Eines der Stereotype über Cannabis ist, dass es eine starke Zunahme des Appetits bewirkt. Dies trifft nicht immer zu, da erfahrene Nutzer üblicherweise nicht dieselben Gelüste wie einst verspüren – oder sie haben einfach gelernt, wie sie sie unter Kontrolle halten. Darüber hinaus senkt das Inhalieren jedweder Art von Rauch zumindest kurzzeitig das Hungergefühl. Letztlich könnte das Verlangen nach süßem und fettigem Essen nach dem Rauchen auch von persönlichen Essgewohnheiten abhängen. Von all dem abgesehen – Heißhunger scheint ein echtes Phänomen zu sein.

Obwohl die in Cannabisblüten enthaltenen aromatischen Terpene den Geschmacks- und Geruchssinn erhöhen können, was sie zu einer Art von Appetitanregern macht, sagt uns die Wissenschaft, dass tatsächlich THC der Hauptverdächtige ist – nicht nur für die psychotropen Wirkungen, sondern auch die Steigerung des Appetits. Ausreichend hohe Dosen von THC zu nehmen, beeinflusst unser Endocannabinoid-System dahingehend, dass es Hunger anregt. Gut zu wissen, aber was ist nun mit CBD? Viele Menschen wollen wissen, ob CBD den Appetit erhöht oder verringert. Hier kommt, was die Wissenschaft bisher entdeckt hat.

HUNGER UND DIE WIRKUNG VON THC AUF DAS ENDOCANNABINOID-SYSTEM

THC ruft Heißhunger durch die Aktivierung mehrerer biochemischer Mechanismen hervor. Das Cannabinoid erhöht die Produktion des Hormons Ghrelin, wodurch Du Hunger verspürst. Dieser Effekt wird von CB1-Rezeptoren vermittelt, die sich in Bereichen des Gehirns befinden, die an der Appetitkontrolle beteiligt sind. THC erhöht zudem den Dopamin-Spiegel, ein Neurotransmitter, der eine Rolle in belohnungsmotiviertem Verhalten wie Essen spielt.

Diese Effekte führt nicht automatisch zu fetten Hanffreunden. Studien scheinen tatsächlich darauf hinzuweisen, dass starke Cannabisnutzer dazu neigen, schlanker als Nichtnutzer zu sein. THC-reiches Cannabis wird mit einem niedrigeren Body-Mass-Index assoziiert und das Interessanteste ist, dass es helfen könnte, das Gewicht von Menschen mit niedrigem Gewicht zu erhöhen, das von normal- oder übergewichtigen Individuen durch THC aber nicht zunimmt. Das ist cool, aber üben die nicht-berauschenden Cannabissorten und ihre CBD-reichen Derivate ähnliche Effekte aus?

Auslösen CBD

CBD UND GEWICHTSKONTROLLE

Das Endocannabinoid-System interagiert mit mehreren Stoffwechselfunktionen. Forscher versuchen herauszufinden, wie genau Cannabis den Appetit erhöht und ob es vielleicht möglich ist, die appetitmodulierenden CB1-Rezeptoren zu hemmen. Dies würde dabei helfen, Cannabissorten oder höchstwahrscheinlich neuartige Cannabinoid-Medikamente zu entwickeln, die den Appetit mit wenigen Nebenwirkungen verringern können.

Im Gegensatz zu THC scheint CBD nicht die Gehirnmechanismen zu aktivieren, die Heißhunger auslösen. Eine Studie aus dem Jahr 2013 deutet darauf hin, dass CBD vielmehr als Antagonist des CB1-Rezeptors agiert. Auch wenn wir hervorheben sollten, dass die Forscher nachfolgende Studien verlangen, um zu verstehen, "wie sich die Laborergebnisse auf die Arten von Cannabis übertragen lassen, denen Freizeitnutzer in der echten Welt begegnen".

Ferner weist eine 2016 in _Molecular and Cellular Biochemistry_ publizierte Studie darauf hin, dass CBD die Produktion von Substanzen anzuregen scheint, die im Körper die Aufspaltung von Fett und die Fähigkeit erhöhen Kalorien zu verbrennen. Außerdem schlägt die Studie vor, dass Cannabidiol die Expression von Proteinen zu reduzieren scheint, die an der Erschaffung von Fettzellen im Körper beteiligt sind. Unnötig zu erwähnen, dass mehr Forschung erforderlich ist.

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CBD GEGEN APPETITVERLUST

Appetitverlust ist oft eine Folge von medizinischen Problemen, beunruhigenden Gemütsverfassungen oder Medikamenten. Chronische Erkrankungen, die Appetitverlust verursachen, sind chronische Schmerzen, Krebsschmerzen, posttraumatische Belastungsstörung, Morbus Crohn, entzündliche Darmerkrankung und Multiple Sklerose. Psychische Probleme wie chronischer Stress und Angst können ebenfalls Appetitverlust bewirken, indem sie sowohl Gehirnrezeptoren als auch das Verdauungssystem beeinflussen.

Laut Forschern an der Universität von São Paulo könnte CBD das Potenzial besitzen, die Symptome von Sozialphobie zu verringern, die mit öffentlichem Reden assoziiert werden. Die Studie unterzog 25 Patienten mit Winterdepression (engl.: Seasonal Affective Disorder, SAD) einem Sprechtest und stellte fest, dass eine "Vorbehandlung mit CBD die Angst, kognitive Beeinträchtigung und das Unbehagen in ihrer Vortragsleistung deutlich reduzierte".

Könnte sich dieses Prinzip auf jene anwenden lassen, die an sowohl Schmerzen als auch Übelkeit leiden? Eine Forschungsarbeit aus dem Jahr 2008 weist auf das antihyperalgetische Potenzial von Cannabis hin – insbesondere von CBD. Weitere Studien deuten auf das brechreizhemmende Potenzial von CBD hin.

Basierend auf den verfügbaren Informationen scheint CBD Hunger nicht in nachteiliger Form zu beeinflussen. Da es noch viel über die Auswirkung von CBD auf unseren Stoffwechsel, das Verbrennen von Kalorien und die Appetitsteigerung zu lernen gibt, ist es vorerst schwierig, eine endgültige Antwort zu liefern.

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