CBD oder Cannabidiol ist eines der vielen Moleküle aus der Klasse der Cannabinoide. Diese werden hauptsächlich in den Trichomen der Cannabispflanze hergestellt und hinsichtlich möglicher Wirkungen bei zahlreichen Erkrankungen untersucht. Die Popularität von CBD hat im Zuge der Studien zugenommen, die auf seine entzündungshemmenden[1], antioxidativen[2], krampflösenden[3] und neuroprotektiven Wirkungen[4] hinweisen. CBD ist aufgrund seiner nicht-psychoaktiven Natur besonders beliebt, weshalb vielen Menschen ein einfacher und legaler Zugang zu diesem Molekül möglich ist.

Laufende Untersuchungen implizieren, dass es noch einiges über die Vielseitigkeit von CBD zu lernen gibt und ein Bereich davon betrifft seine Wirkung bei Migräne. Eine im wissenschaftlichen Pharmacotherapy-Journal veröffentlichte Studie[5] konnte bereits zeigen, dass inhaliertes und essbares medizinisches Cannabis die Häufigkeit von Migränekopfschmerzen signifikant senken kann.

Diese Form von Cannabis enthält jedoch bereits eine Vielzahl von Cannabinoiden, darunter auch das psychoaktive THC sowie andere verschiedene Terpene. Daher spricht dieses Beispiel nicht für das, was CBD-Öl bei dieser Erkrankung isoliert erreichen könnte. Ungeachtet der Auswirkungen von Cannabis als Ganzem auf Migränekopfschmerzen, bevorzugen viele Konsumenten reine CBD-Produkte, da diese nich psychoaktiv wirken. Nun, was genau kann CBD bei Migräne bewirken?

WAS IST MIGRÄNE?

Migräne wird als leichter bis schwerer pochender Kopfschmerz erlebt, der normalerweise auf einer Seite des Kopfes auftritt. Sie verursacht aber nicht nur lästige und manchmal unerträgliche Kopfschmerzen, sondern kann auch andere Symptome wie Erbrechen, Übelkeit und Licht- und Geräuschempfindlichkeit auslösen.

Migräne ist ein häufiges Phänomen, von dem allein in den Vereinigten Staaten mehr als 38 Millionen Menschen betroffen sind. 6% der Männer leiden unter diesen Kopfschmerzen, zusammen mit 18% der Frauen, wobei die massive Menge von 5 Millionen US-Bürgern jeden Monat mindestens einen Migräneanfall erleiden.

Es gibt zahlreiche Formen der Migräne, die jeweils unterschiedliche Charakteristika aufweisen. 70–90% der Betroffenen leiden unter Migräne ohne Aura, ein Typ, der zwischen 4 und 72 Stunden dauert und pulsierende Schmerzen auf einer Kopfseite auslöst. Migräne mit Aura ist eine weitere häufige Form, die durch neurologische Symptome gekennzeichnet ist, die den Anfall begleiten. Zu den Symptomen zählen blinde Flecken im Sichtfeld, farbige Flecken, Tunnelblick und blinkende Lichter in den Augen. Dann gibt es noch die chronische Migräne, die länger als 15 Tage im Monat andauern kann.

Die genaue Ursache von Migräne-Kopfschmerzen ist noch immer unbekannt, doch man nimmt an, dass sie auf Veränderungen von Chemikalien, Nerven und Blutgefäßen im Gehirn zurückzuführen sind.

Reasons Migranie

MIGRÄNE UND DAS ENDOCANNABINOID-SYSTEM

Die Forschung steckt auf diesem Gebiet zugegebenermaßen immer noch in den Kinderschuhen und ist unvollständig, was zum Teil auf die bis vor kurzem geltenden Beschränkungen für Cannabidiol zurückzuführen ist. Obwohl es in der wissenschaftlichen Literatur noch keine eindeutige Antwort gibt, bieten vorklinische Studien einige Hinweise, dass CBD Migränekopfschmerzen beeinflussen könnte.

So nimmt man an, dass viele der Wirkungen dieses Cannabinoids auf seine Wechselwirkung mit dem Endocannabinoid-System zurückzuführen sind. Dieses System besteht aus Rezeptorstellen, die an vielen verschiedenen Zelltypen im menschlichen Körper vorkommen und wirkt an der Regulierung vieler physiologischer Systeme mit. Diese Rezeptorstellen werden CB1- und CB2-Rezeptoren genannt. Im Körper synthetisierte Chemikalien, so genannte Endocannabinoide, regulieren dieses System. Diese Verbindungen ähneln in ihrer Struktur den Phytocannabinoiden, die in der Cannabispflanze gebildet werden, worauf deren ähnliche Wirkungen im Körper beruhen.

Das Endocannabinoid-System wurde im Zusammenhang mit Migräne als ein wichtiger Faktor vorgeschlagen. Eine wissenschaftliche Arbeit in der Fachzeitschrift _Experimental Neurology_ zeigt, dass dieses System zentral und peripher an der Verarbeitung von Schmerzsignalen beteiligt sein kann. Dies mag zum Teil auf Endocannabinoide zurückzuführen sein, die die Freisetzung jener Neurotransmitter hemmen, die die Schmerz-Signalisierung über die Interaktion mit dem CB1-Rezeptor steuern. Die Autoren dieser Abhandlung halten fest, dass das Endocannabinoid-System ein "vielversprechendes therapeutisches Hilfsmittel bei der Linderung physiologischer und entzündungshemmender Komponenten von Schmerz sein könnte, der mit Migräne-Attacken im Zusammenhang steht."

CBD, ANANDAMID UND MIGRÄNE

Falls dieses Konzept tatsächlich richtig sein sollte, dann ist Dr. Ethan Russo[6] der Auffassung, dass ein Mangel an Endocannabinoiden im Körper möglicherweise zu Migräne und anderen Erkrankungen beitragen könnte. Daher erklärte Russo, dass ein klinischer Endocannabinoid-Mangel bei einigen Menschen die Ursache für Migränekopfschmerzen sein könnte.

Anandamid oder AEA ist eines von mehreren im menschlichen Körper synthetisierten Endocannabinoiden. Ein in der Fachzeitschrift _Neuroendocrinology Letters_ veröffentlichter Artikel zeigt, dass dieses Molekül die Aktivität bestimmter Serotonin-Rezeptoren sowohl erhöhen als auch verringern kann, was darauf schließen lässt, dass es therapeutische Verwendungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit Migränekopfschmerzen haben könnte. Die Autoren dieser Abhandlung halten ferner fest, dass AEA in der periaquäduktalen grauen Substanz, einem Migräne-Generator, tonisch aktiv ist.

Weitere Untersuchungen, die im _Journal of Headache and Pain_ veröffentlicht wurden, haben die Rolle der AEA-Verabreichung in Tiermodellen untersucht. Solche Untersuchungen bestätigen, dass eine Funktionsstörung innerhalb des Endocannabinoid-Systems zur Entwicklung von Migräne-Attacken beitragen könnte. Die Autoren dieser Abhandlung erklären ferner, dass die Modulation der Endocannabinoid-System-Rezeptoren, wie sie bei der Verabreichung von AEA auftritt, bei der Behandlung von Migräneschmerzen nützlich sein könnte.

Ein 2015 veröffentlichter Bericht über Cannabinoide und Epilepsie[7] zeigte, das CBD "die Aufnahme und den enzymatischen Abbau von Ananadamid mittels FAAH hemmt." Obwohl es weniger der potentielle Einfluss von CBD auf Epilepsie ist, für den wir uns interessieren, macht es CBD jedoch möglich, dass Anandamid über längere Zeiträume außerhalb der Zelle bleiben und möglicherweise die oben genannten Wirkungen hervorrufen kann.

Endocannabinoid System

DER EINSATZ VON CBD BEI MIGRÄNE

CBD kann in vielen verschiedenen Formen eingenommen werden. Diejenigen, die Cannabis inhalieren möchten, können CBD-Blüten in Joints oder im Verdampfer nutzen. Da die Popularität von CBD immer weiter zunimmt, züchten immer mehr Saatgutbanken Sorten mit deutlich höheren CBD-Konzentrationen, die gleichzeitig fast kein THC mehr enthalten.

Die einfachste und diskreteste Art, um CBD zu dosieren, ist die Verwendung von CBD-Öl. Dieses Öl kann unter der Zunge platziert werden, wo es schnell in den Blutkreislauf aufgenommen wird. CBD-Öl ist auch in Kapseln erhältlich, die zusammen mit anderen täglichen Ergänzungen eingenommen werden können.

In einem Bericht[8] der WHO wurde ausgesagt, dass CBD nur geringe bis keine bekannten Nebenwirkungen aufweist. Falls Du bisher noch keine CBD-Produkte konsumiert hast, solltest Du mit einer geringen Dosis beginnen und Dich schrittweise nach oben arbeiten, um zu sehen, wie Dein Körper darauf reagiert.

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