Ein vollständiger Leitfaden für den biologischen Cannabisanbau.

Inhaltsverzeichnis:

Der biologische Cannabisanbau bedeutet, dass Du das Kraut so anbaust, wie es die Natur vorgesehen hat. Heimische Cannabissorten – oder Landrassen – gedeihen in der Wildnis überall auf der Welt. Dies zeigt, dass qualitativ hochwertige Erde und biologische Vielfalt alles ist, was man braucht, um das Wachstum gedeihender Pflanzen zu unterstützen.

Klar, die Cannabisbranche hat viele synthetische Rezepturen und Techniken entwickelt und großartige Ergebnisse damit erzielt. Wir sind jedoch der Ansicht, dass die erstklassigsten Blüten und die gesündesten Blüten möglich sind, wenn wir uns auf unsere Wurzeln zurückbesinnen.

Ähnlich wie bei der Alchemie geht es beim Anbau von Bio-Cannabis darum, minderwertige oder bereits verwendete Produkte in hochwertige Ressourcen umzuwandeln. Der biologische Cannabisanbau führt nicht nur zu einer unglaublichen Ernte, sondern er nützt auch unserem Garten und der Natur.

PERFEKTE BIO-ERDE FÜR CANNABIS

Erstklassiges biologisch angebautes Cannabis hängt von einem großen Faktor ab: der Gesundheit der Erde. Während des letzten Jahrzehnts haben Grower bei einem Nährstoffproblem einfach den jeweiligen Nährstoff hinzugefügt – was einer etwas reduktionistischen Sichtweise entspricht. Unlängst haben aber Verbesserungen in der Wissenschaft rund um die Erde gezeigt, dass Cannabis auf ein komplexes Zusammenspiel innerhalb der Erde angewiesen ist – das Nahrungsnetz der Erde –, um gesund zu bleiben und zu gedeihen.

DAS NAHRUNGSNETZ DER ERDE UND PFLANZENINTELLIGENZ

Das Nahrungsnetz der Erde besteht aus vielen Mikroorganismen, Insekten und sogar Vögeln und Säugetieren. Diese Kreaturen – viele von ihnen sind Räuber und Nahrung zugleich – spielen eine wichtige Rolle beim Zersetzen von organischem Material in Nährstoffe, die von den Cannabispflanzen aufgenommen werden können.

Dein Anbauprojekt mit gesunder, lebendiger Erde zu beginnen, wird Dir dabei helfen, potentielle Nährstoffmängel, Schädlingsbefall und Pflanzenpathogene im späteren Verlauf zu vermeiden. Entgegen der landläufigen Meinung saugen Pflanzen nicht nur Nährstoffe direkt aus dem Boden auf.

Stattdessen kultivieren sie ihre eigene Nahrung. Sie tun dies, indem sie Zucker in die Rhizosphäre freisetzen (ausschwitzen) – eine zwei Millimeter tiefe Schicht unter der Oberfläche des Wurzelsystems – wodurch nützliche Bakterien und Pilze angelockt werden. Einige dieser Organismen verbinden sich mit den Wurzeln, wodurch die Pflanzen Nährstoffe besser aufnehmen können, während andere Mikroben als Nahrung für größere Kreaturen dienen.

Nematoden und Protozoen – der nächste Schritt im Nahrungsnetz des Bodens – fressen einige dieser Mikroben. Es kommt einfach so vor, dass Bakterien und Pilze sehr effizient organische Stoffe abbauen und die darin eingeschlossenen Nährstoffe speichern.

Nematoden und Protozoen scheiden ein paar dieser Moleküle aus. Die Pflanzen ernähren sich dann von diesen bioverfügbaren Nährstoffen und ernten den Ertrag ihres "landwirtschaftlichen Projekts". Einfach unglaublich, oder?

DAS NAHRUNGSNETZ DER ERDE UND PFLANZENINTELLIGENZ

SCHLÜSSELFIGUREN

Pflanzen gewinnen durch dieses Zusammenspiel nicht nur Nahrung. Die Organismen, die sie anziehen, helfen auch dabei, die Erde zu formen und die optimalen Bedingungen für ein gesundes Wachstum zu erhalten. Hier siehst Du ein paar der wichtigsten Lebensformen innerhalb des Nahrungsnetzes der Erde:

Bakterien: Diese winzigen Kreaturen produzieren schleimige Substanzen, die Erdpartikel zusammenhalten und Deinem Anbaumedium Struktur verleihen. Ferner dienen sie größeren Lebensformen als Nahrung, die pflanzliche Nahrung ausscheiden.

Pilze: Pilze produzieren netzähnliche Strukturen (Myzel), die der Erde Form verleihen und sie davor bewahren, zu zerbröckeln und weggewaschen zu werden. Nützliche „Mykorrhizapilze“ verbinden sich auch mit Pflanzenwurzelsystemen, um die Nährstoffaufnahme zu verbessern.

Nematoden: Sie verschlingen kleinere Lebensformen und setzen Nährstoffe in pflanzenverfügbare Formen frei. Bestimmte "gute" Nematoden halten auch die "schlechten" fern (Letztere fressen gerne Pflanzenwurzeln).

Protozoen: Diese Jungs grasen (wie kleine Kühe) an den Bakterien in der Erde. Sie scheiden nicht nur freie Nährstoffe aus, sondern ihre Jagd ermutigt die Bakterienpopulation, schneller zu wachsen.

Würmer: Ruhig Blut, wir bitten Dich nicht darum, Würmer in Deinen Grow Room zu bringen! Würmer sind jedoch sehr wichtig für die Erde. Sie bringen Nährstoffe in das Medium und ihre Tunnel helfen dabei, die Erde zu belüften und Wasser zu den Pflanzenwurzeln zu transportieren.

WIE MAN DAS ERDLEBEN SCHÜTZT

Siehst Du, warum der biologische Cannabisanbau weit über das gelegentliche Gießen von Nährstoffen hinausgeht? Indem Du auf eine Weise anbaust, die auf das gesamte Erdleben achtet, wird Deine Erde mit jeder Saison reichhaltiger werden.

Wie kannst Du das aber erreichen?

Beginne damit, indem Du Dir biologische Erde guter Qualität besorgst. Sobald Du diese hast, behandelst Du sie wie ein Haustier (oder eine Milliarde kleinerer Haustiere). Gärtnerprofis haben Wege entwickelt, um im Garten über einen längeren Zeitraum zu arbeiten und dabei das Bodenleben nur minimal zu zerstören.

Diese Methoden beinhalten das Vermeiden folgender Handlungen:

Umgraben: Der Aufbau eines gesunden Bodens dauert eine Weile. Das Ackern und Graben kann nützliches Leben schnell zerstören. Sie existieren aus einem bestimmten Grund im Boden. Das Umgraben bringt sie an die Oberfläche und setzt sie UV-Strahlen und anderen schädlichen Faktoren aus – und tötet sie schnell ab. Es bricht auch die wertvollen Pilznetzwerke auf.

Pestizide/Herbizide/Fungizide: Wie ihr Name bereits andeutet, töten diese Chemikalien bestimmte Lebensformen ab, von denen viele nützlich sind. Ein gesundes Nahrungsnetz im Boden hilft dabei, viele Krankheiten und Schädlinge ohne den Einsatz giftiger Chemikalien abzuwehren.

Chemische Dünger: Diese reichhaltigen Quellen synthetischer Nährstoffe stören wichtiges Schlüsselleben im Boden wie z. B. unsere Wurmfreunde.

Die biologische Direktsaat (ohne umzugraben) zielt darauf ab, die oben genannten Praktiken zu vermeiden. Dabei werden flache Beete aus hochwertiger Erde an der Oberfläche erzeugt, damit die Pflanzenwurzeln nach unten eindringen können, ohne das mikrobielle Leben zu stören. Zu den Vorteilen der Direktsaat gehören:

• Schützt den Mutterboden und Nützlinge
• Spart Zeit und Geld
• Verlangsamt die Verdunstung
• Hält Kohlenstoff im Boden eingeschlossen

WIE MAN DAS ERDLEBEN SCHÜTZT

BEETE ODER TÖPFE?

Nachdem Du jetzt weißt, wie Du Deine Erde gesund hältst, wirst Du eine Entscheidung treffen müssen, worin Du Deine Cannabispflanzen anbauen möchtest. Im Grunde hast Du zwei Möglichkeiten: Beete oder Töpfe.

Gartenbeete

Gartenbeete sind große Bereiche mit fruchtbarem Land, das Wurzeln ermöglicht, tief in die Erde einzudringen. Bestimmte Sorten, im Speziellen Monster-Sativasorten, können den extra Platz nutzen und enorme Größen entwickeln. Outdoor-Beete sind jedoch den Elementen ausgesetzt. Sie sind relativ schwierig vor ausgiebigem Regenfall, plötzlichen Hitzewellen und frühem Frost zu schützen.

Töpfe

Der Anbau in Töpfen erlaubt es dir, Deine Pflanzen bei Bedarf herumzutragen und woanders hinzustellen. Sie können einfach in ein Gewächshaus oder in den Grow Room getragen werden, wenn sich das Wetter verschlechtert. Außerdem kannst Du sie in den Schatten beziehungsweise in die Sonne stellen.

Nicht alle Behälter werden gleich hergestellt. Plastik- und Keramiktöpfe haben den Zweck, das Anbaumedium zusammenzuhalten, aber sie können dazu führen, dass sich die Pflanzenwurzeln weniger wünschenswert entwickeln. Stofftöpfe bieten Dir die beste Lösung, wenn es um diese Art des Anbaus geht. Sie nutzen Geotextiltechnologie, um ausreichend Wasser zu speichern und gleichzeitig die Belüftung zu fördern. Dies hilft, Pilzpathogene und Dehydration gleichzeitig abzuwehren.

MAKRO- UND MIKRONÄHRSTOFFE

Cannabispflanzen benötigen eine abwechslungsreiche und vollständige Ernährung, um das beste Ergebnis zu erzielen. Ähnlich wie beim Menschen brauchen sie zwei Hauptkategorien von Nahrung: Makro- und Mikronährstoffe. Cannabispflanzen können alle ihre Nährstoffe aus der Erde ziehen, mit drei Ausnahmen: Sie "inhalieren" Kohlendioxid durch winzig kleine Poren an ihren Blättern (Stomata genannt) und produzieren Sauerstoff und Wasserstoff, indem sie Wasser während der Photosynthese aufspalten.

MAKRONÄHRSTOFFE

Lass uns zuerst die drei Nährstoffe ansehen, die Pflanzen in großen Mengen benötigen und passenderweise als Makronährstoffe bekannt sind. Wir werden die Rolle jedes einzelnen davon sowie einige organische Quellen näher ansehen.

MACRONUTRIENTSSOURCES

STICKSTOFF

• Erforderlich für vegetatives Wachstum
• Bildet einen Teil des Chlorophyllmoleküls

• Algen
• Dung
• Wurmhumus 

KALIUM

• Wird für die Photosynthese benötigt
• Öffnet und schließt Stomata
• Reguliert die CO₂-Aufnahme
• Aktiviert die für die ATP-Produktion benötigten Enzyme

 • Seetangmehl
• Grünsand
• Holzasche
 

PHOSPHOR

• Spielt eine wichtige Rolle bei der Energieübertragung
• Wandelt Zucker und Stärke um
• Hilft beim Transport von Nährstoffen
• Überträgt genetische Eigenschaften auf die nachfolgende Generation

• Knochenmehl
• Dung
• Rohphosphat 

MIKRONÄHRSTOFFE

Pflanzen benötigen Mikronährstoffe in kleineren Mengen. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese weniger wichtig wären. Ein Mangel an einem dieser Mineralien und Elemente kann sich in einem Nährstoffmangel manifestieren, der das Wachstum erschwert und den Ertrag reduziert. Lerne sie im Folgenden kennen.

MICRONUTRIENTSSOURCES

BOR

• Hilft beim Aufbau von Zellwänden
• Essentiell für die Zellteilung
• Wichtig für die Bestäubung und Samenentwicklung

 • Kompost und organische Stoffe 

CALCIUM

• Beteiligt an Pflanzenwachstum und Ernährung
• Zellwandablagerung
• Reduziert den Salzgehalt der Erde
• Verbessert das Eindringen von Wasser

• Eierschalen 

KUPFER

• Aktiviert Schlüsselenzyme
• Erforderlich für die Photosynthese
• Hilft beim Kohlenhydrat- und Proteinstoffwechsel

• Biologischer Kompost
• Kuhmist 

EISEN

• Der Schlüssel für wichtige Stoffwechselprozesse
• DNA-Synthese
• Chlorophyllsynthese
• Erhält die Struktur und Funktion der Chloroplasten aufrecht

• Dung
• Küchenabfälle
• Grünsand
• Algen

MAGNESIUM

• Zentralatom des Chlorophyllmoleküls
• Essentiell für die Photosynthese

• Biologischer Kompost 

MANGAN

• Trägt zur Photosynthese, Atmung und Stickstoffassimilation bei
• An der Keimung beteiligt
• Unterstützt die Verlängerung der Wurzelzellen und die Resistenz gegenüber Wurzelkrankheiten

• Algen 

MOLYBDÄN

• Wandelt Nitrat in Nitrit und dann in Ammoniak um
• Erforderlich für symbiotische stickstofffixierende Bakterien bei stickstofffixierenden Pflanzen

• Seetangmehl
• Grünsand
• Melasse
• Neemmehl
• Holzasche 

SCHWEFEL

• Hilft bei der Bildung wichtiger Enzyme
• Unterstützt die Proteinsynthese

 • Dung
• Heu
• Stroh
 

ZINK

• Schlüsselbestandteil von Enzymen und Proteinen
• Hilft bei der Produktion von Wachstumshormonen
• Unterstützt die Streckung der Internodien

• Seetang (Blattspray) 

PFLANZENNAHRUNG

Wenn Du Deinen Pflanzen Zugang zu dieser Reihe von Nährstoffen ermöglichst, läuft alles auf eine hochwertige lebendige Erde hinaus. Startet man mit einem guten Boden, der reich an Kompost und organischem Material ist, ist fast immer eine gute Versorgung mit all diesen Mineralien und Elementen gewährleistet.

Cannabispflanzen sind jedoch auf den Lebens- und Todeszyklus eines florierenden Bodennahrungsnetzes angewiesen, um Zugang zu Nährstoffen zu bekommen. Die Wurzeln können Mineralien nicht einfach aus organischem Material ziehen. Sie können jedoch das Orchester der Rhizosphäre mit Wurzelexsudaten dirigieren.

Als Bio-Anbauer musst Du nur sicherstellen, dass Deine Erde über eine gute Versorgung mit nährstoffreichen organischen Stoffen in Form von Kompost/Komposttees, Wurmhumus und anderen Quellen verfügt. Solange Du ihnen Nahrung zur Verfügung stellst, rekrutieren Deine Pflanzen das Nahrungsnetz des Bodens, um ihr Abendessen verfügbar zu machen.

Mykorrhizapilze sind einer der wichtigsten Pflanzenverbündeten in der Rhizosphäre. Diese Arten bilden ein physikalisches Band mit den Pflanzenwurzeln und verbinden sich mit dem Wurzelsystem. Sie ernähren sich von den Pflanzenexsudaten und verdauen im Gegenzug organische Stoffe und transportieren bestimmte Nährstoffe in die Pflanzen.

Eine Vielzahl anderer Erdmikroben schließen sich diesem synergistischen Tanz an. Füttere sie gut mit organischem Material und Du sorgst somit für einen ständigen Nährstoffkreislauf direkt unter Deinen Füßen.

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BIOLOGISCHE VS. CHEMISCHE DÜNGER

Dünger werden der Erde beigemengt, um das Anbaumedium mit Nährstoffen anzureichern. Biologische Dünger stammen von organischem Material, das langsam mit der Zeit aufgespalten wird, bis das Nahrungsnetz des Bodens natürliche Materialien in Nährstoffe umwandelt, die die Pflanzen aufnehmen können.

Im Gegensatz dazu werden chemische Dünger im industriellen Maßstab synthetisiert. Viele von ihnen sind Nebenprodukte der Erdölindustrie und neigen dazu, sauer zu sein.

Alle Grower benötigen Dünger irgendeiner Art. Die Pflanzen ziehen die Nährstoffe langsam aus der Erde, wodurch diese mit der Zeit ausgelaugt wird, außer der Grower fügt der Erde wieder etwas hinzu. Sowohl biologische als auch chemische Dünger haben Vor- und Nachteile für den Cannabisanbau. Natürlich werden sich Bio-Anbauer für Erstere entscheiden, aber lass uns aus reiner Neugier einen Blick auf die Vor- und Nachteile dieser beiden Düngerarten werfen.

BIOLOGISCHE DÜNGER

Biologische Dünger sind natürliche Materialien, die hohe Konzentrationen von Cannabisnährstoffen aufweisen. Viele von diesen Materialien enthalten Elemente und Mineralien, die in ihren Strukturen eingeschlossen sind. Dazu gehören Kompost, Algen, Wurmguss und Knochenmehl. Sie dienen jedoch als Nahrung für Bakterien und Pilze, die sie mit der Zeit aufspalten, wodurch die Pflanzen ihre Nährstoffe aufnehmen können.

Daher kannst Du hochkonzentrierte Zubereitungen herstellen, um die Zeit zu minimieren, die es braucht, damit Nährstoffe absorbiert werden können. Zu diesen zählen Komposttee, Wurmsaft und fermentierte Pflanzenrezepturen.

Vorteile:

• Sie imitieren den natürlichen Abbau von organischem Material
• Sie ernähren das Leben im Boden
• Frei von schädlichen Chemikalien und absolut sicher
• Konzentrierte Präparate ermöglichen eine schnellere Absorption

Nachteile:

• Es kann bis zu einem Jahr oder länger dauern, bis Komposthaufen richtig verwendet werden können
• Die Zubereitungen enthalten viele verschiedene Nährstoffe, was es für den Grower schwieriger macht, die Menge bestimmter Mineralien oder Elemente zu erhöhen

BIOLOGISCHE DÜNGER

CHEMISCHE DÜNGER

Chemische Dünger sind menschengemachte Substanzen, die viele der Makro- und Mikronährstoffe enthalten, die von der Pflanze benötigt werden. Sie enthalten aber auch zahlreiche Zusätze.

Vorteile:

• Schnelle Absorption
• Spezifische Dosierung

Nachteile:

• Stört das Leben im Nahrungsnetz des Bodens
• Kann Pflanzen verbrennen
• Erhöht die die Luft- und Wasserverschmutzung
• Versäuert den Boden
• Baut Mineralien der Erde ab

WIE DER PH-WERT BEIM BIOLOGISCHEN ANBAU FUNKTIONIERT

Bio-Grower müssen dem pH-Wert nur selten Aufmerksamkeit schenken. Es kann jedoch auch zu Problemen kommen. Jede Erde hat einen bestimmten pH-Wert. Erinnerst Du Dich an die Skala von 0 bis 14 aus dem Bio-Unterricht? Werte von 0 bis 6 bedeuten Säuregehalt, 7 steht für Neutralität und 8 bis 14 für Alkalinität.

Warum musst Du Dich aber darum kümmern? Nun, Cannabis gedeiht in leicht saurer Erde – bei einem Wert zwischen 6 und 7. Falls die Erde zu sauer oder alkalisch wird, können die Wurzeln Probleme bei der Nährstoffaufnahme bekommen, was dann als Nährstoffblockade bekannt ist. Schließlich werden Nährstoffmängel auftreten und die Pflanzengesundheit und -produktion werden beeinträchtigt. Als Grower kannst Du Erdproben ganz einfach mit einem pH-Tester messen.

Die Vorgehensweise bei der Lösung von pH-Problemen war früher die Anwendung synthetischer Produkte, die den pH-Wert nach "oben" bzw. "unten" regelten. Es gibt jedoch auch organische Methoden, um das pH-Gleichgewicht der Erde wiederherzustellen:

Saure Erde:

• Backpulver

Alkalischer Boden:

• Zitrone
• Essig

KOMPOST

Kompost bildet das Fundament eines jeden biologischen Gartens. Er erlaubt es dem Grower, seine eigenen Bodenverbesserer herzustellen, indem er ganz einfach Küchen- und Gartenabfälle recycelt. Mit Mikroben beladene Komposthaufen spalten organisches Material – alles von Zweigen und toten Blättern bis hin zu Kartoffelschalen – in "schwarzes Gold" auf.

Du kannst das nährstoffreiche Material aus einem "reifen" Komposthaufen nehmen, um es für Deine Beete und Erdmischungen für die Töpfe zu verwenden. Letztlich verleiht Dir die Kompostierung etwas mehr Unabhängigkeit und bringt Dich einem geschlossenem Kreislauf näher. Es gibt zwei Hauptformen beim Kompostieren: langsames Kompostieren und Wurmkompostierung.

LANGSAME KOMPOSTIERUNG

Einige der beeindruckendsten Nutzen der langsamen Kompostierung sind:

• Reduktion des CO₂-Fußabdrucks
• Spart Geld
• Kraftvoller natürlicher Dünger
• Verbessert die Bodengesundheit

Langsame Komposthaufen bestehen aus zwei verschiedenen Arten von Materialien: grünen und braunen. Grüne Materialien liefern Stickstoff, während braune Materialien für Kohlenstoff sorgen. Strebe ein Verhältnis von 25–50% grünem und 50–75% braunem Material an, um sicherzustellen, dass Dein Komposthaufen ausreichend Luft erhält, um gesunde aerobe Mikroben zu unterstützen.

Grünes Material umfasst Küchenabfälle, Grasschnitt, Algen und Tierdung. Braunes Material beinhaltet abgestorbene Blätter, Karton, Stroh und Holzschnitzel. Es kann Monate dauern, bis ein neuer Komposthaufen anfängt, sich in einen lebendigen Kompost zu verwandeln. Füge kontinuierlich Material hinzu und Du wirst in naher Zukunft an einen Punkt gelangen, an dem Dir fortwährend Nährstoffe zur Verfügung stehen.

LANGSAME KOMPOSTIERUNG

WURMKOMPOSTIERUNG

Die Wurmkompostierung bietet Dir eine schnellere Quelle biologischer Nährstoffe. Du kannst einen Wurmbehälter ganz einfach mit Hilfe einer Plastiktasche oder eines Eimers herstellen. Vermische ein paar spezialisierte Kompostwürmer und ein paar Handvoll Kompost miteinander. Füge regelmäßig Küchenabfälle hinzu; Deine Würmer werden sie verschlingen und daraus Wurmkompost herstellen.

Wurmkompost enthält nützliche Pilze, Bakterien und Mineralien wie Kalium, Kalzium, Zink, Kupfer und Phosphor. Es dauert nur wenige Wochen, bis die Würmer für einen beständigen Vorrat an Wurmguss gesorgt haben werden. Schichte diesen auf Deine Beete und Töpfe, um das gesamte Nahrungsnetz der Erde damit zu versorgen.

Die Wurmkompostierung liefert auch "Wurmsaft" – auch unter dem Begriff Wurmtee bekannt. Installiere an einer Seite Deines Kompostierers am Boden einen Kunststoffwasserhahn. Lasse ihn alle paar Tage ablaufen und füge diese nährstoffreiche Lösung Deinem Anbaumedium für einen mineralischen und mikrobiellen Kick hinzu.

DUNG

Als feste und flüssige Ausscheidungen bestimmter Tierarten bietet Dung ein beeindruckendes Nährstoffprofil. Ein hoher Gehalt an Makronährstoffen macht Dung zu einer Schlüsselressource in einem biologischen Garten. Gängige Dungarten stammen von Hühnern, Kühen, Pferden, Lamas, Hasen und Schafen. Wenn Du Deinen Pflanzen frischen Dung hinzufügst, kannst Du Deine Pflanzen kontaminieren und sie mit zu viel Stickstoff verbrennen. Du musst ihn zuvor für sechs Monate bis zu einem Jahr verrotten lassen, um ihn für Deinen Garten kompatibel zu machen.

Ähnlich wie Kompost bietet Dung Nährstoffe, die in einer organischen Substanz gebunden sind. Dies bedeutet, dass er auch Nahrung für nützliche Mikroben liefert. Sobald diese sich satt gegessen haben, werden sich Deine Pflanzen die Nährstoffe schnappen. Anbauer können Dung nutzen, um ihren Komposthaufen anzureichern oder ihn direkt als Deckschicht bzw. Kopfdünger für ihre Erde zu verwenden.

Möchtest Du noch etwas Tolles über Dung hören? Er ist leicht verfügbar. Bei Bauern in Deiner Nähe oder in Gartenmärkten bekommst Du ihn kostengünstig – vielleicht sogar gratis. Versuche unbedingt, etwas älteren Dung zu bekommen, da Du dadurch ein paar Monate Wartezeit sparen kannst.

DUNG

WIE DU CANNABIS BIOLOGISCH DÜNGST

Jetzt weißt Du alles über die besten biologischen Nahrungsquellen für Deine Pflanzen. Im Folgenden zeigen wir Dir die tollsten Möglichkeiten, Deine Pflanzen mittels biologischer Methoden zu düngen. Diese Techniken sind super einfach und alle von ihnen werden spitzen Pflanzenwachstum stimulieren, während das wertvolle mikrobielle Leben intakt bleibt.

MULCH

Das Mulchen bezieht sich auf das Schichten Deiner Beete und Töpfe mit organischem Material. Erinnerst Du Dich, als wir Dir erzählt haben, dass Mikroben keinem Sonnenlicht ausgesetzt werden wollen? Mulchen löst dieses Problem und noch mehr.

Mach einen Spaziergang in einem nahegelegenen Wald und schau auf den Boden. Was fällt Dir dabei auf? Du siehst kaum Stellen, an denen der blanke Boden zu sehen ist. Schichten von abgestorbenen Blättern, Ästen und organisches Material schaffen eine "Haut", die das Leben innerhalb der Erde darunter schützt. Dieses Material wird über die Zeit langsam aufgespalten, um die Erde zu düngen.

Mulchen funktioniert, indem es die Intelligenz der Natur nachahmt. Sieh Dir ein paar der Vorteile dieser Praktik an:

• Düngt die Pflanzen langsam während der Saison
• Gute Nahrung für Pilze
• Unterdrückt das Wachstum von Unkraut
• Speichert Feuchtigkeit
• Hält einige Schädlinge in Schach
• Verleiht Deinem Garten mehr Ordnung

Es gibt viele verschiedene Arten von organischem Mulch, aus denen Du auswählen kannst. Die folgenden Materialien düngen Deinen Garten und fördern seine Bodengesundheit:

• Pilzkompost
• Hackschnitzel
• Rinde
• Verrotteter Mist
• Stroh
• Algen

Als Grower kannst Du auch Deckfrüchte verwenden, um "lebenden Mulch" herzustellen. Indem Du einen Deckfrüchtemix um Deine Cannabispflanzen säst, erzeugst Du einen lebenden "Teppich", der die Gesundheit des Nahrungsnetzes im Boden verbessert. Deckfrüchte wie dicke Bohnen helfen dabei, Stickstoff zu binden und die Erde zu verbessern. Schneide Deine Deckfrüchte ab und lasse sie liegen, damit sie wieder organisches Material an die Erde zurückgeben.

FERMENTIERTER PFLANZENSAFT

Fermentierter Pflanzensaft (FPS) stammt aus der Praxis des Korean Natural Farming (KNF). Dieses beinhaltet die Ernte einheimischer Pflanzen wie Löwenzahn und Brennnessel, die mit Nährstoffen beladen sind. Diese Arten enthalten auch nützliche Organismen und Wachstumshormone in ihren Blättern. Erfahre im Folgenden, wie Du diesen Saft herstellst.

1. Vermische frisch geerntete Pflanzen in einem Eimer miteinander.
2. Füge ausreichend braunen Zucker hinzu, der ein Drittel der Mischung ausmacht (dieser wird als Nahrung für die Mikroben dienen)
3. Rühre gut um; gib etwas Zeitungspapier oben drauf und lass die Mischung für eine Stunde stehen.
4. Entferne das Zeitungspapier und gib einen schweren Ziegelstein oben auf die Mischung, um überschüssige Luft zu entfernen.
5. Verschließe den Eimer mit einem Tuch und einer Schnur und lass das Ganze für zwei Tage im Dunkeln stehen.
6. Entferne den Ziegelstein und lass die Mischung eine Stunde lang auslüften, bevor Du sie wieder bedeckst.
7. Lasse den Eimer für 2–3 Wochen in einem dunklen Raum stehen.
8. Dein FPS wird nun fermentiert und einsatzbereit sein.
9. Du kannst ihn nun als Spray oder Wurzelguss in einer Konzentration von 0,1–0,2% verwenden.

KOMPOSTTEE

Ein weiteres wichtiges Hilfsmittel im Arsenal eines biologischen Growers ist der Komposttee, der riesige Mengen essentieller Nährstoffe und nützlicher Lebensformen enthält – angefangen bei Nematoden bis hin zu Bakterien. Um ihn herzustellen, musst Du einen Teil Deines hochwertigen Komposts in Wasser brauen.

Dies sind die Gründe, warum Du ihn verwenden solltest:

• Verbessert das Pflanzenwachstum
• Fügt nützliche Organismen hinzu
• Unterdrückt Krankheiten
• Eliminiert den Bedarf nach giftigen Chemikalien

Haben wir Dein Interesse geweckt? Erfahre hier, wie Du Deinen eigenen Komposttee braust.

KOMPOSTTEE

KOPFDÜNGUNG

Kopfdüngung ist eine äußerst einfache Möglichkeit, um Deiner Erde während der Anbausaison mehr Nährstoffe zuzuführen. Füge Deinen ersten Kopfdünger gegen Anfang des Frühlings hinzu und danach alle drei Wochen, um Deine Erde gut gedüngt und Deine Pflanzen glücklich zu halten.

Kelp bzw. Seetang dient als reichhaltige Nährstoffquelle und ist ein großartiger Kopfdünger. Schichte ihn einfach über Deine Beete/Töpfe und bewässere sie. Fertig!

BLATTSPRAYS

Blattsprays sind sowohl nährstoffreiche Rezepturen und eine biologische Form der Schädlingsbekämpfung und dienen als schnelle Möglichkeit, Nährstoffmängel zu beheben und schädliche Insekten abzuwehren.

Wendet man sie an der Blattoberfläche an, können die Nährstoffe über die Stomata aufgenommen werden, während das Wurzelsystem insgesamt umgangen wird. Blattsprays sind besonders nützlich, wenn Du es mit überwässerter Erde, pH-Ungleichgewicht oder anderen Problemen zu tun hast, die die Nährstoffaufnahme an den Wurzeln verringern. Komposttee, Wurmsaft und FPS können ebenfalls auf diese Weise verabreicht werden.

Aloe Vera eignet sich auch gut als Blattspray. Diese Pflanze hilft dabei, die Nährstoffaufnahme zu steigern und Schädlinge und Krankheiten zu reduzieren. Natürliche Substanzen wie beispielsweise Neemöl können als Blattspray verwendet werden, um Pilzkrankheiten wie Echten Mehltau zu bekämpfen.

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Neemöl (bzw. Niemöl) stellt eine vollkommen natürliche Möglichkeit dar, Deine Cannabispflanzen vor Schädlingen zu schützen.

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ZUSAMMENFASSUNG:

Nun bist Du dazu bereit, Deine Cannabispflanzen auf ausschließlich biologische Weise erfolgreich anzubauen! Du wirst dadurch nicht nur einen epischen Ertrag einheimsen, sondern auch zur Bodengesundheit betragen und mit der Zeit Deinen eigenen Kompost herstellen. Bevor Du jetzt aber in den Garten rennst, lass uns noch einmal die wichtigsten Punkte durchgehen:

• Verwende Direktsaat, um das Nahrungsnetz und die Struktur des Bodens zu bewahren.
• Nährstoffe sind wichtig! Mit erstklassigem Kompost und Kopfdünger kannst Du Deinen Pflanzen düngen, ohne auf Chemikalien zurückgreifen zu müssen.
• Überprüfe von Zeit zu Zeit Deinen pH-Wert und nutze natürliche Methoden, um ihn anzupassen.
• Mach aus Deinen Küchen- und Gartenabfällen etwas Nützliches. Mittels langsamer Kompostierung und Wurmkompost erzeugst Du Dir eigenen Kompost.
• Dung ist einfach zu finden und wirkt in Deinem Garten wahre Wunder.
• Imitiere die Natur mittels Mulchen
• Komposttee, Blattsprays und FPS liefern Dir unmittelbare Dosen von Mikroben und Nährstoffen.

Nutze diese Techniken, um Hand in Hand mit Mutter Natur und nicht gegen sie zu arbeiten! Nun, ran ans Werk und mögest Du eine reichliche Ernte einfahren.

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