BEGINNEN WIR AM ANFANG: WAS IST BIO-CANNABIS?

Es ist wichtig zu wissen, dass es kein offizielles Verfahren zur Zertifizierung von Cannabis als „biologisch angebaut“ gibt. Auf Grund der schwierigen rechtlichen Situation unserer geliebten Pflanze kann es nicht von denselben Behörden reguliert werden, die für Bio-Obst und -Gemüse zuständig sind. Stattdessen müssen wir uns darauf fokussieren, zu verstehen, was biologisch angebaut überhaupt bedeutet, um dasselbe Prinzip beim Anbau von Cannabis anwenden zu können.

Eine allgemeine Definition von biologischem Anbau ist "in einer Weise anzubauen oder zu kultivieren, die natürliche, nachhaltige Prozesse unterstützt". Jahrtausendelanger, natürlicher Cannabisanbau hat genau das erreicht. Die Pflanze darf im Freien wachsen und Land und Boden nutzen, die die nötigen Nährstoffe liefern. Die Cannabispflanze unterstützt im Gegenzug ihr eigenes natürliches Ökosystem, bevor sie geerntet wird. Dieser Prozess wurde und wird dann saisonal von den Anbauern wiederholt.

Erst als das Cannabisverbot weit verbreitet war, mussten die Züchter auf Innenräume ausweichen. Das Ergebnis war in den meisten Fällen die Notwendigkeit, natürliche Vorgänge durch künstliche zu ergänzen oder zu ersetzen. In diesem Fall wurden Pestizide, Chemikalien und künstliche Beleuchtung verwendet, um Wachstum und Produktion zu beschleunigen oder zu verbessern.

In Sachen Bio-Anbau bedeutet das: Wenn wir in Innenräumen kultivieren und aber ein natürlich hergestelltes Anbaumedium ohne Pestizide verwenden, werden diese Pflanzen technisch gesehen – zumindest zu einem gewissen Grad – biologisch angebaut. Wenn man die (künstliche) Beleuchtung und die Kosten für den Betrieb eines Grow-Room-Anbaus berücksichtigt, fällt diese Art des Anbaus dann immer noch in den Bereich des nachhaltigen Anbaus?

Den biologischen Cannabisanbau gibt es in vielen Formen. Unglücklicherweise werden Marihuana und seine biologische Zertifizierung auch weiterhin zur Diskussion stehen, bis eine ausreichende Regulierung vorliegt. Das bedeutet jedoch nicht, dass man den biologischen Anbau bis dahin außer Acht lassen sollte.

Übermäßige Nährstoffe Unsachgemäße Nährstoffbilanz Cannabis-Anbau Royal Queen Seeds

WIRST DU VON BIOLOGISCHEM ANBAU ZU HAUSE PROFITIEREN?

Die Vorteile des ökologischen Anbaus von unterschiedlichen Erzeugnissen sind bestens dokumentiert. Bei Cannabis verhält es sich nicht anders, da es auch konsumiert wird. Ob gegessen, geraucht oder verdampft, Marihuana und die Komponenten, die Du beim Züchten verwendet hast, werden von Deinem Körper aufgenommen. Durch die Verwendung von Pestiziden und Chemikalien zur Steigerung des Wachstums besteht die Gefahr, dass diese Verbindungen letztlich in Deinen Körper gelangen, wenn die Cannabispflanze diese zuvor absorbiert hat.

Der spannendste Vorteil ist die Verbesserung von Geschmack und Aroma. Der biologische Anbau unterstützt die natürliche Produktion von Cannabinoiden und Terpenen. Zusammen verleihen diese chemischen Verbindungen Deinem Cannabis sein höchst wünschenswertes Aroma – und natürlich seine Wirkung. Da viele Sorten allein auf Grund ihres Geschmacks verkauft werden, ist alles, das diesen zusätzlich fördert, sehr willkommen. Die gesamte Energie der Pflanze kann in ihre Entwicklung fließen, ohne dass ihr Potenzial durch unnatürliche Chemikalien eingeschränkt oder behindert wird.

In einem größerem Maßstab betrachtet, hängt die Größe Deines ökologischen Fußabdrucks auch davon ab, wie Du Dein Cannabis anbaust. Strom, Wärme, Wasser – alle diese Elemente können sich auf Deine Umwelt auswirken. Durch den Umstieg auf biologischen Anbau, egal ob im Grow Room oder im Freien, kannst Du Geld sparen und gleichzeitig ein natürliches Ökosystem unterstützen.

Wir werden Dir einige einfache Schritte näher erläutern, die alle Züchter ergreifen können, wenn sie ihr Cannabis biologisch anbauen möchten. Zuvor aber betrachten wir die Auswirkungen des Anbaus von biologischem Cannabis auf kommerzieller Ebene.

 

Bio-Fütterungskettenboden

WAS SIND DIE AUSWIRKUNGEN BIOLOGISCHEN ANBAUS AUF KOMMERZIELLER EBENE?

Trotz der vielen Herausforderungen im Zusammenhang mit Cannabis und seiner Legalität, boomt das Geschäft. Die Anzahl der US-Bundesstaaten, die den Anbau für medizinische Zwecke und den Freizeitkonsum legalisieren, nimmt stetig zu. Die europäischen Länder bewegen sich ebenfalls langsam auf eine stärkere Akzeptanz von Cannabis zu. Die Nachfrage nach Gras wächst, was bedeutet, dass wir mehr davon benötigen. Einige Schätzungen gehen davon aus, dass der Energieverbrauch kommerzieller Cannabisanbauoperationen höher ist als der von Krankenhäusern derselben Größe. Die Auswirkungen auf die Umwelt sind daher beträchtlich.

Die schnell steigende Nachfrage stellt auch den kommerziellen Anbau unter einen höheren Lieferdruck. Man kann die Natur nicht beschleunigen, weshalb Pflanzenschutzmittel und Chemikalien unausweichlich zu einer attraktiven Option werden. Normale Konsumenten sehen sich den gleichen Risiken ausgesetzt wie diejenigen, die zu Hause unter künstlichen Bedingungen anbauen. Fremdsubstanzen können in den Körper eindringen und somit Schaden verursachen.

Biologisch angebautes Cannabis ist umweltfreundlicher, für die Verbraucher sicherer und die Chancen stehen besser, dass es für zukünftige wissenschaftliche Studien akzeptiert und zugelassen wird. Es unterstützt zugleich den Wunsch der Branche, eine vertrauenswürdige Ware zu werden, sodass die Cannabisproduktion nachhaltig betrieben werden kann.

BIOLOGISCHER ANBAU ZU HAUSE ERFORDERT KLEINE ANPASSUNGEN

Wir haben ausführlich über die Vorteile des ökologischen Anbaus von Cannabis gesprochen. Obwohl die Nachteile minimal sind, gibt es sie doch. Biologisch anzubauen dauert länger und kann zu einem geringeren Ertrag führen. Die gute Nachricht ist, dass mittels sachgemäßer Forschung die Mehrheit der Nachteile negiert werden kann.

Bio-Anbau ist mehr als die Summe seiner Teile. Es ist wichtig, das Gesamtbild zu betrachten, bevor Du eine Veränderung vornimmst. Hier erfährst Du, wie Du den Anbau von Cannabis auf biologische Art und Weise umsetzen kannst.

 
 

ERDE

Erde ist sozusagen das Herzblut von Cannabis – biologischer Anbau ist darauf ausgerichtet, Mikroorganismen die perfekte Umgebung zur Verfügung zu stellen. Wenn wir uns darauf konzentrieren, sie mit Nährstoffen zu versorgen, unterstützen sie im Gegenzug auf natürliche Weise die Nahrungskette und versorgen unsere Cannabispflanze mit den lebenswichtigen Nährstoffen, die sie benötigt. Dazu hast Du nun zwei Möglichkeiten. Du kannst Dir Deine eigene Super-Erde herstellen oder fertige Bio-Erde kaufen. Vorausgesetzt, Du möchtest Ersteres tun, benötigst Du einige spezielle Zutaten.

Ein Mix aus Regenwurmhumus, Fledermausguano, Seealgenmehl, Perlit, Torfmoos, Bimsstein und Fischemulsion ist perfekt für den Anfang. Das hört sich vielleicht nach viel an, aber in Wirklichkeit wird jede Komponente nur in kleinen Mengen hinzugefügt. Experimentierfreudige können online spezifische Substrat-Rezepte finden.

Sobald Deine Erdmischung vorbereitet und Dein Sämling gepflanzt ist, brauchst Du nur noch regelmäßig zu gießen. Von diesem Moment an kann die normale Anbauroutine wieder aufgenommen werden.

LICHT

Eine vollständig biologische und nachhaltige Umgebung würde natürliches Licht für die Photosynthese nützen. Wenn Du in einer Klimazone lebst, die diese Anforderungen erfüllen kann, solltest Du Deine Cannabispflanzen nach draußen bringen, um diese biologisch anbauen zu können. Falls dies nicht möglich sein sollte, kannst Du durch Anpassungen Deiner verwendeten Lampenarten die Auswirkungen hinsichtlich des ökologischen Fußabdrucks verringern. Die Umstellung auf LEDs ist ein tolles Beispiel für nachhaltigen Anbau. Hochwertige LEDs können bis zu 70% weniger Strom als eine 1000W HPS-Lampe verbrauchen.

Zum Glück hat sich auch der Ertrag einer Pflanze unter LED-Lampen verbessert. Dies ist sowohl auf ein besseres Verständnis der Züchter als auch auf eine Verbesserung der Lichtqualität zurückzuführen. Manche Anbauer verwenden auch eine Kombination aus LED- und HPS-Lampen. LEDs eignen sich am besten für die Wachstumsphase, während HPS-Lampen während der Blütephase die Blütenproduktion unterstützen. Letztendlich hängt das Ausmaß, in dem biologisch angebaut wird, von den persönlichen Vorlieben ab. Man kann nicht abstreiten, dass das Geld, das durch LED-Wachstumslampen gespart wird, zudem einen willkommenen Bonus darstellt.

SCHÄDLINGSBEKÄMPFUNG

Die Förderung eines natürlichen Ökosystems sollte den Großteil der Schädlinge abschrecken. Jedes Element des biologischen Cannabisanbaus unterstützt und bewirkt das nächste in diesem Zyklus. Organisches Material versorgt den Boden mit Nährstoffen, die wiederum die Mikroorganismen versorgen und so weiter. Schädlinge können jedoch trotzdem vorkommen. Welche Optionen gibt es, sie ohne den Einsatz künstlicher Pestizide wieder loszuwerden?

Begleitpflanzen sind der beste Weg, um das von Dir geschaffene Ökosystem zu unterstützen. Gleichzeitig verhindern sie, dass Schädlinge Deine harte Arbeit zerstören. Basilikum und Dill halten Mücken fern, während Ringelblumen ideal sind, um Blattlausbefall zu verhindern. Stelle nur sicher, dass Du zwischen Deinen Begleitpflanzen und Deinen Cannabispflanzen genug Platz lässt. Du möchtest bestimmt nicht, dass sie sich die Nährstoffe miteinander teilen müssen.

Es gibt auch einige natürliche Pestizide, die aus Neemöl hergestellt werden. Diese könntest Du auch ausprobieren. Neem hat sich bei der Behandlung der häufigsten Schädlinge als sehr wirksam erwiesen. Auch der weniger bekannte Bacillus thuringiensis ist eine Überlegung wert. Er ist nützlich, um Pilze, Mücken und Raupen loszuwerden.

DIE ZUKUNFT DES BIOLOGISCHEN CANNABISANBAUS

Nun haben wir die Prinzipien des biologischen Anbaus besprochen und Dir einige Tipps verraten, wie Du diese Herausforderung in Angriff nehmen kannst. Es ist zwar richtig, dass es aus kommerzieller Sicht keine gesicherte Akkreditierung für den biologischen Anbau gibt; dieser Umstand schmälert dessen Wichtigkeit jedoch nicht. Durch den biologischen Anbau wird nicht nur ein schmackhafteres Endprodukt entstehen, sondern Dein Gras wird auch frei von potenziell schädlichen Substanzen sein.

Einige unabhängige Institute wurden und werden gegründet, um kommerzielle Hersteller als "biologisch" zu zertifizieren. Es bleibt zu hoffen, dass mit der Legalität von Cannabis für die Marihuana-Industrie die gleichen Standards wie für andere Bereiche des kommerziellen Anbaus gelten. Biologisch anzubauen unterstützt den grundlegenden Wert der Natur – was ein Kernstück von Cannabis ist. Mutter Natur schenkte uns Marihuana und es scheint nur richtig, etwas zurückzugeben.

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