By RQS Editorial Team


Gegenwärtig gibt es mehr als 55 Millionen Menschen mit einer Form von Demenz, wobei jährlich etwa 10 Millionen neue Fälle diagnostiziert werden. Die Alzheimer-Krankheit – eine Erkrankung, die Demenz verursacht – ist für die darunter leidenden Menschen äußerst belastend und hat auch für ihre Familien verheerende Folgen, da sie zusehen müssen, wie die Person, die sie kennen, vor ihren Augen langsam verschwindet.

Viele Menschen haben von der Alzheimer-Krankheit gehört, doch ihre Ursachen bleiben ein Rätsel. Hier sehen wir uns an, was die Wissenschaft über die Alzheimer-Krankheit weiß und ob Cannabis für Patienten von Nutzen sein könnte.

Was ist die Alzheimer-Krankheit?

Die Alzheimer-Krankheit betrifft am häufigsten Menschen ab 65, obwohl sie auch bei jüngeren Menschen auftreten kann. Sie betrifft geschätzte 1 von 14 Menschen über 65 und 1 von 6 Menschen über 80. Auch wenn die genauen Ursachen der Alzheimer-Krankheit noch nicht gänzlich verstanden werden, deuten mehrere Faktoren auf ein erhöhtes Risiko hin, darunter:

  • Familiäre Alzheimer-Vorbelastung
  • Fortgeschrittenes Alter
  • Aspekte der Lebensweise und Krankheiten, die in Zusammenhang mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung stehen
  • Unbehandelte psychische Erkrankungen wie Depression
Was ist die Alzheimer-Krankheit?

Alzheimer-Krankheit vs. Demenz: Was ist der Unterschied?

Die Alzheimer-Krankheit ist eine Erkrankung, die Demenz verursacht. Demenz hingegen ist der allumfassende Begriff für einen generellen Verfall der geistigen Fähigkeiten; ein Verfall, der so dramatisch ist, dass er sich auf die Lebensqualität des Patienten auswirkt.

Demenz ist die Folge der Alzheimer-Krankheit, von anderen ähnlichen Erkrankungen und Verletzungen, die sich direkt oder indirekt auf das Gehirn auswirken. Dies führt zu einem steten Verfall der kognitiven Funktion.

Lass uns einen Blick darauf werfen, was genau die Alzheimer-Krankheit verursacht.

Was verursacht die Alzheimer-Krankheit?

Das menschliche Gehirn besteht aus Milliarden von Neuronen (Nervenzellen), die Informationen verarbeiten und austauschen sowie über elektrische und chemische Signale Nachrichten senden. Die Alzheimer-Krankheit blockiert dieses Nachrichtensystem auf neuronaler Ebene, was zu einem Verlust der Zellfunktion und Zelltod führt.

Es wird angenommen, dass die Alzheimer-Krankheit von einer ungewöhnlichen Ansammlung von Proteinen in und um Gehirnzellen verursacht werden könnte, was zu einer Reduktion von Neurotransmittern führt, die an der Übermittlung von Signalen zwischen Neuronen beteiligt sind.

Was verursacht die Alzheimer-Krankheit?

Es ist nicht vollständig bekannt, warum dieser Prozess auftritt oder was ihn verursacht. Die Wissenschaft weiß jedoch, dass er beginnt, lange bevor Symptome auftreten. Im Laufe der Zeit fangen betroffene Gehirnareale an, zu schrumpfen. Gewöhnlich ist der für das Gedächtnis verantwortliche Bereich zuerst betroffen.

Also, stellt Cannabis irgendein Potenzial dar, das sich auf die Symptome der Alzheimer-Krankheit auswirken könnte? Was macht die Pflanze und ihre Verbindungen auf diesem Gebiet zu einem wertvollen Forschungsgegenstand?

Wie wirkt sich Cannabis auf das Gehirn aus?

Die potenzielle Verbindung zwischen Cannabis und der Alzheimer-Krankheit läuft hauptsächlich auf die Wirkung hinaus, die Cannabis auf das Gehirn hat. Die Phytochemikalien von Cannabis treten mit dem Endocannabinoid-System des Körpers in Wechselwirkung. Dieses Netzwerk von Zellrezeptoren erstreckt sich über den gesamten Körper und nutzt endogene Cannabinoide – natürlich vorkommende Cannabinoide –, um eine Vielzahl von Körperfunktionen zu regulieren.

Es gibt zwei Hauptarten von Cannabinoid-Rezeptoren: CB1 und CB2. CB1-Rezeptoren kommen überwiegend im Gehirn und in Rückenmarksnervenzellen vor, während CB2-Rezeptoren primär im Immunsystem zu finden sind.

Studien deuten darauf hin, dass Cannabinoide wie THC beim Rauchen, Verdampfen oder Einnehmen von Cannabis an diese Rezeptoren binden, wobei sie die Freisetzung von Neurochemikalien im Gehirn und die Art des Informationsaustauschs der Gehirnzellen verändern. Und dies ist der Punkt, an dem wir anfangen können, die potenzielle Auswirkung von Cannabis auf die Alzheimer-Krankheit in Betracht zu ziehen.

Cannabis und die Alzheimer-Krankheit

Über die Langzeitwirkungen von Cannabis auf das Gehirn gibt es noch viel zu lernen. In einigen klinischen Studien wurde jedoch versucht, die Auswirkung von Cannabinoiden auf Verhaltenssymptome von Menschen mit Demenz zu untersuchen; vor allem auf Unruhe und Aggression. Interessanterweise wurde in einer der hochwertigsten Forschungsarbeiten[1] zu dem Thema postuliert, dass die gemeinsame Verabreichung von THC und CBD "nutzbringender" sein könnte, als eines der beiden Cannabinoide isoliert anzuwenden.

In einem von der Alzheimer's Drug Discovery Foundation[2] publiziertem Bericht wurde eine als Nabilon bekannte synthetische Version von THC auf ihre möglichen Auswirkungen auf Verhaltenssymptome der Alzheimer-Krankheit untersucht. Der Bericht verweist auf verschiedene relevante Studien und versucht insbesondere festzustellen, ob Nabilon im Vergleich zu Placebo die mit Alzheimer verbundene Unruhe reduzieren kann. Auch wenn die Daten insbesondere im Vergleich zu den meisten medizinischen Forschungen zu Cannabis vielversprechend sind, sind umfangreichere Studien erforderlich, bevor wir mit Sicherheit sagen können, ob Cannabis klinisches Potenzial für die Behandlung der mit Alzheimer verbundenen Verhaltenssymptome hat.

Ist THC gut oder schlecht für die Alzheimer-Krankheit

Angesichts der psychotropen Natur von THC bleibt die Frage, ob Langzeitgebrauch das alternde Gehirn beeinträchtigen könnte. Gegenwärtig gibt es nicht ausreichend Forschung, um zu sagen, dass THC "gut" oder "schlecht" für das Gehirn ist, und es scheint eine viel differenziertere Diskussion zu sein. Tatsächlich spielen die Dosierung und Häufigkeit eine wichtige Rolle, ebenso wie das Alter und die Veranlagung für psychische Erkrankungen.

Interessanterweise wird auch das Potenzial von positiven Auswirkungen von THC auf das alternde Gehirn diskutiert. Nimm zum Beispiel diese Studie aus dem Jahr 2017[3], in der alternden Mäusen chronisch niedrige Dosen THC in der Hoffnung verabreicht wurden, den altersbedingten geistigen Verfall zu reduzieren. Auch wenn sie vorläufig ist, ebnet diese Studie (unter anderen) den Weg für umfangreichere Forschung zu den positiven oder negativen Auswirkungen von THC auf die Neurodegeneration bei menschlichen Testpersonen.

CBD und die Alzheimer-Krankheit

Zur Beziehung zwischen CBD und der Alzheimer-Krankheit gibt es deutlich weniger Forschung. In einigen frühen Analysen[4] wurde jedoch untersucht, ob CBD neuroprotektive Eigenschaften zeigt.

Im Wesentlichen schützen neuroprotektive Substanzen Neuronen vor Verfall und könnten Unterstützung gegen den Ausbruch sowie das Fortschreiten von Erkrankungen wie der Alzheimer-Krankheit bieten. Welche Rolle (wenn überhaupt eine) CBD hinsichtlich der Neuroprotektion spielt, ist noch unbekannt, aber es lohnt sich gewiss, dies weiter zu untersuchen.

Die Kombination von CBD und THC gegen die Alzheimer-Krankheit

Wie bereits erwähnt, wird in einer Studie von 2019 zu Cannabis und der Alzheimer-Krankheit nahegelegt, dass die gemeinsame Nutzung von CBD und THC eine signifikantere Auswirkung als beide allein haben könnte. Diese Aussage unterstützt eine als Entourage-Effekt bekannte Theorie, die besagt, dass Cannabisverbindungen dazu neigen, synergistisch zu wirken, wenn sie in Kombination verabreicht werden.

Diese Studie ist nicht die einzige, die auf eine nutzbringende Beziehung zwischen THC und CBD hindeutet. Tatsächlich weist das Medikament Sativex, das im Vereinigten Königreich für die Behandlung von mit MS zusammenhängender Spastik zugelassen ist, eine 1:1-Zusammensetzung von beiden Cannabinoiden auf.

Wie man Cannabis gegen die Alzheimer-Krankheit einnimmt

Wenn man bedenkt, dass Cannabis keine zugelassene Behandlung für die Alzheimer-Krankheit oder damit zusammenhängende Symptome ist, können wir keinen Rat zur Nutzung der Pflanze für diesen Zweck geben. In Forschungsumgebungen wird Cannabis den Testpersonen in der Regel in Form von inhalierbarem Dampf oder als oromukosales Spray oder in Form von oral oder sublingual verabreichten Ölen oder Kapseln verabreicht.

Diese Methoden sind sicherer als Rauchen und bieten eine größere Kontrolle über die Dosierung. In vielen Fällen ist das in klinischen Einrichtungen genutzte Cannabis eigentlich kein Cannabis, sondern eher synthetische Cannabinoide, die jene in der Pflanze vorkommenden nachahmen.

Jeder, der an der Nutzung von Cannabis für holistische Zwecke interessiert ist, sollte stets zuerst einen Arzt konsultieren, da dieser am besten einschätzen kann, ob es geeignet ist. Hierbei müssen Lebensstilfaktoren, andere Medikamente und der Zugang berücksichtigt werden.

Die Zukunft von Cannabis und der Alzheimer-Krankheit

Behandlungen für die Alzheimer-Krankheit sind nur in den frühen Stadien der Erkrankung wirksam. Und da die Krankheit nicht gänzlich verstanden wird, ist die Untersuchung neuer Behandlungsformen essenziell.

Das holistische Potenzial von Cannabis wird seit Tausenden von Jahren untersucht. Erst kürzlich hat die Wissenschaft angefangen, das Potenzial von Cannabinoiden für an der Alzheimer-Krankheit leidende Menschen zu erforschen.

Traditionell wird der Konsum von Cannabis mit Lern- und Gedächtnisproblemen bei anfälligen Menschen in Zusammenhang gebracht. Neueste Entdeckungen in Alzheimer-Studien an Tieren deuten jedoch in die andere Richtung. Dies ergänzt die Humanstudien, in denen kleinen Testgruppen von Alzheimer-Patienten natürliche und synthetische Cannabinoide verabreicht werden.

Zum Glück schreiten die Studien schnell voran. Viele Humanstudien sind in dem Prozess, Finanzierung zu erhalten, oder in eben diesem Augenblick bereits im Gange. Hoffentlich wird uns dies bald eine endgültige Antwort darauf liefern, ob Cannabis eine brauchbare Option für Alzheimer-Patienten darstellt.

External Resources:
  1. A Review on Studies of Marijuana for Alzheimer’s Disease – Focusing on CBD, THC - PMC https://www.ncbi.nlm.nih.gov
  2. https://www.alzdiscovery.org/uploads/cognitivevitalitymedia/Nabilone-Cognitive-Vitality-For-Researchers.pdfn
  3. A chronic low dose of Δ 9-tetrahydrocannabinol (THC) restores cognitive function in old mice - PubMed https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  4. Cannabidiol for neurodegenerative disorders: important new clinical applications for this phytocannabinoid? - PMC https://www.ncbi.nlm.nih.gov
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