass Cannabis eine positive Rolle bei der Behandlung von Parkinson spielen kann. In der Region des Gehirns, die Parkinson beeinflusst, wimmelt es von Cannabinoid-Rezeptoren. Von anderen Erkrankungen des Gehirns und des Nervensystems, wie Multiple Sklerose und Alzheimer hat sich gezeigt, dass die Zufuhr von exogenen Cannabinoiden sich positiv auswirkt.

Die Entwicklung von Therapien, die Parkinson verlangsamen oder stoppen, ist zwingend notwendig, um das Leiden der Patienten zu lindern. Weitere Studien stehen sicherlich schon in den Startlöchern. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die wahren Potentiale von Cannabis in klinischen Studien gründlichen dokumentiert sind.

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