Die Liste der Krankheiten, die Cannabis scheinbar lindern, behandeln oder vielleicht eines Tages sogar heilen kann, scheint ständig länger zu werden. Natürlich wurde das Kraut bereits seit Tausenden von Jahren als traditionelle Medizin verwendet und hat eine Vielzahl von Erkrankungen und Beschwerden behandelt.

Doch in der modernen, westlichen Welt scheinen die Menschen sich einig zu sein, dass solange es keine eindeutige wissenschaftliche Bestätigung für eine These gibt, man skeptisch bleiben muss. Es ist nichts falsch an einer solchen Haltung, denn sie hilft dabei, Systeme und Stoffe herauszufiltern, die einfach nicht funktionieren. Zum Glück häufen sich die Belege jetzt, dass Cannabis effektiv als Medizin funktionieren kann. Es hat sich sogar herausgestellt, dass das Kraut bei einer Vielzahl von Hauterkrankungen helfen kann, auch bei Ekzemen.

WAS IST EIN EKZEM?

Ein atopisches Ekzem, auch als atopische Dermatitis bekannt, ist die am häufigsten vorkommende Art von Ekzemen. Die Krankheit führt zu trockener, juckender, roter und rissiger Haut. Diese Symptome können zu unglaublich irritierenden und unangenehmen Flecken auf der Haut führen, die Empfindungen von "ein wenig nervig" bis hin zu "absolut unerträglich" auslösen. Das atopische Ekzem ist bei jungen Kindern sehr verbreitet und die Krankheit ist in der Regel langfristig und bleibt lange Zeit im Leben bestehen. Abgesehen davon, ist auch bekannt, dass sich ein atopisches Ekzem massiv verbessern und sogar vollständig verschwinden kann.

Bis jetzt gibt es keine bekannte Ursache für ein atopisches Ekzem, eine Tatsache, die die Krankheit sehr schwierig und frustrierend für die Leidtragenden macht. Die Ursache konnte bis jetzt nicht auf einen einzigen Faktor begrenzt werden, man glaubt jedoch, dass es mehrere verschiedene Auslöser gibt, die die Krankheit auslösen oder verschlimmern. Das Wort “atopisch” bedeutet eigentlich, dass man empfindlich gegenüber Allergenen ist.

Deshalb tritt ein atopisches Ekzem häufig unter Allergikern auf. Es kann neben anderen allergischen Erkrankungen, wie Heuschnupfen und Asthma auftreten. Andere Auslöser können der Kontakt oder die Belastung mit Stoffen wie Seifen und Waschmittel sein. Sogar Stress und Wetterbedingungen können die Symptome eines atopischen Ekzems verstärken. Lebensmittelallergien können auch eine Rolle spielen.

Arten von Ekzemen und seine Behandlung mit Cannabis

ARTEN VON EKZEMEN

Es gibt verschiedene Arten von Ekzemen, was ein Sammelbegriff für eine Gruppe von Hautkrankheiten ist. Kontaktdermatitis ist eine Art von Ekzem, das aufflammt, wenn die Haut in Kontakt mit bestimmten Substanzen kommt, die eine Reizung auslösen.

Das Stauungsekzem ist dafür bekannt, dass es die unteren Beine angreift und dass es Probleme bei der Durchblutung in diesem Bereich des Körpers auslösen kann. Ein nummuläres Ekzem kann überall auf der Haut auftreten und es erscheint in Form von kreisförmigen Flecken auf der Epidermis. Seborrhoische Ekzeme erscheinen als rote und schuppige Flecken auf der Haut an Stellen wie der Nase, den Ohren, der Kopfhaut und den Augenbrauen. Schlussendlich gibt es noch das dyshidrotische Ekzem, das kleine Blasen an den Fingern, Zehen, Handflächen und Fußsohlen verursacht.

CANNABIS BEI EKZEMEN

Wenn Ekzeme durch äußere Umstände ausgelöst werden, wird die Haut irritiert und entzündet sich, was zu zahlreichen unangenehmen Empfindungen und einem ebenso unangenehmen Erscheinungsbild führt. Es scheint, dass Cannabis, wenn es topisch angewendet wird, dazu beitragen kann, die Entzündung zu stillen, die durch eine immunsuppressive Wirkung initiiert wurde. Die Entzündungen auf der Haut entstehen, wenn Immunzellen auf einen Auslöser reagieren. Die Anwendung eines Cannabispräparats scheint dabei zu helfen, diese Entzündungen und Symptome zu lindern.

Eine wissenschaftliche Publikation, die in der Zeitschrift Experimental Dermatology veröffentlicht wurde, untersucht die möglichen therapeutischen Wirkungen von Cannabis auf die Haut, insbesondere im Hinblick auf das Endocannabinoid-System. Die Autoren dieses Artikels geben an, dass die Veränderung dieses Systems für die Entwicklung bestimmter Hautkrankheiten wichtig sein könnte.

Es wurde festgestellt, dass “gegenwärtige Belege für die Rolle der Cannabinoide bei der Regulierung des Immunsystems unbestreitbar sind und sogar der Begriff “Immunocannabinoid-System” eingeführt worden ist”. Diese Aussage ist besonders interessant, wenn man die Immunreaktion berücksichtigt, die auf der Haut auftritt, wenn sie bestimmten Reizstoffen ausgesetzt wird.

Die Autoren sprechen diesen Punkt genau an und behaupten, dass Cannabis einen Platz in der Zukunft der Hauttherapiemedizin haben kann, “…Cannabinoide scheinen immunosuppressive Eigenschaften zu haben und könnten als potenziell entzündungshemmende Medikamente angesehen werden”. Sie fügen noch hinzu, dass das Emdocannabinoid-System an der Verringerung der allergischen Reaktion, die durch Allergene ausgelöst wird, beteiligt ist.

Die Autoren der Publikation kommen zu dem Schluss, dass “auf Grundlage des aktuellen Wissens, therapeutische Möglichkeiten der Cannabinoid-Nutzung bei Hautkrankheiten unbestreitbar scheinen. Möglicherweise werden in Zukunft Cannabinoide weitflächig angewendet, um Juckreiz, entzündliche Hauterkrankungen und sogar Hautkrebs zu behandeln”.

WEITERE FORSCHUNGEN

Die Funktionen von Cannabinoiden im Bezug auf die Ekzempflege und die allgemeine Behandlung von Hauterkrankungen, scheinen tiefgreifender zu sein und nicht nur eine verbandartige Funktion als Heilmittel darzustellen. Probleme bei der Gesundheit der Haut können oft auf ein Ungleichgewicht innerhalb des Endocannabinoid-Systems zurückgeführt werden - ein System, das schnell auf Cannabinoide reagiert, sobald diese aufgenommen oder angewendet wurden. Fehlfunktionen und Ungleichgewichte innerhalb des Endocannabinoid-Systems könnten die Ursache für Hauterkrankungen wie Ekzemen sein. Deshalb könnten Cannabinoide eine Antwort darauf sein, wie man einem solchen Ungleichgewicht beikommen könnte.

Eine wissenschaftliche Arbeit, die in der Zeitschrift Trends in Pharmacological Sciences veröffentlich wurde, weist darauf hin, dass das Endocannabinoid-System, das in der Haut vorkommt, eine große physiologische Rolle für die Gesundheit von Hautzellen spielt. Die Autoren sagen, dass die Störung dieses Systems dazu führen kann, dass sich Ekzeme und viele andere Hautkrankheiten entwickeln können. Sie weisen darauf hin, dass die Manipulation des Endocannabinoid-Systems, mit der Absicht, die Symptome zu normalisieren, für viele Hauterkrankungen von Vorteil sein könnte.

Um das Endocannabinoid-System zu manipulieren, kann man Cannabis verwenden. Es gibt zahlreiche Studien, die zeigen, dass Cannabinoide bei der Behandlung von Ekzemen wirksam sind. Eine Arbeit, die im Journal of the American Academy of Dermatology veröffentlicht wurde, erklärt, dass “Cannabinoide auch entzündungshemmende Eigenschaften haben können, die nützlich für die Behandlung von allergischer Kontaktdermatitis und atopischer Dermatitis sind”.

Die Autoren heben eine Auswahl an Studien hervor, die die Beziehung zwischen Cannabinoiden und dem Immunsystem erforschen. Die Rolle der Cannabinoide bei der Behandlung von Ekzemen sieht besonders positiv aus. Die Autoren erklären, dass “eine vielversprechende Rolle von Cannabinoiden bei mehreren ekzematösen Hautkrankheiten und Juckreiz besteht, und dass Dermatologen bereits eine Therapie mit Cannabinoiden in ihre Praktiken mit einbinden”.

Cannabis topische Anwendung für Ekzeme

RECHTLICHER STATUS

Die Vereinigten Staaten führen in gewisser Weise den Kampf gegen das Cannabisverbot an. Mehrere Staaten innerhalb des Landes haben bereits dafür abgestimmt, das Kraut für medizinische und/oder freizeitliche Zwecke zu legalisieren. Bis jetzt hat kein Staat medizinisches Cannabis speziell für die Behandlung von Ekzemen zugelassen, aber einige Patienten in bestimmten Staaten könnten diesbezüglich Glück haben.

In Wahington D.C. können Ärzte medizinisches Cannabis für Patienten mit einer breiten Palette an Krankheiten genehmigen. Das Gleiche gilt auch für den Bundesstaat Kalifornien. Patienten in Massachusetts, Oregon und Rhode Island können auch medizinisches Cannabis zur Behandlung von Ekzemen bekommen, wenn sie es von einem Arzt genehmigt bekommen.

DIE VERWENDUNG VON CANNABIS GEGEN EKZEME

Es gibt bereits viele Produkte, die für den topischen Gebrauch konzipiert wurden. Da Ekzeme auf der Außenseite des Körpers auftreten, macht es Sinn, Cannabinoide direkt auf die Haut aufzutragen, um Entzündungen zu unterdrücken und möglicherweise die zugrunde liegenden Ursachen der Krankheit zu bekämpfen. Die Nutzung einer Cannabisseife ist eine einfache und praktische Methode, die vor allem für diejenigen geeignet ist, die allergische Reaktionen bei der Verwendung von anderen Seifen bekommen. Dieses Rezept für Hanfseife, kann auch mit stärkeren Cannabinoidkonzentrationen hergestellt werden, um die Wirksamkeit der Seife zu erhöhen.

Salben und Lotionen, die reich an Cannabinoiden sind, können zudem auf gereizte Stellen auf der Haut aufgetragen werden. Sie bringen nicht nur Linderung, sondern können zudem auf Basis von Hanföl hergestellt werden, das essentielle Fettsäuren enthält, die besonders wichtig für die Gesundheit der Haut sind.

Öle und Pasten können auch direkt auf die Haut aufgetragen werden, wenn ein Ekzem zum Vorschein kommt und der Patient nichts anderes zur Hand hat. Wasserlösliche Produkte und Cannabis-Badebomben können zudem für die Ganzkörperpflege genutzt werden.

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