Blattseptoria ist eine schwere Pflanzenkrankheit, die das Laub vieler Pflanzen angreift, darunter auch Cannabis.

Wenn man eine Blattseptoria nicht richtig behandelt, kann das dramatische Folgen für die Pflanze und deren Blätter haben, sie im Wachstum einschränken und damit im schlimmsten Fall auch den Ertrag und die Qualität beeinflussen.

In diesem Artikel werfen wir einen genauen Blick auf Blattseptoria bei Cannabis: Was ist das und wie behandelt man es, beziehungsweise wie vermeidet man, dass es sich auf die Ernte auswirkt?

WAS IST BLATTSEPTORIA?

Blattseptoria, auch bekannt als Blattdürre oder Septoria-Blattdürre, ist eine Pflanzenkrankheit, die durch einen bestimmten Pilz hervorgerufen wird, der unter dem Namen Septoria lycopersici bekannt ist.

Diese Pilz überwintert normalerweise in totem Laub oder auf gewöhnlichen Gartenpflanzen. Die Sporen dieses Pilzes können auch auf Deinem Gartenequipment wie Netzen und Stangen haften und unter den richtigen Bedingungen dann wieder keimen.

Blattseptoria kann eine extrem zerstörungswütige Krankheit sein, die das Laub und das Wachstum von vielen Pflanzen beeinflusst, darunter Tomaten, Petersilie und natürlich Cannabis.

Blattseptoria Blattdürre Cannabis

Eine Blattdürre sorgt für gelbe und braune Flecken auf dem unteren und oberen Bereich der Blätter. Diese Punkte sind oft rund mit braunen Rändern und einer gräulichen Mitte. Sie sind normalerweise zwischen 1,5-6mm groß.

Eine Blattseptoria befällt eine Pflanze meist kurz nachdem sie in die Blütephase gewechselt ist und beginnt meistens bei den unteren Blättern. Umso weiter die Krankheit voranschreitet, desto weiter wandert die Krankheit nach oben und befällt so sehr schnell eine Vielzahl von Blättern an der ganzen Pflanze.

Befallene Blätter werden normalerweise leicht gelblich, dann braun und sie verwelken möglicherweise auch komplett. Blattseptoria befällt nur sehr selten die Blüten, normalerweise sind sie also nicht betroffen.

Falls Du diese Krankheit unkontrolliert wuchern lässt, kann sie viel Laub zerstören! Das sorgt bei der Pflanze natürlich für eine Menge Stress und beeinträchtigt ihr Wachstum, ihre Größe sowie die Erntemenge. Eine Blattseptoria tritt meistens in Regionen auf, in denen langanhaltende feuchte und nasse Wetterperioden vorherrschen.

WIE MAN EINE BLATTSEPTORIA BEI CANNABISPFLANZEN RICHTIG BEHANDELT

Wie bei den meisten im Garten auftretenden Krankheiten und Schädlingen, ist es bei einer Blattseptoria sehr wichtig, das Problem möglichst früh ausfindig zu machen! Achte also immer schön auf Deine Pflanzen und behalte sie immer gut im Blick, vor allem, wenn das Wetter lange Zeit warm und nass war oder Deine Pflanzen gerade in die Blütephase wechseln.

Sobald Du eine Erkrankung feststellst, solltest Du Dich an die nun folgenden Schritte halten:

1. ENTFERNE BEFALLENE BLÄTTER

Der erste Schritt, um eine Blattseptoria effektiv zu bekämpfen: Alle befallenen Blätter wegschneiden! Falls Du die Krankheit früh genug bemerkst, kannst Du eine Ausbreitung so meistens Verhindern! Dafür musst Du alle befallenen Blätter abschneiden und verbrennen/wegwerfen.

Wenn Deine Pflanzen aber bereits bis zu den Blüten hoch befallen sind, dann solltest Du diesen Schritt direkt überspringen. Wenn Du Blätter aus dem Blütenbereich der Pflanze entfernst, dann schadet das der Pflanze sehr und vermindert die Qualität der Blüten.

2. VERBESSERE DIE LUFTZIRKULATION

Eine gute Luftzirkulation ist sehr wichtig, wenn Du Cannabis anbauen willst und spielt vor allem bei der Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten eine große Rolle.

Falls Du unter Kunstlicht anbaust, kannst Du die Luftzirkulation einfach mit einem weiteren Ventilator verbessern oder Du kannst Deine Pflanzen einfach etwas besser verteilen. Falls Du im Freien arbeitest, könnte sich das jedoch etwas schwieriger gestalten.

Beschneiden ist auch eine gute Idee, um den Luftstrom um die Pflanze zu verbessern. Versuche extrem buschige Bereiche der Pflanze ein bisschen auszudünnen und vermeide, dass die Blätter sich gegenseitig zu stark berühren.

Falls Du im Freien arbeitest, kannst Du Deine Pflanze zum Beispiel etwas erhöht aufstellen. So bekommt sie ein bisschen mehr Wind. Eine andere Möglichkeit: Du kaufst Dir einen elektrischen Ventilator und stellst diesen neben Deine Pflanzen. Wenn Du die Möglichkeit dazu hast.

3. VERMEIDE FEUCHTIGKEIT

Feuchtigkeit ist ein weiterer wichtiger Faktor für die Verbreitung und Fortpflanzung von Pilzsporen. Daher solltest Du Feuchtigkeit vermeiden, wo es geht!

Du solltest Deine Pflanzen nicht von oben mit Wasser übergießen und die Blätter nass machen! Und Du solltest insgesamt versuchen, etwas weniger zu gießen, damit der Boden auch eine Chance bekommt, richtig zu trocknen. Außerdem solltest Du früh morgens gießen, damit die oberen Erdschichten tagsüber durch das Sonnenlicht wieder trocknen.

Luftzirkulation Cannabis

4. MULCHEN

Pilzsporen verbreiten sich oft im Boden, wo sie sich während des kalten Winters sehr wohl fühlen. Dort warten sie, bis die Bedingungen wieder gut sind und keimen dann.

Klar, Du kannst die Erde nicht einfach mitten im Grow wechseln! Aber es gibt trotzdem einige Möglichkeiten, wie Du die Sporen davon abhalten kannst, Deine Pflanze weiter zu befallen.

Zuerst solltest Du natürlich alle befallenen Blätter abmachen und die oberste Erdschicht wegharken, um jegliche Vegetation zu entfernen, die möglicherweise befallen sein könnte. Dann lässt Du die Erde gut austrocknen. Danach kippst Du eine dicke Schicht Mulch auf die Erde und gießt Deine Pflanzen.

Dadurch wird es für die Pilzsporen viel schwerer, aus dem Boden zu kommen und Deine Pflanzen zu befallen.

5. ENTFERNTE UNKRAUT

Nachtschattengewächse und Pferdenesseln sind Pflanzen, die besonders gerne von einer Blattseptoria heimgesucht werden. Daher solltest Du Dir sicher sein, dass Du Pflanzen, die diesen Pilz möglicherweise bewirten, aus Deinem Garten entfernst.

6. BEHALTE DIE TEMPERATUR UND DIE LUFTFEUCHTIGKEIT IM BLICK

Behalte immer im Hinterkopf: Eine Blattseptoria entsteht unter warmen und feuchten Bedingungen! Falls Du also ein Problem mit einem Befall hast, dann verringere die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur in Deinem Zuchtraum. (Wenn möglich!)

Temperatur Luftfeuchtigkeit Cannabis

7. NUTZE FUNGIZIDE ODER NATÜRLICHE ÖLE

Falls es sich um einen leichten Befall mit Blattseptoria handelt, dann reichen wohl die Schritte 1-6 aus, um die Krankheit zu bekämpfen und davon abzuhalten, sich weiter auszubreiten. Wenn Du aber einen großen Befall hast, dann solltest Du Dich vielleicht mit ein paar wirksamen Fungiziden ausstatten!

Breitspektrum-Fungizide oder Sprays gegen Pflanzenkrankheiten reichen meistens komplett aus. Um Deine Pflanzen noch besser zu beschützen, nutze Fungizide auf Kupferbasis. In jedem Fall solltest Du Dich genau an die Angaben auf der Packung halten und es immer vermeiden, dass etwas davon an Deine Blüten kommt.

Falls Du auf der Suche nach einer natürlichen Alternative bist, dann empfehlen wir Dir ätherische oder pflanzliche Öle, wie beispielsweise Niem. Niemöl wird sehr oft im Garten benutzt, um Krankheiten und Schädlinge fernzuhalten und lässt sich sehr leicht mit einer Sprayflasche auf Deine Pflanzen sprühen.

Als Alternativen gibt es noch Eukalyptus-, Rosmarin-, Zitronen- oder Zimtöl. Bedenke aber, dass diese Öle einen sehr starken Geschmack haben und sich möglicherweise auf das Aroma oder den Geschmack der Buds auswirken.

WIE MAN EINE BLATTSEPTORIA VERHINDERN KANN

Wenn es um das Thema Gärtnern geht, dann sind sich alle einig: Es ist besser eine Krankheit von vornherein zu verhindern, anstatt danach den Schaden zu behandeln! Daher solltest Du Dich an diese Tipps hier halten, damit Du in Zukunft einen Befall mit Blattseptoria verhindern kannst.

  • Stelle Deine Pflanzen um! Versuche Deine Pflanzen nicht immer am gleiche Ort oder in der gleichen Erde anzupflanzen! Pilzsporen sind wahre Überlebenskünstler und können Deine Ernte immer wieder befallen, falls Du immer am selben Ort anbaust.
  • Halte Deinen Grow Room sauber, vor allem wenn Du innen anbaust!
  • Erschaffe und bewahre ein gutes Klima: Falls Du innen anbaust, achte darauf, dass Dein Zuchtraum immer die richtige Temperatur hat und die Luftfeuchtigkeit im Rahmen ist. Außerdem brauchen Deine Pflanzen genug Umluft.
  • Beschneide Deine Pflanzen regelmäßig.

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