Ist Dir beim Reisen im Auto mal übel geworden? Den meisten von uns ist es sicher irgendwann so gegangen – was allerdings für den Fahrer selbst nicht gilt. Wer fährt, kann sich allerdings krank fühlen, sobald er das nächste Mal nicht selbst hinter dem Lenkrad sitzt, sondern auf der Rückbank Platz genommen hat. Wenn wir über sensorische Wahrnehmungen – oder Fehlwahrnehmungen – sprechen, betreten wir ein sehr subjektives und etwas mysteriöses Forschungsgebiet. Und was hat es mit der Seekrankheit auf sich? Dieser Zustand ist möglicherweise noch schlimmer, da er viele Stunden oder sogar Tage anhalten kann und man den Kapitän in der Regel nicht nicht bitten kann anzuhalten. Manche Menschen fühlen sich schon krank, wenn sie nur ein Boot sehen, während andere gerne bei Sturm surfen. Der Autor dieses Blogs, ein langjähriger Cannabisraucher, kann aus eigener Erfahrung berichten, dass beim Segeln in schwerer See und entsprechender Seekrankheit schon der bloße Gedanke an einen Joint ausreicht, um Dich zum Kotzen zu bringen. Obwohl dies so ist, kann Cannabis andererseits tatsächlich helfen, die Symptome der Reidekrankheit zu bekämpfen. Wenn Du sie gerne ordentlich gemacht haben möchtest, solltest Du Deine Joints allerdings bereits gedreht haben, bevor Du die Reise antrittst,.

URSACHEN UND SYMPTOME DER REISEKRANKHEIT

Obwohl die neurologischen Mechanismen, die hinter der Reisekrankheit stehen, nicht klar sind, wissen wir zumindest, dass sie sich aus der Reaktion des Körpers auf eine widersprüchliche Wahrnehmung von Bewegung ergibt. Die sensorische Konflikttheorie besagt, dass diese Krankheit auftritt, sobald wir eine Diskrepanz zwischen der visuell wahrgenommenen Bewegung und unserem inneren Sinn für körperliche Bewegung erleben. Wenn wir keine synchronisierte Darstellung unseres Körpers und unserer Umgebung erhalten, wie dies etwa in der Kabine eines Schiffes der Fall ist, wo wir die Bewegung zwar spüren, diese aber nicht direkt sehen können, nimmt unser Gehirn an, dass wir halluzinieren, und sendet ein Warnsignal – und zwar ein sehr intensives. Die häufigsten Formen dieser Erkrankung sind Reise-, Flug- und Seekrankheit. Wir können diese Bewegungskrankheit auch dann erleben, wenn wir der Schwerelosigkeit, rotierenden Geräten, visuellen Stimulationen wie Videospielen oder virtueller Realität ausgesetzt sind – oder ganz einfach, wenn wir uns schnell um unsere eigene Achse drehen.

Zu den Symptomen gehören Schwindel, Müdigkeit, Höhenangst, kaltes Schwitzen, Blässe, Appetitlosigkeit und Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen sowie Übelkeit und Erbrechen. Verschiedene Faktoren beeinflussen die Empfänglichkeit gegenüber der Reisekrankheit und etwa 30% der Bevölkerung reagieren sehr empfindlich auf die Auslöser. Unter extremen Bedingungen erkrankt dagegen fast jeder Mensch an Reisekrankheit.

BETEILIGUNG DES ENDOCANNABINOID-SYSTEMS (ECS)

In Stresssituationen verändern alle unsere Körpersysteme ihr normales Gleichgewicht, indem sie die Produktion von Neurotransmittern und anderen biochemischen Verbindungen entweder erhöhen oder verringern, um die Gefahr von Schäden zu reduzieren. Deshalb kann sich der Körper bis zu einem gewissen Punkt von selbst von Stress erholen. Die Rolle, die das Endocannabinoid-System (ECS) bei der Wiederherstellung des körperlichen Gleichgewichts auch bei der Reisekrankheit spielt, wird mittlerweile von der Wissenschaft bestätigt, und die jüngsten Erkenntnisse über die Regulation von Übelkeit und Erbrechen durch das ECS eröffnen neue Möglichkeiten bei der Bekämpfung aller Formen der Reisekrankheit. Das Erbrechen, das als Reaktion auf die Einnahme einer toxischen Substanz ausgelöst wird, kann durch die antiemetische Wirkung von Cannabinoiden behandelt werden, die die Freisetzung von Biochemikalien verringern können, die Übelkeit und Erbrechen auslösen. Wie verhält es sich aber diesbezüglich mit der Reisekrankheit?

In einer Studie zum Zusammenhang zwischen Reisekrankheit und dem Endocannabinoid-System haben einige Tests mit Parabelflügen gezeigt, dass Stress und Symptome der Reisekrankheit mit einer geringeren Endocannabinoid-Aktivität korrelieren. Die Studie ergab, dass Freiwillige ohne Reisekrankheit während und nach dem Flugversuch höhere Anandamid- und 2-Arachidonoylglycerol-Spiegel als Probanden mit eingeschränkter Endocannabinoid-Funktion aufwiesen. Diese Ergebnisse bestätigen, dass das Endocannabinoid-System als wichtiger Neuromodulator bei Stress, Übelkeit und Reisekrankheit wirkt, und dass die Verbesserung seiner Signalübertragung eine zukünftige Entwicklung einer Behandlung der Reisekrankheit darstellen könnte.

EINE MÖGLICHE THERAPIE?

Ein weiterer Hinweis darauf, dass das ECS bei Reisekrankheit ein valides therapeutisches Ziel ist, stammt aus einer Studie, die gezeigt hat, dass Dexamethason in der Lage ist, ein durch die Reisekrankheit beeinträchtigtes ECS zu stützen. Dexamethason ist ein Kortikosteroid, das zur Behandlung von Erkrankungen wie Rheuma, Hautkrankheiten, Allergien und Asthma eingesetzt wird. Geringe Dosen dieses Wirkstoffs werden gegen Übelkeit eingesetzt, die im Rahmen einer Chemotherapie und anderen Behandlungen, aber auch bei der Reisekrankheit auftreten.

Ohne schwerwiegende Nebenwirkungen zu verursachen, senkte Dexamethason bei Ratten den Reisekrankheitsindex und stellte die Endocannabinoid-Spiegel wieder her, die durch eine induzierte Reisekrankheit stark gesenkt wurden. Ein besseres Verständnis der Beziehung zwischen den Endocannabinoid-Spiegeln und der Reisekrankheit könnte zu Therapien führen, die durch den Einsatz von CBD und THC effektiv auf die Cannabinoid-Rezeptoren abzielen.

EINE MÖGLICHE THERAPIE?

EXPERIMENTE MIT CANNABIS

Es gibt keine Medikamente ohne nachteilige Nebenwirkungen zur Behandlung der Reisekrankheit und ebenso kann es bei dieser Störung vorkommen, dass die Behandlung gegen Übelkeit und Erbrechen nicht anschlägt. Zwar wirken Beruhigungsmittel in diesem Zusammenhang gut, aber ihre primären Wirkungen sind nicht unbedingt das, wonach wir suchen. Reisekrankheit kann schwer zu stoppen sein, weshalb es am klügsten erscheint, ihre Auslöser zu vermeiden. Diese Prävention kann auch vom jeweiligen Transportmittel und anderen umweltbedingten und persönlichen Faktoren abhängen.

Leider ist es möglicherweise nicht immer einfach, die Ursachen der Reisekrankheit vorherzusagen und zu umgehen. Dann kann es eine gute Idee sein, ein Gegenmittel zur Hand zu haben. Kräuter wie Pfefferminze, Ingwer und Tee können in diesem Fall ebenso helfen, wie Akupunktur, spezielle Armbänder und andere traditionelle Techniken. Und dann wäre da noch Cannabis.

Wir haben bereits ausgeführt, inwiefern Cannabis generell bei Übelkeit und Erbrechen helfen kann, und eine breite Palette wissenschaftlicher Literatur unterstützt diese Behauptungen. Auch wenn die meisten Gesundheitsbehörden der Welt Cannabis noch nicht zur Behandlung der Reisekrankheit zugelassen haben, ist sein Einsatz in vielen Ländern erlaubt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht, die durch Übelkeit und Erbrechen gekennzeichnet sind.

Cannabissorten mit hohem CBD- und niedrigem THC-Gehalt stimulieren das ECS möglicherweise am effektivsten, ohne dass die Schläfrigkeit auftritt, die durch höhere THC-Werte verursacht werden kann. Painkiller XL hat ein genetisches Profil, das sich aus 75% Sativa und 25% Indica zusammensetzt und durch ein perfekt ausgewogenes THC:CBD-Verhältnis gekennzeichnet ist, wobei der Wert beider Cannabinoide bei jeweils 9% liegt. Euphoria ist am anderen Ende des genetischen Spektrums angesiedelt und enthält 80% Indica und 20% Sativa, weist aber ebenfalls ein gutes Verhältnis von CBD zu THC auf. Ob es besser ist, Cannabis vor oder während der Reisekrankheit zu konsumieren, bleibt dem Nutzer selbst überlassen. Falls Du jedoch im Zusammenhang mit dieser Krankheit mit Cannabis experimentierst, solltest Du darauf achten langsam vorzugehen und die Dosierung gering zu halten, um die Gefahr einer Verschlimmerung der Symptome zu vermeiden.

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