Wie wir alle wissen, ist Cannabis eine sehr anpassungsfähige und vielseitige Pflanze, deshalb wird sie auch auf der ganzen Welt angebaut. Die optimalen Bedingungen für Cannabis, um in der Wildnis zu gedeihen, sind fruchtbarer Boden, ausreichend Sonnenlicht, eine milde Brise und konstante Temperaturen von 20-28°C.

Wenn Du nicht gerade in Australien, Kalifornien, Kolumbien, Jamaika oder irgendwo im Mittelmeerraum wohnst, ist die Anbausaison kurz und das Wetter alles andere als vorhersehbar.

Der Anbau von Cannabis in einem Zuchtraum erlebt einen weltweiten Aufschwung und in eisigen nördlichen Breitengraden ist das auch wirklich die einzige praktikable Option. Abgesehen davon werden in den kühleren Regionen in Kanada und Osteuropa jährlich riesige Ernten von im Freien aufgezogenen Cannabispflanzen eingefahren.

Großartiges Marihuana kann wirklich das ganze Jahr über angebaut werden. Die Kunst besteht darin, eine Pflanze anzubauen, die auf unfreundliches und schlechtes Wetter abfährt. Am besten sind das genau die klimatischen Bedingungen Deiner Gegend und wenn Du draußen etwas ernten willst, ist umfassendes Wissen über das lokale Klima, die Umgebung, sowie Sonnenzyklen essenziell.

Ein bisschen Glück schadet dabei natürlich auch nicht.

KALTWETTER-CANNABISSORTEN FÜR DRAUSSEN

Jeder Cannabisanbau wird von den ausgewählten Samen bestimmt. Egal, ob Du dafür ein paar Klone nimmst oder von Anfang an mit Samen arbeitest, letztendlich bestimmt die Genetik das Potenzial der Ernte.

Vor allem wenn Du draußen in kühleren Klimazonen anbauen willst, solltest Du bei der Wahl Deiner Cannabissorte besonders vorsichtig sein. In einem Grow Room, in dem von Nährstoffen bis Klima alles geregelt ist, kann man theoretisch jede Sorte zu jeder Jahreszeit anbauen.

Soweit die Theorie. In der Realität können heftiger Schneefall und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt im Winter sogar professionelle Aufzuchtanlagen lahmlegen.

Temperaturen unter 15°C sind eine echte Bedrohung für Cannabispflanzen. Das Risiko einer Infektion durch Erreger oder Schädlinge steigt dabei exponentiell an. Wenn die Kälte anhält, lässt das Wachstum nach und die Blätter werden allmählich braun.

Feuchtigkeit Temperatur kalte Stämme ruderalis autoflowering königlichen Königin Samen

Draußen haben nur die solidesten und resistentesten Cannabissorten eine Chance, den kalten Winter zu überleben. Die Chance ist gering und das Vorhaben lohnt sich fast nicht, wenn es in absehbarer Zeit wahrscheinlich schneien und/oder graupeln wird. Da ist es besser flexibel zu sein, anstatt am Ende mit leeren Händen dazustehen.

Sogar extreme Verfechter von Freiland-Weed werden eine oder zwei Mutterpflanzen nach drinnen verfrachten, um einen harten Winter auszusitzen. Wir empfehlen, die Pflanzen zumindest mit Plastikfolie abzudecken oder sie in einem Gewächshaus zu überwintern.

Autoflowering Sorten sind mit Abstand die beste Wahl für den Cannabisanbau bei kaltem Wetter. Im Freien muss man schnell ernten, wenn die Bedingungen alles andere als perfekt sind und um das schlimmste Wetter im Winter zu umgehen. Autoflowering Sorten können kurze 8 Wochen nach der Keimung geerntet werden.

Die Ruderalis-Genetik sorgt dafür, dass autoflowering Sorten extra robust sind und schnell blühen. Tatsächlich treten sie für gewöhnlich nach 30 Tagen in die Blüte ein, da sie nicht abhängig von der Photoperiode sind. Diese Fähigkeit ist besonders nützlich, wenn man außerhalb der Saison anbauen will oder ein kurzer Sommer die Anbauzeit einschränkt.

Bei kaltem Wetter ist Schimmel die größte Bedrohung für Cannabis. Hohe Luftfeuchtigkeit und niedrige Temperaturen sind die perfekte Umgebung für Schimmelpilze. Bleibe dem schlechtesten Wetter fern und halte Dich an kurz blühende Kreuzungen und autoflowering Sorten, die geerntet werden können, bevor die Buds von Regen zerstört werden.

Verwende Töpfe, die man einfach von A nach B befördern kann, anstatt im Matsch zu versinken, wenn Du auf dem miserablen Beet Samen aussäst, das im Frühling mal für zwei Wochen Sonne gesehen hat.

WARUM ANBAUER IN EINEM ZUCHTRAUM NIEDRIGE TEMPERATUREN BEGRÜSSEN

Gute alte HID-Lampen erzeugen viel Hitze und Licht. Die vegetative Phase von Cannabispflanzen aufrechtzuerhalten ist unter einer MH-Lampe und einem Lichtzyklus von 18 Stunden und mehr bei kaltem Wetter sogar einfacher und eine simple Methode, um Mutterpflanzen und/oder Stecklinge während der Wintermonate instand zu halten.

Der Betrieb einer Natriumdampflampe während der Blüte und die Aufzucht unter MH-Lampen erfordert in der Regel eine massive Klimatisierung. Der alteingesessene Zuchtzeltenthusiast kann niedrige Temperaturen zu seinem Vorteil nutzen und dabei gleichzeitig noch bei der Stromrechnung sparen. Manche Züchter setzen bei kaltem Wetter sogar noch zusätzliche Lampen ein, um den Ertrag zu erhöhen.

LIGHTS VERSTECKTE Birnenkultivierung geführte Inneninstallationssystem

WARUM EIN ZÜCHTER DER NÄCHSTEN GENERATION DIE HEIZUNG IM WINTER AUFDREHEN MUSS

LED-Beleuchtungssysteme lösen rasch die HID-Lampen als Mittel der Wahl bei Erzeugern der 2000er Jahren ab. Die Technologie ist aber noch ausbaufähig. LED-Lampen werden nicht so heiß, da sie fast 75% ihrer Energie in Licht umwandeln. Das ist die meiste Zeit über fantastisch und sorgt für eine einfache Kontrolle des Klimas im Anbauzelt.

Trotzdem können LED-Lampen im Winter zu kalt sein. Die einfache Lösung ist das Aufdrehen der Heizung. Leider könnte der Betrieb von LEDs mit geringer Wattleistung also die Ersparnisse auf der Stromrechnung wieder zunichte machen.

Bei kaltem Wetter ist eine hohe Luftfeuchtigkeit bei LED-Lampen so eine Sache. Spätestens während der Blütephase sollte ein Luftentfeuchter im Zuchtraum platziert werden.

Auch CFL-Lampen sind bei längeren Kälteperioden im Winter mehr oder weniger überflüssig.

Selbst die Lampen mit der höchsten Leistung von 300W generieren nicht genügend Hitze, um einen frostigen Winter zu kompensieren.

Schimmel auf den Blüten ist eine echte Bedrohung für Erzeuger, die mit Lampen der nächsten Generation, wie LED- oder CFL-Lampen anbauen. Hydrokultur und LED-Lampen können bei schlechtem Wetter ein Rezept für ein Desaster sein, da Schimmel sowohl an den Blüten, als auch an den Wurzeln ein echtes Problem sein kann, wenn die Temperatur des Wassers unter Zimmertemperatur fällt und die Luftfeuchtigkeit während der Blüte 60% erreicht.

Die ganzjährige Aufrechterhaltung der Kontrolle über das Klima ist auf lange Sicht die einzige Lösung; achte auf die Anzeige des Thermometers und führe bei Bedarf Korrekturen durch. Es ist viel einfacher, einen Zuchtraum im Winter aufzuheizen, als einen drückend heißen Grow Room im Sommer herunterzukühlen.

Bleibt das Licht in kalten Winternächten eingeschaltet, benötigen alteingesessene Anbauer mit HID-Lampen im Winter eventuell keine Heizung. Da die Temperaturen am Tag für gewöhnlich etwas höher sind, könnte das funktionieren.

Anbauer mit LED-Lampen können sich schonmal darauf einstellen, die Heizung die ganze Zeit über einzuschalten. Vielleicht ist eine Kombination aus HID- und LED-Lampen der schlaueste Kompromiss für den modernen Anbau im Innenbereich bei frostigen Bedingungen.

Beinahe hätten wir vergessen zu erwähnen, dass kaltes Wetter einen riesigen Vorteil mit sich bringt. Bei niedrigen Temperaturen erhöht sich die Chance, dass spezielle Sorten wunderschöne fliederfarbene und dunkelviolette Töne annehmen, die von jedem Cannabisnutzer begehrt werden.

 

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