Bei der Komplexität moderner Anbautechniken ist die Wasserqualität ein Faktor, der gern übersehen wird. Und doch ist das Wasser ein essentieller Baustein des Lebens, sowohl für Pflanzen als auch uns Menschen.

Bei Cannabispflanzen ist sauberes Wasser für den Transport der Nährstoffe verantwortlich, regt die Transpiration an und sorgt letztendlich für eine funktionierende Photosynthese. Doch die Wahl der richtigen Wasserquelle für Deine Pflanzen kann sich als knifflig erweisen und das insbesondere, wenn Deine finanziellen Mittel für den Anbau beschränkt sind.

WAS BEI DER WASSERAUSWAHL BEACHTET WERDEN MUSS

Hochwertiges Wasser ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Erzeugung von hochwertigem Cannabis. Steht Dir nur minderwertiges Wasser zur Verfügung, kann das einer gesunden Entwicklung Deiner Pflanze und damit ihrer Fähigkeit, exzellente Blüten auszubilden, im Wege stehen.

Von der Wasserqualität selbst abgesehen, muss man sich als Grower entscheiden, wie viel Geld man für diese Ressource ausgeben kann und möchte. Neben den Anschaffungskosten für den Aufbau und die Installation einer bestimmten Wasserquelle, entstehen auch laufende Kosten, um diese Quelle nicht versiegen zu lassen. Darüber hinaus sind bestimmte Wasserquellen unter Umständen zeitaufwändiger und mühsamer im Betrieb als andere.

Die Wahl Deiner Wasserquelle hat ohne Zweifel Einfluss auf die Qualität des Wassers, das Du Deinen Cannabispflanzen fütterst. Während es zahlreiche Möglichkeiten gibt, Wasser für Deine Pflanzen zu gewinnen, unterscheiden sie sich in Kosten- und Zeitaufwand.

Beginnend mit der kostspieligsten, sind hier 4 Wasserquellen, die Du für Deinen Cannabis-Grow in Betracht ziehen kannst.

WASSERFILTERSYSTEME

Wenn Geld keine Rolle spielt, sind Wasserfiltersysteme das Mittel der Wahl. Es gibt zahlreiche verschiedene Filtrationssysteme auf dem Markt, doch Gras-Grower entscheiden sich in der Regel für eine Umkehrosmoseanlage. Diese Anlagen arbeiten nach dem Prinzip, das Wasser durch eine halbdurchlässige Membran zu zwängen, wobei nahezu alle Verunreinigungen und mineralischen Bestandteile herausgefiltert werden.

Der Hauptvorteil eines Wasserfiltersystems ist, dass Dir unbegrenzt sauberes Wasser zur Verfügung steht. Dazu gelten Umkehrosmoseanlagen im Allgemeinen als sicherste und reinste Wahl für die Wasserfiltration im großen Stil. Davon abgesehen schrecken die hohen Anschaffungskosten für die Installation eines solchen Systems die meisten Grower jedoch ab. Selbst die einfachste festinstallierte Osmoseanlage kostet schnell viele hundert Euro.

REGEN/WASSERSAMMELSYSTEME

Regenwasser wird weithin als sauber und rein betrachtet, womit es sich besonders für den Einsatz in hydroponischen Systemen eignet. Doch aufgrund der Umweltverschmutzung unserer Zeit ist Regenwasser eventuell nicht so sauber wie das manche Menschen gerne glauben möchten. Dazu kann das Sammeln und Wiederverwenden ganz schön stressig sein.

Regenwasser wird typischerweise von einem Wassersammelsystem eingefangen. Die Regenfänger variieren in Aufbau, Form und Größe. Während einige davon kostspielig und kompliziert in Installation und Betrieb sein mögen, können andere zuhause mit allgemein verfügbaren Dingen selbst gebaut werden. Dazu lassen sich die meisten dieser Systeme mit nur geringem Zeit- und Arbeitsaufwand instandhalten.

Einige Wasserfiltersysteme können sogar so modifiziert werden, dass sie recyceltes und unkontaminiertes "Grauwasser" sammeln. Es gibt jedoch einige Gegenden, in denen das Sammeln von Grau- oder Regenwasser verboten oder eingeschränkt ist. Daher ist es am besten, wenn Du Dich zunächst schlau machst, ob das Sammeln von Regenwasser in Deiner Region auch wirklich legal ist, bevor Du in ein Sammelsystem investierst.

Der Schlüssel zum sicheren Anbau mit Regenwasser ist ebenso wie beim Leitungswasser, es vor der Verwendung zu testen. Möglicherweise muss der pH-Wert und/oder Mineraliengehalt angepasst werden.

Water

DESTILLIERTES WASSER IN FLASCHEN

Destilliertes Wasser ist eine großartige Quelle für reines und unkontaminiertes Wasser. Besonders für kleine Grows. Im Gegensatz zu Leitungswasser kannst Du Dir bei destilliertem Wasser sicher sein, dass es nicht erst gefiltert werden muss. Flaschen und Kanister mit destilliertem Wasser kannst Du normalerweise im lokalen Supermarkt finden oder Dir in manchen Gebieten sogar nach Hause liefern lassen.

Während eine Flasche jedoch vielleicht noch recht günstig erscheint, summieren sich die Kosten mit der Zeit natürlich. Zudem argumentieren einige Grower, dass gefiltertes Leitungswasser aus einer Umkehrosmoseanlage genauso rein sein kann. Daher ist destilliertes Wasser vielleicht nicht das Ideale für den großen Garten oder den Grower mit kleinem Geldbeutel.

UNGEFILTERTES LEITUNGSWASSER

Ungefiltertes Leitungswasser ist eine der am breitesten verfügbaren Wasserquellen für Grasgärtner. Es ist vergleichsweise günstig und sehr leicht zu bekommen. Und trotz einiger weit verbreiteter Meinungen, ist es eigentlich nicht so schlecht für Deine Pflanzen.

Dabei schwankt die Qualität des Leitungswasser jedoch von Gemeinde zu Gemeinde. Du wirst herausfinden, dass das Leitungswasser in manchen Gebieten mehr Verunreinigungen enthält als in anderen. Magnesium und Kalzium finden sich in schwankenden Konzentrationen in jedem Leitungswasser und in einigen Regionen ist auch Chlor noch weit verbreitet. Zu viel von diesen Bestandteilen wird Deine Pflanzen nicht töten, aber definitiv ihre Bioaktivität beeinflussen.

Daher solltest Du Dein Leitungswasser vor der Verwendung stets überprüfen. Dabei findest Du nicht nur genau heraus, was darin steckt, sondern kannst unter Umständen auch eine geeignete Filtrationsstrategie entwickeln. Chlor zum Beispiel verdampft von alleine, wenn Du das Wasser 24 Stunden offen stehen lässt. Währenddessen können Chloramine mit einem Aktivkohlefilter und Fluoride mit einem aktivierten Aluminiumoxidfilter entfernt werden.

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