Wann hast Du zuletzt etwas Neues über Cannabis erfahren? Wie lange ist es schon her, dass Du von einem anderen Cannabinoid als THC und CBD gehört hast? Es fehlen die Informationen und die Forschung wird durch bürokratische Hindernisse verzögert. Aber zum Glück ändert sich das gerade alles. Die weit verbreitete Legalisierung in den USA und anderen Ländern auf der ganzen Welt erleichtert es den Forschern, ständig neue Entdeckungen im Bereich Cannabis zu machen.

Bevor wir ins Detail gehen, ist eine Einführung in den Begriff "Phytocannabinoide" dringend notwendig. Während "Endocannabinoide" die natürlicherweise von unserem Körper produzierten Cannabinoide sind, werden die entsprechenden Verbindungen, die man in Pflanzen wie Cannabis findet, "Phytocannabinoide" genannt. Dazu gehören natürlich die sehr bekannten Verbindungen THC und CBD. Die 100+ verschiedenen Phytocannabinoide in Deinem Weed weisen ganz ähnliche Eigenschaften wie die Cannabinoide auf, die unser Körper von Natur aus herstellt. Sie binden an die Rezeptoren, die über den gesamten menschlichen Körper, das Gehirn, das Nervensystem und das Immunsystem verteilt sind. Dieser Umstand ist dafür verantwortlich, dass Dir das traditionelle Cannabis-High beschert wird.

Als wäre dies noch nicht schwer genug zu verstehen, zeigen Cannabinoide bei der Zusammenarbeit unterschiedliche Effekte, was alles noch komplizierter macht. Das hängt von der Dichte der einzelnen Cannabinoide ab, mit der eine Sorte jeweils ausgestattet ist. THC kann zum Beispiel stärkere Effekte erzielen, wenn gleichzeitig CBD in geringerer Konzentration vorliegt und umgekehrt. Diesen spezifischen Synergieeffekt nennt man den "Entourage Effect" (ja, genau wie der Film).

Zu den vielen Phytocannabinoiden, die erst in den letzten zehn Jahren entdeckt wurden, gehört auch Cannabidivarin oder kurz "CBDV". Dabei handelt es sich - ganz wie bei seinem nahen Verwandten, dem CBD - um ein nicht-psychoaktives Cannabinoid. Es hat sich gezeigt, dass es in einer Vielzahl von therapeutischen und medizinischen Zusammenhängen nützlich ist. Nicht nur als Behandlung, sondern auch als Hilfe für den Umgang mit regulären Medikamenten.

Cannabidivarin

BEHANDLUNG MIT CBDV

Jüngste Forschungen offenbaren das medizinische Potenzial von CBDV für die Behandlung von Epilepsie und andere neurologische Erkrankungen. Während Tests am Menschen noch ausstehen, konnte dieses Cannabinoid in Studien mit Mäusen zeigen, dass es sich bei ihm um ein wirksames Antikonvulsivum und Antiepileptikum handelt.

Diese Erkenntnisse sind nicht nur Spekulation. Justin Gover, Geschäftsführer von GW Pharmaceuticals, erklärt: "Dieses Patent ist wichtig, denn wir glauben, dass CBDV das Potenzial hat, eine wichtige neue Behandlungsoption im Bereich der Epilepsie zu werden." Dies sagte er, als er nach einem bereits angemeldeten Patent für die Verwendung von CBDV als Behandlung für Krampfanfälle gefragt wurde.

Auch die University of Reading in London stellte fest, dass CBD und CBDV signifikante antiepileptische und antikonvulsivische Eigenschaften besitzen.

Ein epileptischer Anfall hat viele Symptome, wobei Krämpfe zu den besorgniserregendsten und häufigsten gehören. Es ist nicht nur so, dass CBDV bei der Prävention von Anfällen hilft, denn eine weitere **Studie konnte belegen, dass es auch dabei hilft, Krämpfe zu verhindern. Das bedeutet, dass Patienten zwar epileptische Anfälle bekommen können, ihnen dieses Cannabinoid aber dabei hilft, die gefährlichen Krämpfe zu umgehen.

Keine dieser Studien jedoch ist abschließend. Die meisten, wenn nicht alle, betonen die Notwendigkeit weiterer, eingehender Forschung. Aber schon die Tatsache, dass eine solche Hypothese überhaupt diskutiert wird, ist für die Cannabiswelt äußerst positiv.

CBDV GEGEN DEN FRESSFLASH

Es ist kein Geheimnis, dass der Fressflash (oder "the munchies", also Heißhunger) zu den bekanntesten "Symptomen" von Cannabis gehört, die es gibt. Wir haben uns alle schon einmal eine ganze Tüte Chips reingezogen, nur um zu erkennen, dass wir noch immer Hunger haben und so schnell wie möglich rüber zu McDonalds müssen. Die Verbindung zwischen Cannabis und unserem Verdauungssystem ist also allgemein bekannt. Was aber, wenn wir Dir sagen, dass isoliertes CBDV "Fressflash abwehrend" wirkt?

Eine Studie aus dem Jahr 2012 hat nämlich gezeigt, dass CBDV ein Appetitzügler ist, und zwar einer, der nicht die unerwünschten Nebenwirkungen auslöst, die die meisten herkömmlichen Arzneimittel kennzeichnen, die in ähnlichen Fällen verschrieben werden. Vielleicht werden wir in der Zukunft durch die Gabe eines CVBDV-Extraktes in der Lage sein, Fettleibigkeit zu heilen oder zumindest zu verringern.

Die University of Guelph, in Guelph, Kanada, untersuchte, wie THCV und CBDV bei der Bekämpfung von Übelkeit zusammenwirken. Die Ergebnisse waren äußerst positiv, doch auch diese Studie kam zu dem Schluss, dass mehr Forschung erforderlich ist, um ermitteln zu können, wie CBDV in dieser Behandlung am besten eingesetzt werden kann. Man weiß bereits, dass Cannabis Krebspatienten helfen kann, mit den Nebenwirkungen ihrer Medikamente umzugehen. In der Zukunft werden wir hoffentlich eine viel effektivere und effizientere Einsatzmöglichkeit für dieses Cannabinoid finden.

Wir betonen ausdrücklich, dass CBDV KEINE Therapie und auch KEIN Medikament ist. Es zeigt aber Potenzial, doch in welchem Ausmaß und wie es richtig genutzt werden kann, ist (noch) nicht bekannt.

WO FINDEST DU SORTEN MIT EINEM HOHEN CBDV-GEHALT?

CBDV findet sich am häufigsten in Indica-Landrassen. Landrassen sind die genetisch reinen Sorten, deren Erbgut nicht durch Eingriffe des Menschen verändert wurde. Sie haben sich ganz im Einklang mit der Natur entwickelt, was immer der beste Weg ist. Eine weitere gute Möglichkeit, um CBDV zu erhalten, ist die Extraktion aus Hanf. Nach der gesetzlichen Definition enthält diese Cannabisart weniger als 0,3% THC. Eine gute Hanfsorte kann ein CBDV-zu-THC-Verhältnis von bis zu 100:1 aufweisen. Diese Eigenschaft erweist sich als Riesenvorteil, wenn es zum Beispiel darum geht, Kinder zu behandeln.

Wie bereits erwähnt, wird der CBDV-Gehalt in solchen Sorten relativ hoch sein, die einen niedrigen THC- bzw. einen hohen CBD-Gehalt aufweisen. Dazu gehören Sativas wie Dance World, Royal Medic und Painkiller XL. Oder Indicas wie Euphoria und Medical Mass.

Da Du jetzt ein wenig mehr über dieses Cannabinoid informiert bist, ist es an Dir, die Informationen zu verbreiten. Die Cannabisgemeinschaft hat unter vielen Dingen zu leiden, wozu in vorderster Front auch die Verbreitung falscher Informationen zählt. Versuche, Deine Freunde und Angehörigen mit Wissen zu versorgen. Vielleicht hast Du ja sogar ein Familienmitglied, das von diesem spezifischen Cannabinoid profitieren könnte? Habe keine Angst, Cannabis als Medikament vorzuschlagen. Vielleicht wird man Dir zuerst den Vogel zeigen, aber in der Zukunft werden die Nutzen für sich selbst sprechen.

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