Cannabis hat viele Anwendungsmöglichkeiten und ist in fast alle Bereiche der Medizin vorgedrungen, seit es wegen seiner medizinischen Eigenschaften wiederentdeckt wurde. Es ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass die einzige Möglichkeit, die Wirkung von Cannabis zu erleben, das Rauchen ist. Ja, dieser Vorgang ist für einige nützlich, aber die Einsatzmöglichkeiten von Gras gehen weit über diese Methode hinaus.

Cannabis kann auf die Haut aufgetragen werden, wo es die Gesundheit dieses riesigen Organs verbessert. THC und CBD interagieren mit dem Endocannabinoid-System, in dem sie eine regulierende Wirkung auf physiologische Prozesse haben. Die Forschung legt nahe, dass das Endocannabinoid-System innerhalb der Haut existiert, wo es stark an der Proliferation, dem Wachstum, der Differenzierung, Apoptose und Hormonproduktion beteiligt ist.

Interessant ist, dass Cannabis sich mittlerweile als vielversprechend für die Behandlung von Verbrennungen und Verletzungen erwiesen hat, wenn es topisch angewendet wird. Cannabinoide haben entzündungshemmende Eigenschaften, die den Heilungsprozess und die Schmerzbehandlung dieser Erkrankungen unterstützen können. Einige Cannabinoide haben auch antibakterielle Eigenschaften, so dass sie eine mögliche Erste-Hilfe-Behandlung darstellen, wenn solche Verletzungen auftreten.

DAS ENDOCANNABINOID-SYSTEM UND DIE WUNDHEILUNG

Das Endocannabinoid-System spielt nachweislich eine direkte Rolle beim physiologischen Prozess der Wundheilung. Die an der China Medical University durchgeführte Forschung untersuchte das Vorkommen von Cannabinoid-Rezeptoren an Wundstellen bei Mäusen.

Den Mäusen wurden von den Forschern über kleine Schnitte Wunden zugefügt. An der Verletzungsstelle von mononukleären Zellen und fibroblastischen Zellen wurden CB1-Rezeptoren gefunden. An der Wundfläche wurden ab 6 Stunden bis 14 Tage nach der Verletzung CB1-positive Zellen gefunden. Diese Erkenntnis führte dazu, dass die Wissenschaftler festlegen konnten, dass der CB1-Rezeptor im Verlauf der Wundheilung aktiviert wird und am Entzündungsprozess beteiligt ist.

Durch das Vorhandensein von CB1-Rezeptoren an den Wundstellen könnten sie als Bindungsstellen für THC dienen, das mögliche schmerzstillende, entzündungshemmende und antibiotische Wirkungen auslösen könnte.

Schmerzstillende, Entzündungshemmende Und Antibiotische Wirkungen Auslösen Könnte

CANNABINOIDE ALS ANTIBIOTIKA

Eines der Hauptanliegen beim Auftreten einer Wunde ist es, sie sauber zu halten. Zu verhindern, dass Bakterien an der Verletzungsstelle Fuß fassen, ist der Schlüssel zur Vermeidung von Infektionen. Dies ist ein weiterer Bereich, in dem Cannabinoide eine Rolle bei der Wundheilung spielen können.

Cannabinoide wie THC, CBD, CBN, CBC und CBG können alle eine antibiotische Wirkung vorweisen. Ein Forschungsbericht aus dem Jahr 2008 besagt, dass alle diese Cannabinoide eine starke Aktivität gegen multiresistente Staphylococcus aureus (MRSA) zeigen.

Staphylococcus aureus ist ein gefährlicher humanpathogener Erreger, von dem bekannt ist, dass er Wunden infiziert. Die Bakterien können Weichteilinfektionen wie Eiterflechte, Zellulitis, Hautabszesse, nekrotisierende Fasziitis und Pyomyositis verursachen.

BÖSARTIGE WUNDEN

Bösartige Wunden sind das Ergebnis von Krebszellen, die in das Epithel (Zellen, die die äußeren Oberflächen der Organe auskleiden) und in die Epidermis (die äußere Hautschicht) eindringen. In diesem Fall wird die Durchblutung der betroffenen Hautstellen reduziert. Weil das Blut Nährstoffe transportiert, kann ein Mangel zum Gewebetod führen, da die Zellen ihrer Bausteine beraubt werden.

Es gibt viele anekdotische Berichte, die die Wirksamkeit von topischem Cannabis bei bösartigen Wunden bestätigen. Rick Simpson ist ein bekannter Fall.

Eine im Journal of Pain and Symptoms Management veröffentlichte Abhandlung aus dem Jahr 2017 besagt, dass etwa 15% der Krebspatienten von bösartigen Verletzungen betroffen sind. Die Autoren des Aufsatzes schildern, dass Krebszellen höhere Konzentrationen von CB1- und CB2-Rezeptoren aufweisen und fügen hinzu, dass die Apoptose von Tumorzellen über die Aktivierung des Cannabinoidrezeptors erfolgt.

Der Aufsatz dokumentiert eine Fallstudie mit einem 44-jährigen Mann, der an einer Verletzung an seiner rechten Wange leidet, nachdem bei ihm drei Jahre zuvor ein Plattenepithelkarzinom diagnostiziert worden war. Die Verletzung des Mannes wuchs schnell. Nach der Anwendung von Cannabisöl wurde eine Rückbildung der bösartigen Wunde beobachtet. Die Schmerzbehandlung wurde auch durch den Einsatz von Cannabis ermöglicht. Die Forscher erklärten, dass die schmerzlindernde Wirkung durch die Aufnahme von THC und CBD zustande gekommen sein könnte und durch die Art und Weise, wie diese Cannabinoide mit peripheren Schmerzrezeptoren (sensorischen Neuronen, die auf Schäden reagieren), Immunzellen und Krebszellen interagieren.

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CANNABIS GEGEN VERBRENNUNGEN

Verbrennungen werden nach ihrer Schwere klassifiziert und in die Kategorien erster, zweiter oder dritter Grad unterteilt. Alle drei Klassifizierungen sind mit Schmerzen verbunden. Verbrennungen dritten Grades müssen unter Umständen mit Hauttransplantationen behandelt werden. Allerdings können Verbrennungen ersten und zweiten Grades mit topischen Anwendungen wie Antibiotika-Cremes und Aloe-Vera-Cremes behandelt werden. Cannabis ist bekannt dafür, Schmerzen wirksam zu behandeln, wobei in diesem Bereich sowohl CBD als auch THC Potenzial aufweisen.

Cannabis enthält außerdem eine Klasse von Wirkstoffen, die als Terpene bezeichnet werden. Diese Chemikalien kommen in vielen Pflanzenarten vor und sind für den angenehmen Geruch bestimmter Cannabissorten verantwortlich. Einige Terpene haben Potenzial in der Behandlung von Verbrennungen gezeigt und eine antimikrobielle Aktivität in Tiermodellen. Das Terpen Linalool wird auch mit kühlenden und schmerzstillenden Eigenschaften assoziiert, was es zu einer potenziellen Behandlungsergänzung macht.

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