Die potenziellen Nutzen von CBD-Öl und anderen CBD-Ergänzungsmitteln wurden in den letzten Jahren ausführlich diskutiert. Manche Nutzer behaupten, dass CBD ihnen bei Schmerzen hilft oder sie dabei unterstützt, sich zu entspannen und eine bessere Nachtruhe zu finden. Andere Nutzer nehmen CBD als tägliche Ergänzung ein, um das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Wie auch immer – es ist nicht einfach, das richtige CBD-Produkt zu finden.

Die vielen Arten von CBD-Ölen, Hanfölen, Cannabisölen, CBD-Tinkturen (und was es noch so alles gibt) können die Entscheidung, was man sich am besten kaufen sollte, schwierig machen. Der Mangel an behördlichen Richtlinien und irreführende Informationen (die manchmal absichtlich verbreitet werden!) tragen auch nicht unbedingt zur Klarheit bei. Was hat es also mit CBD-Öl und Cannabisöl auf sich? Ist das nicht nicht ein und dasselbe?

DER UNTERSCHIED ZWISCHEN CBD-ÖL UND CANNABISÖL

Um es kurz zu machen: Nein – CBD-Öl und Cannabisöl sind nicht identisch. Obwohl beide Öle aus derselben Pflanzenart (_Cannabis sativa_) gewonnen werden, handelt es sich um äußerst unterschiedliche Produkte, die auch völlig unterschiedlichen Gesetzen unterliegen. Darüber hinaus werden beide Öle in der Regel auch zu unterschiedlichen Zwecken konsumiert. Hier nun das Wichtigste in Kürze:

CBD-ÖL

CBD-Öl wird meist aus Industriehanf hergestellt. Hanf gehört zur selben Art wie Cannabis für Genusszwecke, weist jedoch einen sehr signifikanten Unterschied auf: Er produziert den psychotropen Bestandteil THC nur in vernachlässigbaren Mengen. In der Hanfpflanze finden sich jedoch CBD und weitere Cannabinoide wie CBDA, CBC, CBGA, CBN und CBCA. CBD-Öl enthält häufig alle (oder die meisten) dieser Cannabinoide – mit der Ausnahme von THC. Manche CBD-Öle nutzen als Trägeröle auch Hanfsamenöl oder Olivenöl, um die Bioverfügbarkeit (d. h. das Einsetzen und Wirksamkeit der Rezeptur) und das Aroma zu verbessern.

In weiten Teilen Europas darf Hanf nicht mehr als 0,2% THC enthalten, um als legal eingestuft zu werden. In den USA liegt diese Schwelle bei 0,3% THC und damit leicht höher. Da diese ohnehin winzigen Mengen im Rohstoff bei der Herstellung von CBD-Ölen noch weiter reduziert werden, ist in diesen Produkten praktisch überhaupt kein THC mehr enthalten, weshalb CBD-Öle aus Hanf Dich nicht high machen können. Aus diesem Grund ist CBD-Öl in der gesamten EU und in vielen weiteren Ländern legal erhältlich.

VOLLSPEKTRUM-CBD-ÖL VS. CBD-ISOLAT

Wenn Du Dir CBD-Öl kaufen willst, stößt Du höchstwahrscheinlich auf die Begriffe "Vollspektrum-Öl" und "CBD-Isolat". Was ist jeweils darunter zu verstehen?

• Vollspektrum-CBD-Öl

Vollspektrum-CBD-Öl enthält nicht nur CBD, sondern auch weitere Cannabinoide wie CBN, CBDV, CBG, CBC und CBDA. Ebenso enthält es aber auch Flavonoide und Terpene, also jene Substanzen, die Cannabis seinen Geschmack und seine Farbe verleihen. Warum ist das wichtig? Nun, man nimmt an, dass diese "kleinen" Cannabinoide und anderen Substanzen synergistisch zusammenwirken, um ein Phänomen zu fördern, das als "Entourage-Effekt" bekannt ist: Generell können die wirksamen chemischen Bestandteile der Hanfpflanze zusammenarbeiten, um einen Effekt zu erzielen, der größer als die Summe seiner Teile ist. Infolgedessen sind Vollspektrum-Öle mittlerweile besonders unter Nutzern beliebt, die vom Entourage-Effekt profitieren wollen.

• CBD-Isolat

CBD-Isolate dagegen enthalten, wie es der Name bereits vermuten lässt, keine weiteren Cannabinoide, Flavonoide oder Terpene, da es sich um eine fast reine Form (99,9%) von CBD handelt.

Welche Variante ist nun die bessere –Vollspektrum oder Isolat? Darauf gibt es keine eindeutige Antwort. CBD-Isolate haben den Vorteil, die reinste Form von CBD zu sein. Das Risiko psychotroper Effekte kann vollständig ausgeschlossen werden und ein Drogentest wird nicht positiv ausfallen. Ebenso sind CBD-Isolate geschmacks- und geruchsneutral, weshalb sie sich sich besser für das Hinzufügen zu Rezepten eignen. Verbraucher, die auf dem Laufenden sind, schätzen tendenziell jedoch eher CBD-Vollspektrumöle, da wir mittlerweile mehr über das Potenzial dieser sogenannten "Ganzpflanzen"-Rezepturen herausgefunden haben.

VOLLSPEKTRUM-CBD-ÖL VS. CBD-ISOLAT

CANNABISÖL ("MARIHUANAÖL", "THC-ÖL")

Nachdem Du nun weißt, was ein CBD-Öl ist und welche Arten es in dieser Kategorie gibt, können wir uns dem Cannabisöl zuwenden. Mit dieser Substanz verhält es sich nun ganz anders. Zunächst einmal bedeuten die Begriffe „Cannabisöl“, „Marihuanaöl“ oder „THC-Öl“ mehr oder weniger dasselbe (Du kannst Dich bei der mangelnden Regulierung für diese begriffliche Verwirrung bedanken!). Wie Du den Namen entnehmen kannst, ähneln sich alle diese Produkte in einem entscheidenden Punkt: THC.

Cannabisöl enthält nicht nur mehr (und zwar in der Regel deutlich mehr) THC als CBD-Öl, sondern wird im Gegensatz dazu auch nicht aus Industriehanf, sondern aus Cannabis, der als Medizin oder Genussmittel verwendet wird, gewonnen. Da Produkte mit hohem THC-Gehalt in vielen Ländern immer noch als Betäubungsmittel eingestuft werden, wirst Du Schwierigkeiten haben, auf Cannabisöl zuzugreifen, es sei denn, Du lebst an einem Ort wie Kanada, an dem es einen etablierten Cannabismarkt gibt. Das soll natürlich nicht heißen, dass ein Hersteller sein CBD-Öl in der Hoffnung, mehr Kunden zu gewinnen, nicht einfach als "Cannabisöl" bezeichnen könnte, und es ist nicht verwunderlich, dass dies tatsächlich auch geschieht. In diesem Artikel meinen wir aber, wenn von "Cannabisöl" die Rede ist, nur "echtes“ Cannabisöl, das einen hohen THC-Gehalt aufweist.

Aufgrund der unterschiedlichen Cannabinoid-Profile nehmen Nutzer Cannabisöle aus anderen Gründen ein als CBD-Öle. Manche Menschen nutzen sie für den Freizeitgebrauch (um high zu werden), während andere der Meinung sind, dass THC-reiche Rezepturen ihnen bei Problemen wie Schmerzen und Schlaflosigkeit helfen. Es kann jedoch für Freizeitkonsumenten und medizinische Anwender noch weitere Gründe geben, dieses „flüssige Cannabis“ zu bevorzugen. Zunächst kann die Einnahme eines Öls als gesünder gelten als das Rauchen. Darüber hinaus riecht Cannabisöl nicht nach Gras. Schließlich ist auch die Dosierung einfacher sowie präziser und die Wirkung kann stärker sein und länger anhalten.

THC – NICHT NUR FÜR HANFIS

Wir hören immer wieder von den Nutzen von CBD, aber es mehren sich die Hinweise[1] darauf, dass Cannabis mehr von seinen positiven Effekten entfalten kann, wenn beide wichtigen Cannabinoide (CBD und THC) zusammenwirken. Ebenso deuten Untersuchungen[2] darauf hin, dass zur Behandlung bestimmter Arten von Schmerzen eine zugesetzte THC-Dosis möglicherweise wirksamer ist als CBD allein. Mit anderen Worten gibt es gute Gründe dafür, dass Patienten sich für Cannabisöl mit THC entscheiden.

Aufgrund seines rechtlichen Status findest Du Cannabisöl weder bei eBay noch in Deinem Headshop um die Ecke. Es gibt jedoch Ausnahmen, in denen Cannabisöl für medizinische Zwecke legal verwendet werden kann: Lebst Du beispielsweise als Patient in Deutschland oder in einem anderen Land, in dem medizinisches Cannabis legal ist, kann Dir ein Arzt Cannabisöl verschreiben oder Du kannst es Dir mit Deiner Gesundheitskarte in einer Apotheke besorgen. Theoretisch klingt das großartig. In der Praxis werden kaum Ärzte Cannabis-Rezepte ausstellen, nur weil jemand bei ihnen erscheint und nett fragt. In der Regel wird Cannabis nur verschrieben, wenn sich andere Behandlungsmethoden als unwirksam erwiesen haben.

WAS IST MIT HANFÖL?

Als ob die Situation noch nicht verwirrend genug wäre, gibt es auch noch "Hanföl". Was ist das nun schon wieder?

  • HANFÖL
    Hanföl

    Hanföl (oder Hanfsamenöl) findest Du in Naturkostläden und gut sortierten Supermärkten direkt neben Sonnenblumen-, Sesam- oder Jojobaöl. Hanfsamenöl ist der kaltgepresste Extrakt aus Hanfsamen. Es enthält absolut keine Cannabinoide, also weder CBD noch THC. Was aber nicht heißen soll, dass Hanföl nutzlos wäre – im Gegenteil! Es handelt sich vielmehr um ein Superfood, das reich an Antioxidantien, Omega-3- und -6-Fettsäuren und Protein ist, weshalb es für sich genommen sehr gesund sein kann. Man kann es verwenden, um der eigenen Ernährung einen zusätzlichen Nährwert zu verleihen. Hanfsamenöl ist aber auch in Kosmetika und Schönheitsprodukten weit verbreitet, da es die Haut befeuchtet und geschmeidig macht. Du wirst Hanfsamenöl nicht aus denselben Gründen verwenden, aus denen Du zu CBD- oder Cannabisöl greifst, aber dennoch erfüllt jedes einzelne Produkt seinen ganz bestimmten Zweck. Darüber hinaus wird CBD-Öl, wie bereits erwähnt, häufig mit Hanfsamenöl versetzt, um seine Wirkung zu verstärken.

    • CBD-TINKTUREN
      CBD-Tinkturen

      Einige Hersteller vermarkten CBD-Tinkturen als „CBD-Öl“, was rein technisch betrachtet allerdings nicht korrekt ist. Während CBD-Öle Oliven-, Hanfsamen- oder andere Trägeröle enthalten, an die die Cannabinoide binden können, wird in Tinkturen Alkohol (oder Glycerin) eingesetzt. Diese Produkte können sowohl CBD-Öl als auch Cannabisöl sehr ähnlich sein (abhängig vom Cannabinoid-Gehalt), sind jedoch nicht für jeden geeignet. Beispielsweise können Tinkturen, die lokal angewendet werden, die Haut reizen. Außerdem sind Tinkturen meist weniger reguliert, was hauptsächlich daran liegt, dass sie nicht so beliebt sind wie CBD- oder Cannabisöle. Letztendlich kommt es bei der Entscheidung für ein bestimmtes Produkt auf den persönlichen Geschmack und den Verwendungszweck an.

      • RICK SIMPSON ÖL
        Rick Simpson Öl (RSO)

        Rick Simpson Öl (RSO) ist ein weiteres Cannabispräparat, das von Rick Simpson, einem ehemaligen Ingenieur, der sich zum Cannabisfürsprecher entwickelte, bekannt gemacht wurde. Simpson entwickelte eine Methode, bei der die Cannabinoide zunächst mit Alkohol extrahiert werden, bevor ein Reiskocher zum Einsatz kommt, mit dessen Hilfe der Alkohol verdampft wird, so dass ein starker Extrakt zurückbleibt. Das genaue Cannabinoid-Profil dieser Zubereitung variiert, es ist jedoch bekannt, dass es sowohl THC als auch CBD enthält. Auch kann man RSO zu Hause ziemlich einfach selbst herstellen, benötigt dafür allerdings einen Reiskocher. Was Rick Simpson Öl hauptsächlich besonders macht, ist der erhebliche THC-Gehalt in diesem hochwirksamen Cannabisextrakt.

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        RQS CBD Öl ist in 10ml, 30 und 50ml Flaschen in 3 verschiedenen Konzentrationsstärken erhältlich: 2,5%, 4% und 10%.

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        External Resources:
        1. Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects https://www.ncbi.nlm.nih.gov
        2. Cannabinoids in the management of difficult to treat pain https://www.ncbi.nlm.nih.gov
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