Mit der anhaltenden Akzeptanz von Cannabis als freizeitliche und medizinische Substanz in bestimmten Regionen der Welt, sprießt eine wachsende Anzahl an Unternehmen und Betrieben aus dem Boden, die die wirtschaftlichen Vorteile wahrnehmen und in den Cannabismarkt einzusteigen. Es finden eine große Menge an Innovationen statt, von neuen Wegen des Anbaus, bis hin zu neuen Methoden des Konsums. Doch die Cannabismärkte zeigen, zumindest in den Augen von einigen Menschen, eine weitere, einzigartige Charakteristik auf.

Einige Zahlen innerhalb der Szene zeigen, dass der Cannabismarkt das Potenzial hat, die erste Milliarden-Dollar-Industrie zu sein, die in erster Linie aus Frauen besteht und von ihnen kontrolliert wird.

Im Jahr 2013 produzierte die Cannabisindustrie in den Vereinigten Staaten einen überwältigenden Wert von 1,8 Milliarden Dollar und im Jahr 2015 stieg der Wert auf massive 5,4 Milliarden. New Frontier ist eine Organisation, die sich mit der Erstellung von Daten für die Analyse der Cannabisindustrie beschäftigt. Die Vorstandsvorsitzende, Giadha DeCarcer behauptet: "Die Cannabisindustrie ist so neu, dass es sehr wenige Hindernisse gibt, insbesondere für Frauen."

WOMEN GROW

Eine andere Organisation mit dem Namen Women Grow versucht die Verantwortung zu übernehmen, damit diese Idee Wirklichkeit wird. Ihre Webseite sagt: "In der ersten Wochen JEDES Monats ... heißen wir 1.500+ Frauen in der Cannabisindustrie willkommen ... in 35 Städten."

Women Grow bekunden, dass ihre Organisation geschaffen wurde, um die nächste Generation von Führungspersonen in der Cannabisindustrie mit einander zu verbinden, sie auszubilden und zu begeistern. Women Grow wurde 2014 in Denver als eine gewinnorientierte Einrichtung gegründet, in der Hoffnung, eine einflussreiche Bewegung von Frauen zu beschleunigen, um das Ende des Cannabisverbots in den Vereinigten Staaten auf Bundesebene zu gewährleisten.

Women Grow erklären: "Zusammen haben wir mehr Macht. Weil die Cannabisindustrie auf nationaler und globaler Ebene wächst, haben Frauen die Möglichkeit eine neue amerikanische Industrie von Anfang an aufzubauen und den Arbeitsplatz neu zu definieren, um Umgebungen zu schaffen, in denen wir aufblühen und unser Schicksal selbst in die Hand nehmen und die nächste Generation von Branchenführern ausbilden können."

Interessanterweise sind laut Marijuana Business Daily 36 Prozent aller Führungskräfte innerhalb des Cannabismarkts Frauen.

Die 26 jährige Jessica Assaf, die die Havard Business School besuchte, hat große Ziele Frauen in die Cannabisindustrie mit einzubinden. Assaf, die eine ehemalige Kosmetikaktivistin ist, hat in der Vergangenheit für mehrere große Kosmetikmarken gearbeitet und hat jetzt ihre eigene Linie von Kosmetikprodukten auf den Markt gebracht, die sich dadurch auszeichnet ist, dass sie Gesichtsöle mit einem einzigen Inhaltsstoff produziert.

Assaf hat Well And Good in einem Interview erzählt, dass eine ihrer Ambitionen ist, dabei zu helfen, dass Cannabis mehr akzeptiert und zu einem unglaublich gut präsentierten Wellness- und Mainstreamprodukt wird.

Cannabis scheint definitiv das Potential zu haben diesen Status zu erreichen. Sogar so sehr, dass Behörden diesen Fortschritt nicht mehr mit Verboten behindern.

Frauen Feminismus Cannabis führenden Revolution Legalisierung

CANNABIS-FEMINISUMUS?

Assaf hat nicht nur große Ambitionen, sondern noch ein weiteres Ziel. Sie will das Stigma reduzieren, das Cannabis und seine Beziehung zu Frauen umgibt. In ihrem Interview greift sie einen wichtigen Punkt auf: "Warum ist es für Frauen so leicht ein Rezept gegen Schmerzen oder Schlafprobleme zu bekommen und es dennoch so schwer das medizinische Potential dieser Pflanze zu erforschen? Wie kann es sein, dass ich mich immer noch schäme, wenn ich die einzige Person bin, die auf einer Party essbare Cannabisprodukte konsumiert? Ich habe erkannt, dass meine neue Mission ist, Frauen über die gesundheitlichen Vorteile von Cannabis zu informieren und einen sicheren Raum zu schaffen, damit Männer zum ersten Mal gesunde Cannabisprodukte ausprobieren können."

Auch wenn das Verbot langsam dahinschwindet, heißt das nicht, dass Cannabis nicht als Medizin, Wellnessprodukt oder als Lebensstil verschwinden könnte, obwohl so viele Menschen die Entscheidung getroffen haben, es zu nutzen.

Deswegen ist es eine Notwendigkeit, das Thema Cannabis von allen Seiten anzupacken. Die Beziehung von Frauen zu dem Kraut könnte sehr wohl eine starke Front bilden, die, zusammen mit anderen Interessengruppen, das Verbot dauerhaft stoppen wird.

Deswegen ist die Arbeit, die Assaf und andere leisten, so entscheidend. Solche Bewegungen verteilen die Karten neu, indem sie verändern, wie Cannabis wahrgenommen wird und aufzeigen, dass es in so vielen Bereichen der Gesellschaft als Ganzes angewendet werden kann.

In dem Interview fügt Assaf hinzu, dass es im Vergleich zu anderen Arzneimitteln scheinbar so ist, dass viele Nutzer von Cannabisprodukten wie Pillen, Tinkturen und topischen Arzneimitteln, mit ihnen bessere Ergebnisse erzielen, als mit von ihrem Arzt verschriebenen Mitteln, besonders wenn es um ernste Krankheiten wie Angststörungen, PTBS und sogar Epilepsie geht.

Assaf scheint ihr Ziel hier unter dem Namen von Cannabis-Feminismus zusammengefasst zu haben. Doch was genau ist das? Assaf beschreibt den Begriff so: "Es ist eine Bewegung von Frauen, die die Macht von Cannabis zurückfordern und die Pflanze zu ihrem femininen, Leben pflegenden Potential zurückbringen wollen. Im Grunde genommen wollen wir das Image von Cannabis verändern und seine Verwendung normalisieren, so dass mehr Frauen offen sind, die gesundheitlichen Vorteile der Pflanze zu erforschen."

Assaf geht sogar so weit, dass der Cannabis-Feminismus die Chance für Frauen aufgreift, die Kontrolle über die Cannabisindustrie zu übernehmen, mit dem Potential, dass es die erste Milliarden-Dollar-Branche wird, die von Frauen geführt wird.

Dieses Ziel scheint umfangreich zu sein und wird von einigen Menschen als potentiell isolationistisch angesehen. Allerdings hat es auch eine glänzende, positive Seite: Die Verbindung zwischen Cannabis als Gesundheit gebendes Kraut und seine Verwendungen im Lebensstil der Frauen und als Wellnessprodukt wird gestärkt.

 

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